Interview Ruth Spelmeyer-Preuß

Sprinterin Ruth Spelmeyer-Preuß ist ein echter Beeren-Fan. Wir haben mit ihr über ihre Sportart, die kleinen bunten Leckerbissen und ihre Geheimwaffe für eine schnelle Regeneration gesprochen.

Im Interview: Auf einen S(ch)nack mit Ruth

Bevor wir über deine Ernährung sprechen: Wie bist du zu deinem Sport gekommen?

Ich mache seit der Grundschule Leichtathletik. Meine damalige Sportlehrerin hatte mir empfohlen, mich in einem Leichtathletik-Verein anzumelden, um mal zu gucken, ob mir das Spaß macht. Seitdem bin ich dabeigeblieben.

Brombeere, Himbeere, Erdbeere: Beeren gibt‘s in zahlreichen Farben und Formen. Die bunten Leckerbissen sind zudem das Thema der Mai-Ausgabe der #reifeleistung-News. Isst du gerne Beeren? Welche magst du am liebsten und warum?

Ich liiiiebe Beeren! Erdbeeren sind meine Lieblingsbeeren. Nicht nur wegen des Geschmacks, sondern weil ich Erdbeeren mit dem Sommeranfang verbinde!

Welches ist dein Lieblings-Rezept mit Beeren?

Beeren sind das perfekte Topping für fast alles. Müsli, Creme-Desserts und ganz wichtig: Pfannkuchen!

Beeren sind wahre Vitaminbomben. Spielt bei deiner Ernährung die Vitaminaufnahme eine besondere Rolle? Achtest du zum Beispiel darauf, viel Obst und Gemüse zu essen?

Ich achte darauf, vor allem ausgewogen zu essen. Dazu gehört natürlich auch, ausreichend Obst und Gemüse zu mir zu nehmen. Beeren sind dabei eine super einfache Art der Vitamin-Aufnahme, als Snack zwischendurch oder zum Beispiel zum selbstgemachten Müsli am Morgen.

Nimmst du zusätzlich noch Vitamine oder andere Nährstoffe durch z.B. Nahrungsergänzungsmittel zu dir, um Defizite auszugleichen bzw. deinen Nährstoff-Haushalt „in Shape“ zu halten?

Ja, ich ergänze meine Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel. Dazu gehören z. B. Vitamin D und C, aber auch Zink und Magnesium.

Wenn nicht gerade Corona ist, bist du durch Wettkämpfe und Trainingslager in der ganzen Welt unterwegs. Gibt es Lebensmittel, auf die du bei Wettkämpfen und in Trainingslagern nicht verzichten kannst?

Zartbitterschokolade gehört auf jeden Fall dazu. Ich esse etwas davon bevor ich mich für den Wettkampf aufwärme. Nach Wettkämpfen und harten Trainingseinheiten führe ich gerne in der ersten halben Stunde nach Ende der Belastung ein bisschen Energie in Form von Datteln zu, um die Speicher aufzufüllen und die Regeneration zu unterstützen.

Hast du ein Lebensmittel oder ein Gericht, dass zu deiner Trainings- und/oder Wettkampf-Routine gehört? Was isst du z.B. als letzte Mahlzeit vor einem Wettkampf, wann machst du das und warum?

Die Nahrungsplanung um den Wettkampf drumherum hängt auch etwas davon ab, zu welcher Tageszeit der Wettkampf dann tatsächlich stattfindet. Findet er nachmittags statt, frühstücke ich reichhaltig: Müsli mit vielen Nüssen und glutenfreies Toastbrot mit Honig. Mittags kommt dann nur noch eher trockener Reis oder glutenfreie Nudeln dazu und etwas Zartbitterschokolade vor dem Warm-up. Da mein Magen sehr empfindlich auf die Wettkampfaufregung reagiert, führe ich nur Nahrungsmittel zu, die für mich leicht verträglich und gut verdaulich sind. Schwarzer Tee ist für mich an Wettkampftagen auch wichtig.

Welche Lebensmittel oder welches Gericht hilft dir besonders gut bei der Regeneration?

Pellkartoffeln mit ein bisschen Hühnchen, Gurkensalat, vielleicht noch ein Ei dazu und etwas Soja-Quark sind meine Favoriten nach anstrengenden Einheiten, um schnell wieder zu Kräften zu kommen. Und danach ein Nickerchen.

Und welcher Power-Snack gibt dir besonders viel Energie?

Gerade bei langen Einheiten habe ich gerne einen Proteinriegel dabei, um keinen Hungerast zu bekommen. Vor dem Training esse ich gerne noch ein paar Nüsse.

Im Hinblick auf Tokio: Was ist dein größter Traum für deine sportliche Karriere?

Meinen größten Traum habe ich mir mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio bereits erfüllt. Ich wünsche mir aber sehr, noch einmal die Möglichkeit zu haben, olympische Luft schnuppern zu können. Am schönsten wäre es zusammen mit meinem Mann, der Wasserballer ist.

Abschließend, was würdest du sagen: Wie viel Prozent spielt die Ernährung eine Rolle für den sportlichen Erfolg?

Das an Prozentzahlen festzumachen ist schwierig, dazu gibt es zu viele verschiedene Variablen, die als kleine Rädchen für den sportlichen Erfolg ineinandergreifen müssen. Trotzdem würde ich sagen, dass sie eine wichtige Basis darstellt, die an vielen Stellen zum Tragen kommt. So hilft die Ernährung dabei, einen leistungsfähigen Zustand herzustellen. Aber auch bei der optimalen Wettkampfvorbereitung und der Regeneration ist die „richtige“ Ernährung nicht wegzudenken.

Ruth Spelmeyer-Preuß

Disziplin: 400 m-Sprint

Größte Erfolge:

  • Deutsche Meisterin 2015, 2016 und 2017

  • Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016

Lieblingszutat: Avocado

Instagram: @400mruth