Engagiert für mehr Lebensmittelwertschätzung
„Wir ♥ Lebensmittel“ ist tief in der EDEKA-Unternehmensstruktur verwurzelt. Wir setzen daher unterschiedliche Maßnahmen zur Verringerung von Lebensmittelabfällen und zur effizienteren Nutzung von Ressourcen um, – denn Lebensmittel wegzuwerfen, bedeutet immer auch ein wirtschaftliches Verlustgeschäft für die selbstständigen, genossenschaftlich organisierten EDEKA-Kaufleute.
Lebensmittelabfälle vermeiden - eine globale Herausforderung
Nach Schätzungen der Welthungerhilfe landen jährlich rund 1,05 Mrd. Tonnen¹ Lebensmittel auf dem Müll. Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 und dem Sustainable Development Goal (SDG) 12.3 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Ende des Jahrzehnts auf Verbraucher:innen- und Einzelhandelsebene zu halbieren. Obwohl im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) lediglich Lebensmittelüberschüsse in Höhe von 1,5 % (bezogen auf den Umsatz) verzeichnet werden², wollen wir als EDEKA-Verbund die Umsetzung dieses – und weiterer – SDGs mitgestalten und aktiv zur Zielerreichung beitragen.
Die Vereinten Nationen haben insgesamt 17 SDGs definiert. Bei acht dieser Ziele sieht sich EDEKA besonders verpflichtet, da sie durch das Handeln entlang der Wertschöpfungskette berührt werden. So bezieht sich SDG 12 auf das wirtschaftliche Handeln aller Akteur:innen im Lebensmitteleinzelhandel. Die SDGs 2, 6, 7, 8, 13, 14, 15 und 17 werden insbesondere durch einzelne Projekte und Partnerschaften bedient, wie zum Beispiel die Partnerschaft mit dem WWF.
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¹ Food Waste Index Report 2024 der Vereinten Nationen
² EHI Retail Institute
Wer wirft wie viel weg?
Lebensmittelabfälle entstehen an jedem Punkt der Wertschöpfungskette. Die Ursachen sind komplex und sehr vielfältig. Dies zeigt das Umweltbundsamt 2024. Demnach entstehen hierzulande jährlich rund 11 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle. Wesentliche Mengen entstehen bei der Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie (15 Prozent), auf die Primärproduktion in der Landwirtschaft entfällt nur ein kleiner Teil (2 Prozent). Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle (58 Prozent) werden in privaten Haushalten verursacht: Durchschnittlich wirft jede Bundesbürgerin bzw. jeder Bundesbürger laut BMLEH pro Jahr 74,5 kg Lebensmittel weg. Lediglich 7 Prozent der jährlich anfallenden Lebensmittelabfälle entstehen im Handel.
Der Anteil des Handels am Gesamtvolumen der Lebensmittelabfälle in Deutschland liegt bei nur 7 Prozent.
Welche Lebensmittelverluste entfallen auf den Lebensmitteleinzelhandel?
Im Lebensmitteleinzelhandel werden lediglich Lebensmittelüberschüsse in Höhe von 1,5 Prozent (bezogen auf den Umsatz) verzeichnet.
Partner der Politik
Deutschland hat sich mit seiner Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung dem SDG 12.3 untergeordnet: der Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030. Das politische Ziel wird auch von EDEKA unterstützt.
Dafür hat EDEKA bspw. 2023 eine gemeinsame Zielvereinbarung, den sogenannten Pakt gegen Lebensmittelverschwendung, zwischen dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und Unternehmen des deutschen Lebensmittelhandels unterzeichnet. Darin verpflichtet sich EDEKA unter anderem, Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent zu reduzieren, bis 2030 sogar um 50 Prozent. Außerdem sollten verzehrfähige Lebensmittelüberschüsse noch mehr an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Die Formblätter zur Rechenschaftslegung der Berichtsjahre finden sich hier:
Darüber hinaus ist EDEKA ein engagierter Partner der alljährlichen Aktionswoche von Zu gut für die Tonne!, in dessen Rahmen Verbraucher:innen umfänglich hinsichtlich Lebensmittelwertschätzung aufgeklärt werden.
Leuchttürme aus dem EDEKA-Verbund
Die Wertschöpfungskette im EDEKA-Markt
Die Reduzierung von Lebensmittelabfällen erfordert Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als Teil des Lebensmitteleinzelhandels setzt der EDEKA-Verbund an verschiedenen Stellen an, um Lebensmittelverluste zu verringern und verzehrfähige Lebensmittel möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Warenbezug
Optimierte Beschaffung kann zur Verringerung von Überschüssen beitragen
Die besondere Warenpflege durch unser Fachpersonal ist ein zentraler Hebel gegen Verderb. Relevante Fertigkeiten werden durch die exklusive Ausbildung zu Frischespezialisten vermittelt. Der Einsatz modernster Technik gewährleistet eine optimale Temperaturregulierung sowie Feuchtigkeitszufuhr und sichert somit die Haltbarkeit der Ware in den Märkten.
Handling
Warenpflege für längere Haltbarkeit
Die besondere Warenpflege durch unser Fachpersonal ist ein zentraler Hebel gegen Verderb. Relevante Fertigkeiten werden durch die exklusive Ausbildung zu Frischespezialisten vermittelt. Der Einsatz modernster Technik gewährleistet eine optimale Temperaturregulierung sowie Feuchtigkeitszufuhr und sichert somit beste Haltbarkeit der Ware in den Märkten.
Angebot & Beratung
Informationen und individuelle Mengen reduzieren Überkonsum
Unsere Bedientheken ermöglichen den bedarfsgerechten Einkauf, gerade für Singles, Senior:innen und Kleinfamilien. Unsere 2.200 Ernährungsberater:innen in den Märkten helfen zudem bei Fragen zu Menge, Haltbarkeit, Verarbeitung und Lagerung weiter. So kann schon beim Einkauf einer späteren Lebensmittelverschwendung vorgebeugt werden.
Verkauf
Lebensmittel durch Weiterverarbeitung retten
Frische Convenience-Produkte liegen im Trend und können zur Lebensmittelrettung beitragen: Deshalb verarbeiten wir optisch nicht perfekte Lebensmittel konsequent weiter, beispielsweise zu frischen Smoothies oder für unsere vielfältigen Salat- und Früchtebars sowie Suppenstationen, die eine individuelle Portionierung ermöglichen. Unsere Kaufleute geben zudem Ware, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums steht, stark preisreduziert ab oder verschenken Grünzeug in Futterboxen für Haustiere.
Abgabe & Verarbeitung
Verwendung für den guten Zweck
Als Partner der Tafel-Initiativen spenden wir seit vielen Jahren überschüssige Lebensmittel für bundesweit über 2 Millionen Hilfsbedürftige. Durch die Digitalisierung des Tafel-Lieferscheins wird die Weitergabe effizienter gestaltet. Zusätzlich kooperiert EDEKA mit weiteren lokalen Einrichtungen, um überschüssige Lebensmittel weiterzugeben.
Die Verwertung und Abgabe im Handel wird durch gesetzliche Vorgaben in den Bereichen Hygiene, Kennzeichnung und Haftung erschwert.