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Verantwortung

Engagiert für mehr Lebensmittelwertschätzung

„Wir ♥ Lebensmittel“ ist tief in der EDEKA-Unternehmensstruktur verwurzelt. Wir agieren ökologisch und ökonomisch verantwortlich, denn Lebensmittel wegzuwerfen, bedeutet immer auch ein wirtschaftliches Verlustgeschäft für die selbstständigen, genossenschaftlich organisierten EDEKA-Kaufleute.

Lebensmittelabfälle vermeiden - eine globale Herausforderung

Nach Schätzungen der Welthungerhilfe landen jährlich rund 1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 und dem Sustainable Development Goal (SDG) 12.3 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Ende des Jahrzehnts auf Verbraucher:innen- und Einzelhandelsebene zu halbieren. Wenngleich der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels an der gesamten Abfallmenge in Deutschland lediglich bei rund vier Prozent liegt, sehen wir uns als EDEKA-Verbund in der Verantwortung, die Umsetzung dieses Ziels – und weiterer SDGs – aktiv mitzugestalten sowie in unser bestehendes Handeln für mehr Nachhaltigkeit einzubetten.

Die Vereinten Nationen haben 17 SDGs definiert und EDEKA sieht sich insbesondere acht dieser Ziele verpflichtet, da sie durch das Handeln entlang der Wertschöpfungskette berührt werden. So bezieht sich SDG 12 auf das wirtschaftliche Handeln aller Akteur:innen im Lebensmitteleinzelhandel. Die SDGs 3, 6, 8, 13, 14, 15 und 17 werden insbesondere durch einzelne Projekte und Partnerschaften bedient, wie zum Beispiel die Partnerschaft für mehr Nachhaltigkeit mit dem WWF. Damit kann der EDEKA-Verbund seine Kapazitäten zusätzlich stärken und nachhaltigeren Konsum ganzheitlich fördern.

Partner der Politik

Deutschland hat sich mit seiner Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung dem SDG 12.3 verpflichtet: der Halbierung der Lebensmittelabfälle bis 2030. Unter der Federführung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) werden bis 2022 in Dialogforen konkrete Maßnahmen erarbeitet sowie gemeinsam Zielmarken definiert. Mit der Grundsatzvereinbarung Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. sowie der spezifischen Beteiligungserklärung des EDEKA-Verbunds am Dialogforum Groß- und Einzelhandel engagiert sich der EDEKA-Verbund umfänglich im Rahmen der BMEL-Strategie für mehr Lebensmittelwertschätzung. Dabei liegt ein Fokus auf den weiteren Ausbau der Einsparaktivitäten in Märkten und Lagern.

Darüber hinaus ist EDEKA ein engagierter Partner der alljährlichen Aktionswoche von Zu gut für die Tonne!, in dessen Rahmen Verbraucher:innen umfänglich hinsichtlich Lebensmittelwertschätzung aufgeklärt werden.

Wir waren an der Aktionswoche von Zu gut für die Tonne! vom 22. September - 29. September 2020 beteiligt.

Wer wirft wie viel weg?

Lebensmittelabfälle entstehen an jedem Punkt der Wertschöpfungskette. Die Ursachen sind komplex und sehr vielfältig. Dies zeigt der aktuelle Ernährungsreport 2020 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Demnach entstehen hierzulande jährlich rund 12 Mio. Tonnen Lebensmittelabfälle. Wesentliche Mengen entfallen auf die Primärproduktion in der Landwirtschaft (12 Prozent) und die Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie (18 Prozent). Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle (52 Prozent) werden in privaten Haushalten verursacht: Durchschnittlich wirft jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger pro Jahr rund 75 kg Lebensmittel weg. Lediglich 4 Prozent der jährlich anfallenden Lebensmittelabfälle fallen beim Lebensmitteleinzelhandel an.

Vom Acker und Stall in die Tonne

Ein WWF-Bericht beleuchtet erstmals weltweite Lebensmittelverluste in der landwirtschaftslichen Erzeugung. Insgesamt gehen weltweit jährlich 2,5 Milliarden Tonnen verloren, 1,2 Milliarden Tonnen der Verluste fallen bereits in der Landwirtschaft an - vor, während und direkt nach der Ernte. Damit erreichen rund 40 Prozent aller global erzeugten Lebensmittel nie die Teller. Zehn Prozent aller globalen Treibhausgasemissionen gehen somit auf das Konto von Lebensmittelverschwendung.

Der Anteil des Lebensmitteleinzelhandels am Gesamtvolumen der Lebensmittelabfälle in Deutschland liegt bei nur 4 Prozent.

Privathaushalte sind der Hauptverursacher von Lebensmittelabfällen – vor allem bei Obst und Gemüse

Genau hier setzt die innovative Apeel-Technologie an: Mit unserem Partner Apeel Sciences haben wir eine pflanzliche Schutzschicht auf den deutschen Markt gebracht, die Früchte länger frisch hält. Bereits heute bieten wir Avocados und Zitrusfrüchte im Frischesafe an und wollen diesen auf das weitere Eigenmarkensortiment ausweiten.

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Apeel - die Innovation für weniger Abfälle im Haushalt Mehr erfahren

Die Wertschöpfungskette im EDEKA-Markt

Der Lebensmitteleinzelhandel ist Teil der komplexen und wettbewerbsintensiven Wertschöpfungskette Lebensmittel, die für die Verbraucher:innen ein einmaliges Preis-Leistungs-Verhältnis plus Vorteile wie Qualität sowie Angebotsvielfalt gewährleistet. Auch die Beratung der Kund:innen sowie die Abgabe und Weiterverwertung der Lebensmittel stehen hier im Fokus.

Warenbezug

Optimierte Beschaffung vermeidet Überschuss

Unsere lokal verwurzelten Kaufleute haben ein ausgeprägtes Gespür für die tatsächliche Nachfrage und passen ihr Sortiment den regionalen Bedürfnissen an. Dabei helfen nicht nur kurze Bestellvorlaufzeiten und hohe Lieferfrequenzen – auch durch digitale Warenwirtschaftssysteme, moderne Lagerstandorte und effiziente Logistik können Lebensmittelabfälle zusätzlich minimiert werden.

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Handling

Warenpflege optimiert Haltbarkeit

Die besondere Warenpflege durch unser Fachpersonal ist ein zentraler Hebel gegen Verderb. Relevante Fertigkeiten werden durch die exklusive Ausbildung zum Frischespezialisten vermittelt. Der Einsatz modernster Technik gewährleistet eine optimale Temperaturregulierung sowie Feuchtigkeitszufuhr und sichert somit beste Haltbarkeit der Ware in den Märkten.

Angebot & Beratung

Informationen und individuelle Mengen reduzieren Überkonsum

Unsere Bedientheken ermöglichen den bedarfsgerechten Einkauf, gerade für Singles, Senior:innen und Kleinfamilien. Unsere 2.200 Ernährungsberater:innen in den Märkten helfen zudem bei Fragen zu Menge, Haltbarkeit, Verarbeitung und Lagerung weiter. So wird schon beim Einkauf einer späteren Lebensmittelverschwendung effektiv vorgebeugt.

Verkauf

Lebensmittel durch Weiterverarbeitung retten

Frische Convenience-Produkte liegen im Trend und sie retten Lebensmittel: Deshalb verarbeiten wir optisch nicht perfekte Lebensmittel konsequent weiter, beispielsweise zu frischen Smoothies oder für unsere vielfältigen Salat- und Früchtebars sowie Suppenstationen, die eine individuelle Portionierung ermöglichen. Unsere Kaufleute geben zudem Ware, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums steht, stark preisreduziert ab oder verschenken Grünzeug in Futterboxen für Haustiere.

Abgabe & Verarbeitung

Verwendung für den guten Zweck

Als Partner der Tafel-Initiativen spenden wir seit vielen Jahren überschüssige Lebensmittel für bundesweit über 1,5 Millionen Hilfsbedürftige. Darüber hinaus fördern wir neue Wege der Weitergabe, z. B. über Apps, mit denen Verbraucher:innen überschüssige Lebensmittel zu einem reduzierten Preis retten können.

Die Verwertung und Abgabe im Handel wird durch gesetzliche Vorgaben in den Bereichen Hygiene, Kennzeichnung und Haftung erschwert.