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Verantwortung
Projekt Zitrus

Projekt Zitrus

EDEKA und der WWF setzen auch bei Orangen und Mandarinen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit.

Gemeinsam für bessere Zitrusfrüchte

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes ist es das Ziel, den konventionellen Anbau der Zitrusfrüchte schrittweise nachhaltiger zu gestalten. Denn große landwirtschaftlich genutzte Flächen, Monokulturen und Pflanzenschutzmittel belasten die Ökosysteme und die lokalen Wasserressourcen. Gestartet wurde das Projekt mit Unterstützung von EDEKA und WWF 2015 auf der Finca Iberesparragal in Andalusien. Denn die Region ist nicht nur ein Zentrum des Zitrusfrüchteanbaus, sondern besitzt artenreiche Ökosysteme, ist wichtiges Durchzugsgebiet für Zugvögel und eines der letzten Rückzugsgebiete von bedrohten europäischen Tierarten wie dem Iberischen Luchs oder dem Spanischen Kaiseradler. Neben der Pilot-Finca nehmen mittlerweile weitere andalusische Fincas an dem Projekt von EDEKA und WWF teil.

Konkrete Maßnahmen für bessere Orangen

Bei diesem Projekt stehen drei Themenfelder im Fokus: Verbesserung der Wassernutzung, Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt sowie Optimierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln.

Verantwortungsvollerer Umgang mit Wasser

  • Auf den Fincas wird der Wasserverbrauch im Zitrusfrüchteanbau reduziert, zum Beispiel messen Bodensonden die Feuchtigkeit, die Tröpfchenbewässerung wird darauf abgestimmt.
  • Die erzielte Wassereinsparung wird nicht für einen vermehrten Anbau genutzt, sondern steht dem Ökosystem der Region zur Verfügung.
  • Der Wasserverbrauch wird nicht nur lokal auf der jeweiligen Finca, sondern auch regional für das gesamte Flusseinzugsgebiet betrachtet. Der Water-Stewardship-Ansatz soll umgesetzt und andere Farmen aus der Region sollen für das Konzept und einen gemeinsamen Aktionsplan (Water-Stewardship-Ansatz) begeistert werden.
  • Die Pilot-Finca Iberesparragal wird sich als erster landwirtschaftlicher Betrieb in Europa nach dem AWS-Standard (Alliance for Water Stewardship) zertifizieren lassen.

Verantwortung mit Wasser

Mehr biologische Vielfalt

  • Die Flora und Fauna auf den Fincas wird analysiert. Dabei wird auch die unmittelbare Umgebung der Fincas berücksichtigt.
  • Die biologische Vielfalt auf den Fincas wird erhalten und gefördert. Beispielsweise darf der natürliche Bewuchs zwischen den Zitrusbäumen, der früher teils durch den Einsatz von Herbiziden entfernt wurde, jetzt stehen bleiben.
  • Es werden begrünte Randstreifen/Blühstreifen neu angelegt oder miteinander verbunden und mit ausgewählten Pflanzenarten angereichert. So fühlen sich Nützlinge wohl, und auch andere Tiere können sich ungehindert bewegen.
  • Außerdem werden Nistplätze eingerichtet und Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt.

Optimierter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Ackerfläche

  • Auf besonders gefährliche bzw. die Artenvielfalt beeinträchtigende Pflanzenschutzmittel soll verzichtet werden.
  • Die Notwendigkeit, Pflanzenschutzmittel einzusetzen, wird reduziert durch verbesserte landwirtschaftliche Praktiken wie z.B. die Förderung von Nützlingen und die Verbesserung der Bodengesundheit.
  • Das Bodenmanagement wird verbessert, z.B. werden Reste des Baumschnitts in den Boden eingearbeitet und Tests mit Bio-Düngern gemacht. Bereiche zwischen den Zitrusbäumen werden begrünt und dadurch bereichert und geschützt.
  • Statt Insektizide einzusetzen, werden vorwiegend sanfte Methoden angewandt und die biologische Vielfalt sowie der Lebensraum für Nützlinge gefördert. Durch die sanfteren Methoden sind gelegentlich kleine Schönheitsflecken auf der Schale nicht ganz auszuschließen: Dies sind nur rein optische Merkmale, die keinen Einfluss auf Qualität und Genuss haben.

Einige Erfolge auf der Pilot-Finca Iberesparragal

  • Die Chemiebelastung durch Pflanzenschutzmittel pro Hektar wurde seit 2015 um 89 Prozent reduziert.
  • Die Chemiebelastung von Insektiziden ist seit 2015 um rund 93 Prozent reduziert worden.
  • Die Zahl der Marienkäferarten hat sich von sieben auf 15 erhöht.
  • Begrünte Randstreifen und neu angelegte Nistplätze bieten auch anderen Tierarten Nahrung und Lebensraum.
  • Die Wassereinsparung lag im Herbst 2017 etwas über dem geplanten Einsparungsziel von acht Prozent im Vergleich zur gesetzlich erlaubten Menge.
  • Die Finca Iberesparragal hat sich als erster landwirtschaftlicher Produzent Europas dazu verpflichtet, den Standard der Alliance for Water Stewardship (AWS) umzusetzen. Mit diesem Schritt über die Finca-Grenzen hinaus leistet das Projekt nun auch einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wassernutzung im gesamten Flussgebiet.

Zitronenanbau

Kontrollen vor Ort

EDEKA verantwortet die Umsetzung des Projektes. WWF sowie unabhängige Stellen überprüfen regelmäßig die Projektfortschritte.

Nachhaltigere Zitrusfrüchte mit dem WWF-Panda

Die Orangen und Mandarinen tragen den WWF-Panda mit dem Hinweis auf das gemeinsame Projekt von EDEKA und WWF. Der WWF-Panda zeigt: Es handelt sich um Zitrusfrüchte aus konventionellem, aber ökologisch nachhaltigerem Anbau. Verbesserungen werden schrittweise im Rahmen des Projektes umgesetzt.

EDEKA Orangen