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Verantwortung
Projekt Banane

Projekt Banane

Seit 2014 setzen EDEKA und der WWF mit einem Projekt im Bananenanbau ein weiteres Zeichen für mehr Nachhaltigkeit – und dies bewusst im konventionellen Anbau. Die Produktionsbedingungen für die unter der Eigenmarke EDEKA vermarkteten Bananen werden seitdem Schritt für Schritt umwelt- und sozialverträglicher gestaltet.

Es ist Zeit für eine bessere Banane

Im Fokus des Projektes stehen der Schutz und die Förderung der Biodiversität, der verantwortungsvollere und möglichst reduzierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie der Schutz des Bodens. Hinzu kommen die Überwachung und Verminderung des Wasserverbrauchs und die verbesserte Behandlung von Abfällen. Die Senkung von Treibhausgasemissionen und die Anpassung der Farmen an den Klimawandel sind ein weiteres Thema. Schutz und Stärkung der Rechte der Mitarbeiter sowie Optimierung von Sicherheits- und Gesundheitsschutz stehen ebenfalls auf dem Programm.

  • Das auf mehrere Jahre angelegte Projekt wird aktuell auf rund 24 Farmen in Kolumbien und Ecuador durchgeführt.
  • Rund 80 Anforderungen und 150 daraus abgeleitete Maßnahmen gibt es in den Themenfeldern: Ökosysteme / Biodiversität, Wassermanagement, Bodenmanagement, Integrierter Pflanzenschutz, Klimaschutz, Abfallmanagement und Soziales.
  • Lokale WWF-Mitarbeiter sowie unabhängige Prüfer kontrollieren regelmäßig die Fortschritte.

Projektfortschritte

Die Umsetzung der Verbesserungen wird durch intensive Beratung der Farmen begleitet und regelmäßig durch unabhängige Auditoren überprüft. Die Entwicklung im Projekt wird jährlich im Fortschrittsbericht zur Partnerschaft von EDEKA und WWF veröffentlicht.

EDEKA Bananen

FAQ zum Projekt Banane

Am Projekt nehmen aktuell 24 Vertragsfarmen in Kolumbien und Ecuador teil, die die Bananen für die Eigenmarke „EDEKA“ liefern. Die Farmen mussten bereits zum Start des Projektes Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Farmen durften in den zehn Jahren vor Projektbeginn, also seit 2004, keine Naturflächen in Anbaufläche umgewandelt haben (kein „Landnutzungswandel“).
  • Es durften außerdem auf der Anbaufläche keine Pflanzenschutzmittel der Gefährdungsklasse WHO 1 a+b mehr zum Einsatz kommen.

Es gibt sechs Schwerpunktthemen:

  • Ökosysteme / Biodiversität: Z.B. werden zum Schutz von Ökosystemen Pufferzonen von zehn bzw. 15 Metern zwischen Anbaufläche und Ökosystem eingerichtet.
  • Wassermanagement: Z.B. muss jede Farm ihre Nutzungsrechte belegen (Konzession) und sicherstellen, dass sie nicht mehr Wasser nutzt, als ihr rechtlich zusteht.
  • Integrierter Pflanzenbau und Bodenmanagement: Z.B. müssen Flugzeuge, mit denen Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, einen Mindestabstand zu Ökosystemen, zum Beispiel den Pufferzonen und Gewässern, halten.
  • Klimaschutz: Z.B. werden Transporte effizienter gestaltet oder Düngemittel genauer dosiert, um Überdüngung zu vermeiden. Der Pestizideinsatz auf den Plantagen konnte im Rahmen des Projektes in nur zwei Jahren um durchschnittlich 30 Prozent verringert werden. Das trägt wesentlich zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Arbeiterinnen und Arbeiter bei.
  • Abfallmanagement: Z.B. werden Materialien soweit möglich wiederverwendet, etwa die Polsterung, die zwischen die Bananenhände geschoben wird, damit sie sich nicht gegenseitig beschädigen.
  • Soziales: Z.B. wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins gesetzliche Sozialversicherungssystem aufgenommen, um sie im Falle von Krankheiten, Arbeitsunfällen/-unfähigkeit oder Arbeitslosigkeit abzusichern; z.B. wurden Duschen und Waschmaschinen zur Verfügung gestellt, damit Mitarbeiter, die mit Pflanzenschutzmitteln arbeiten, sich und ihre Kleidung ausreichend von Rückständen reinigen können.

Der WWF-Panda ist kein Siegel. Auf den EDEKA-Bananen zeigt der WWF-Panda an: Diese konventionell angebauten Bananen werden im Rahmen eines Projektes Schritt für Schritt umwelt- und sozialverträglicher erzeugt. Die Themen des Projektes sind Ökosysteme / Biodiversität, Wassermanagement, Integrierter Pflanzenbau und Bodenmanagement, Klimaschutz und Abfallmanagement. Der Zusatz „EDEKA & WWF: Gemeinsames Projekt für eine bessere Banane“ macht deutlich, dass sich der Anbau der Banane im Verbesserungsprozess befindet. Über den Zahlencode auf dem Aufkleber kann man jede Banane bis zu ihrem Anbauort zurückverfolgen.

Bio-Bananen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind aus ökologischer Sicht die erste Wahl für den Einkaufskorb. Aber der Anteil konventionell produzierter Ware ist weiter hoch und liegt in Deutschland bei fast 90 Prozent. Nur darauf hinzuarbeiten, dass immer mehr Verbraucher auf Bio umsteigen, löst die bestehenden Probleme im konventionellen Bananenanbau nicht. Vielmehr müssen auch die Bedingungen im konventionellen Anbau zügig sozial- und umweltverträglicher gestaltet werden.