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Verantwortung

EDEKA-Zentrale reduziert Emissionen

Klimaveränderungen, Wasserknappheit, Artensterben sind Entwicklungen, die in allen Regionen der Welt inzwischen mehr oder minder spürbar sind. Ein ungebremster Klimawandel wird sich - etwa durch Dürren oder Extremregenfälle und andere Wetterkapriolen - auch auf den Lebensmittelsektor auswirken und Beschaffungsrisiken verschärfen. Bereits seit über zehn Jahren engagieren sich EDEKA und der WWF für mehr Klimaschutz, worauf viele gemeinsame Aktivitäten einzahlen. Die Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes ist ein Baustein der strategischen Partnerschaft von EDEKA mit dem WWF. Mit der Erstellung von Klimabilanzen auf Basis vergleichbarer Daten kann die EDEKA-Zentrale „Hotspots“, also die Haupttreiber schädlicher Treibhausgas-Emissionen, leichter erkennen und so besser gegensteuern.

Klimabilanzen

Die EDEKA-Zentrale verfolgt hier ambitionierte, wissenschaftsbasierte Ziele: So lag das ursprüngliche Reduktionsziel der Scope 1 und 2 Emissionen, das EDEKA mit seinem strategischen Partner für Nachhaltigkeit WWF definiert hat, bei 33,6 Prozent bis zum Jahr 2025. Die aktuellen Ergebnisse der Bilanz für 2020 zeigen, dass mittler­weile bereits 37 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2017) an Emissionen eingespart werden konnten. Die formulierten Klimaziele sind wissenschaftsbasiert und wurden mithilfe des Berechnungstools der Science Based Targets Initiative (SBTI) und dem WWF definiert. Sie folgen dem ambitionierten Niveau einer durchschnittlichen Begrenzung der Erderwärmung von 1,5 Grad. Betrachtet werden direkte Emissionen, beispielsweise durch den Fuhrpark, sowie indirekte Emissionen, etwa durch die Art der eingekauften Energie.

1) Beide Klimabilanzen wurden nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard für die EDEKA-Zentrale erstellt und gemäß der Anforderungen der ISO 14064-3:2018 von einem externen Wirtschaftsprüfer verifiziert (mit limited level of assurance und einem 10 Prozent Wesentlichkeitsansatz). Im Zuge eines anorganischen Wachstums wurde das Basisjahr 2017 gemäß der Anforderungen des Greenhouse Gas Protocol Corporate Standards rekalkuliert. Die Systemgrenze bezieht sich auf alle EDEKA-Zentrale Liegenschaften, über die operative Kontrolle besteht (Hauptverwaltungsgebäude der EDEKA-Zentrale, Verwaltungs-, Lager- und Produktionsstandorte: Fruchtkontore, Reifereien, Blumenkontor, Sonnländer Gruppe, Bringmeister Gruppe, LINOVAG, Weinkellerei Bingen, EDEKA Nonfood-Logistikzentrum). 2) Die Treibhausgas-Emissionen aus Kältemittelverlusten werden aus den jahresspezifischen Daten der tatsächlich nachgefüllten Menge des jeweiligen Kältemittels berechnet. Hierbei können pro Jahr Schwankungen auftreten, da die Nachfüllungen der Kältemittel vom Fassungsvolumen und dem Mengenverlust der Kälte-Anlagen abhängig sind und zeitlich variieren können. 3) Marktbasiert berechnete Stromemissionen beziehen sich auf die Emissionsfaktoren des spezifischen Stromlieferanten oder eines individuellen Stromprodukts. Ortsbasiert berechnete Stromemissionen beziehen sich auf die durchschnittlichen Emissionsfaktoren eines Gebiets bzw. Landes.
Solaranlagen

Über die Klimabilanzen wurden als „Hotspots“ Emissionen aus dem Energieverbrauch identifiziert: Zu Buche schlagen bei den direkten Emissionen vor allem Wärmeanlagen (32 Prozent) und Kälteanlagen (10 Prozent), im Bereich der indirekten Emissionen die Stromnutzung (43 Prozent). Letztere wurden deutlich um 64,6 Prozent durch den Bezug von klimafreundlichem Strom aus erneuerbaren Energiequellen gesenkt. Der EDEKA-Verbund bezieht heute Strom mit 33 Prozent höheren Anteilen erneuer­barer Energien als der Durchschnittsstrommix in Deutschland. Noch stärker sind die Emissionen der Kältemittel gesunken. Diese machen heute nur noch 2,3 Prozent der Scope 1 und 2 Emissionen aus und sind im Betrachtungszeitraum um über 85 Prozent zurückgegangen.

Kontinuierliche Verbesserung

Auch weitere Maßnahmen zahlen bereits auf die Klimaziele ein, etwa eine effiziente Logistik, moderne Fuhrparks, klimaschonendere Kältemittel in Kühlanlagen oder ein effizientes Gebäudemanagement. Etwa 40 Prozent der EDEKA-Zentrale-Liegenschaften verfügen über ein ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem, über 80 Prozent nutzen LED-Beleuchtung. Auch wird im EDEKA-Verbund, zu dem tausende von selbstständigen Kaufleuten und mittelständischen Familienbetrieben zählen, kontinuierlich in innovative Marktkonzepte sowie in ressourcensparende und energieeffiziente Technologien investiert.

Ein bedeutender Bestandteil der EDEKA-Klimastrategie ist die kontinuierliche Verbesserung der Klima-Performance: Nach der Identifizierung der größten „Hotspots“, also den Treibern von THG-Emissionen, werden die Klimaschutzmaßnahmen nach ihrem Impact priorisiert, geplant und umgesetzt. Mit der kontinuierlichen Berechnung der THG-Emissionen über mehrere Jahre und der Erhebung der geplanten/umgesetzten Klimaschutz-Maßnahmen bei den EDEKA-Zentrale-Liegenschaften wird die Klimastrategie und Maßnahmenplanung weiterentwickelt und verstetigt.

Zur Methodik

Beide Klimabilanzen – Bezugszeitraum jeweils vom 1. Januar bis 31. Dezember – wurden nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol Corporate Standard für die EDEKA-Zentrale erstellt und gemäß den Anforderungen der ISO 14064-3:2018 von einem externen Wirtschaftsprüfer verifiziert. Die Emissionsdaten wurden mittels eines softwaregestützten Klimabilanzierungstools erhoben. Die Reduktionsziele hat EDEKA gemeinsam mit dem WWF definiert. Sie folgen dem ambitionierten Niveau einer durchschnittlichen Begrenzung der Erderwärmung von 1,5° Grad.