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Verantwortung
Natur Pur

Biodiversität

Die Artenvielfalt ist Teil der biologischen Vielfalt und beschreibt den Reichtum an Arten in einem Ökosystem. Der weltweit zu beobachtende Rückgang der biologischen Vielfalt ist alarmierend und führt durch den Verlust an Lebensräumen, Arten und Genen zu einer Verarmung der Natur. Dies bedroht die Lebensgrundlage der Menschheit und gehört deshalb zu den größten Herausforderungen unserer Zeit – auch für den EDEKA-Verbund.

Nachhaltigere Zitrusfrüchte mit dem WWF-Panda

EDEKA und der WWF wollen auch bei Orangen und Mandarinen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes ist es das Ziel, den konventionellen Anbau der Zitrusfrüchte schrittweise nachhaltiger zu gestalten.

Gemeinsame Arbeit zur weltweiten Verbesserung des Bananenanbaus

Seit 2014 setzen EDEKA und der WWF mit einem Projekt im Bananenanbau ein weiteres Zeichen für mehr Nachhaltigkeit – und dies bewusst im konventionellen Anbau. Die Produktionsbedingungen für die unter der Eigenmarke EDEKA vermarkteten Bananen werden seitdem Schritt für Schritt umwelt- und sozialverträglicher gestaltet.

EDEKA Bananen
Nachhaltige Fischerei

Biodiversität im Wasser: Lebensraum hohe See erhalten

Für mehr Artenvielfalt auf hoher See

Der durchschnittliche weltweite Pro-Kopf-Fischkonsum hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt. Gefischt wird vor allem dort, wo möglichst viele Fische leben. Insbesondere hier fehlt es an verbindlichen Regeln, um Überfischung und Beifang zu vermeiden. Zudem finden kaum Kontrollen statt. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Zwischen 1970 und 2010 halbierte sich die Anzahl der Speisefische in den Meeren. Weltweit gelten 33 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt und 60 Prozent als maximal genutzt. EDEKA und der WWF engagieren sich seit Jahren für nachhaltigen Fischfang und gegen das Artensterben in den Ozeanen.

Mangrovenwälder als Kinderstube mariner Arten

Mangroven spielen beim Kampf gegen das Artensterben eine herausragende Rolle. Sie sind nicht nur Lebensraum für zahlreiche Fische, sondern auch für eine Vielzahl von Säugetieren, Reptilien und Vögeln. Doch in den letzten 70 Jahren wurde etwa die Hälfte der globalen Mangrovenbestände zerstört. Aquakulturen, die in Südostasien Garnelen für den Export produzieren, sind einer der größten Treiber für den Verlust von Mangroven. EDEKA führt aus diesem Grund nur noch zertifizierte Shrimps im Eigenmarkensortiment. So soll unter anderem verhindert werden, dass Mangroven neuen Shrimp-Farmen weichen müssen.

Biodiversität an Land: (Regen-)Wälder und ihre Bewohner:innen schützen

Wälder voller Arten in weltweiter Gefahr

80 Prozent aller an Land lebenden Pflanzen und Tiere sind in Wäldern zu Hause. Besonders tropische Regenwälder sind ein Hotspot der Biodiversität. Obwohl sie nur 7 Prozent der nutzbaren Erdlandfläche bedecken, leben dort 50 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Schon seit Jahrzehnten wird in großem Maß Regenwald für die Holzwirtschaft gefällt. Zugleich schaffen Brandrodungen Flächen, etwa für Viehhaltung oder den Anbau von Futtermitteln wie Soja. Zwischen 1990 und 2015 wurde eine erschreckend große Fläche Naturwald vernichtet. Ihre Größe betrug rund das Siebenfache von der Fläche Deutschlands. Weltweit hat sich der Waldverlust in den vergangenen Jahren durch Aufforstung, neue Forstplantagen und politische sowie gesetzgeberische Interventionen zwar verlangsamt, doch die Entwaldungsrate sowohl in tropischen als auch subtropischen Ländern mit kommerzieller Landwirtschaft ist nach wie vor hoch.

Palmölproduktion verdrängt Lebensräume

Auch in Anbauregionen von Ölpalmen (Bsp. Malaysia und Indonesien) tragen die riesigen Monokulturen entscheidend zum Artensterben bei. Die Nachfrage nach Palmöl ist in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegen, erklären lässt sich das mit dem Ertrag der Ölpalmen, da sie durch den Anbau auf vergleichsweise geringer Fläche einen Großteil des weltweiten Bedarfs an Pflanzenölen decken. Ein zentraler Bestandteil ist das Verbot der Umwandlung von tropischen Regenwäldern in Palmölplantagen. Darüber hinaus unterstützt EDEKA gemeinsam mit Mitglieder:innen des Forums Nachhaltiges Palmöl kleinbäuerliche Strukturen durch die Förderung eines Kleinbauernprojektes in Malaysia. Zusammen mit den Kleinbauern wird der Anbau mit weniger und ganz ohne Chemie erprobt. Es wird zum Beispiel organischer statt synthetischer Dünger eingesetzt und mit natürlicher Schädlingsbekämpfung gearbeitet.

Zusammenspiel von Mensch und Natur

Eine verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung kann die Vernichtung des Lebensraumes Wald verhindern. Zertifizierungssysteme, die Wälder mit hoher Biodiversität schützen sowie eine nachhaltige Waldnutzung fördern, bringen Ökologie und Ökonomie in Einklang. Sie ermöglichen Verbraucher:innen, sich für Produkte sowohl aus einer umwelt- als auch sozialverträglicheren Land- und Waldbewirtschaftung zu entscheiden sowie Wälder mit ihrer hohen Biodiversität zu schützen. Um einem weiteren Verlust an Biodiversität und Waldflächen entgegenzuwirken, verwendet EDEKA für seine Eigenmarken, sofern sie Palmöl enthalten, ausschließlich zertifiziertes Palmöl (RSPO). Das Zertifizierungsniveau wird beständig weiterentwickelt, auch in Zusammenarbeit mit anderen Marktteilnehmer:innen. Folgerichtig hat EDEKA in Zusammenarbeit mit dem WWF unter anderem alle Eigenmarken aus Holz, Papier, Tissue und auch fast alle Eigenmarkenverpackungen aus Pappe sowie Papier auf nachhaltig produzierte sowie zertifizierte Alternativen umgestellt.