Maßnahmen für mehr Tiergesundheit und Tierwohl
Wir entwickeln unser Sortiment kontinuierlich und konsequent im Interesse unserer Kund:innen weiter. So haben wir zahlreiche Einzelmaßnahmen für mehr Tierwohl und Tiergesundheit in verschiedenen Warengruppen bereits umgesetzt.
Schon heute hat beschäftigt sich EDEKA aktiv mit sämtlichen vielen unterschiedlichen Thematiken rund um Tierschutz und Tiergesundheit. Hier einige Beispiele unserer Verpflichtungen und Maßnahmen:
Geflügel:
- EDEKA handelt keine Schaleneier aus Käfighaltung.
- EDEKA vermarktet bei Eigenmarken keine Eier von Legehennen mit gekürztem Schnabel.
- EDEKA vermarktet keine Wachteleier aus Käfighaltung.
- EDEKA vermarktet keine Wachteln, die in Käfighaltung gemästet wurden.
- EDEKA verzichtet auf Produkte aus Stopfmast.
- EDEKA verzichtet auf Produkte aus Lebendrupf.
- EDEKA setzt sich für den Kükenschutz ein und unterstützt Lösungen zur Geschlechtsfrüherkennung.
Aquakultur:
- Alle konventionellen Aquakultur-Artikel der nationalen Eigenmarken sind entweder nach den anerkannten Standards von GLOBALG.A.P oder ASC zertifiziert.
- Unter der nationalen Eigenmarke handelt EDEKA keinen Oktopus und andere Kopffüßer aus Aquakulturen.
Besondere Tierarten / Genetiken:
- EDEKA handelt keine Eigenmarkenartikel, die Produkte des Angorakaninchens und der Angoraziege enthalten.
- EDEKA handelt keine Produkte von exotischen oder geschützten Tieren.
- EDEKA unterstützt den Fortbestand seltener Nutztierrassen wie z.B. das Rote Höhenrind, Glanrind oder Limpurger Rind (EDEKA Südwest).
Weiteres:
- EDEKA fordert die Eigenmarkenlieferanten auf, auf den Einsatz von Affen bei der Ernte von Kokosnüssen für kokosnusshaltige Produkte zu verzichten.
- EDEKA handelt keine Produkte von Kaninchen aus konventioneller Käfighaltung.
- EDEKA handelt kein Fleisch von Tieren, die nach der Ausnahmeregelung des Tierschutzgesetzes (§ 4a Abs. 2 TierSchG) getötet wurden. Eine solche betäubungslose Schlachtung von Tieren (Schächten) wird abgelehnt.
- EDEKA handelt im Bereich Textil-Eigenmarke keine Woll-Produkte, die aus einer Mulesing-Behandlung bei Schafen stammen.
- EDEKA handelt keine Eigenmarkenartikel, die Echtpelz oder Nerzöl enthalten.
Standards & Zertifizierungen
Wir nutzen verschiedene Zertifizierungsstandards und arbeiten mit Partner:innen zusammen, um die hohe Qualität unseres Sortiments zu sichern – auch im Hinblick auf das Tierwohl. Hier einige Beispiele:
- Qualität und Sicherheit GmbH: Tierwohl und Tiergesundheit sind wesentliche Bestandteile unseres Qualitätsmanagements. Unsere regionalen Fleischwerke und die Fleischtheken des EDEKA-Einzelhandels sind in das stufenübergreifende Prüfsystem QS/ITW eingebunden.
- KAT e.V. (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen): KAT dient zum einen der Rückverfolgung und Herkunftssicherung von Eiern aus Boden- und Freilandhaltung und aus ökologischer Erzeugung. Zum anderen steht KAT für die Durchsetzung einheitlicher Standards für alle KAT-Mitgliedsbetriebe in ganz Europa. Unsere Schaleneier der nationalen Eigenmarken sind entweder KAT- oder Bio-zertifiziert.
- ASC/ Global Gap/ MSC: EDEKA setzt bei Fisch und Meeresfrüchten bevorzugt auf Siegel wie MSC für Wildfisch und ASC bzw. Global Gap für Zuchtfisch. Zielsetzung ist es, das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment zu 100 Prozent aus zertfizierten Quellen zu beziehen.
Weitere Zielsetzungen
Mehr Tierwohl in der Garnelenzucht
Der EDEKA-Verbund unterstützt die Weiterentwicklung von Tierwohlstandards in der Aquakultur und arbeitet zusammen mit anerkannten Zertifizierungssystemen wie ASC, GLOBALG.A.P. daran mehr Tierwohl in Aquakulturen sukzessive weiterzuentwickeln. Aus unserer Sicht können nachhaltige Verbesserungen insbesondere dann wirksam umgesetzt werden, wenn sie international anerkannt, wissenschaftlich fundiert und unabhängig überprüfbar sind.
Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die in den relevanten Standards festgelegten Maßnahmen zum Ausstieg aus der Augenstielablation bei Zuchtgarnelen. Während diese Praxis im ökologischen Bereich bereits untersagt ist, sieht GLOBALG.A.P. seit April 2026 für zertifizierte Lieferketten den Einsatz von Larven aus ablationsfreier Zucht vor. Der ASC hat den vollständigen Ausstieg für Weißfußgarnelen bis spätestens 2029 und für Schwarze-Tiger-Garnelen bis spätestens 2031 festgelegt. Als EDEKA setzen wir bei unseren Eigenmarkenprodukten aus Aquakulturen auf ASC- und/oder GLOBALG.A.P.-zertifizierte Ware. Damit ist der Ausstieg der Augenstielablation bei EDEKA bereits in Umsetzung.
Auch mit der Weiterentwicklung von Betäubungs- und Schlachtverfahren beschäftigen wir uns intensiv. Derzeit untersuchen Wissenschaft und Standardgeber verschiedene Methoden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Tierwohl sowie ihrer Umsetzbarkeit in der Praxis. Ergebnisse laufender Forschungsprojekte erwarten wir ab 2027 beziehungsweise 2028. Diese Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung bestehender Standards.
Der EDEKA-Verbund unterstützt die Weiterentwicklung von Tierwohlstandards in der Garnelenzucht aktiv. Unser Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte, praktikable und transparent überprüfbare Lösungen zu fördern, die langfristig zu weiteren Verbesserungen entlang der gesamten Lieferkette beitragen.
Weitere Informationen zu den gemeinsamen Aktivitäten und Positionen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels finden sich im entsprechenden Positionspapier des Bundesverbands des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels (BVLH), das hier zum Download bereitsteht.
Vielfältige Lösungen
Durch eine Vielzahl von Lösungen auf nationaler und regionaler Ebene trägt der EDEKA-Verbund erheblich dazu bei, höhere Standards für Tierwohl und Tiergesundheit in der Nutztierhaltung zu etablieren. Neben der Initiative Tierwohl forcieren wir den weiteren Ausbau unserer Markenfleischprogramme mit der dazugehörigen Vertragslandwirtschaft. Somit bieten wir Landwirten eine langfristige Planungssicherheit, Tierwohl nachhaltig zu verbessern.
Hier eine exemplarische Auflistung unserer Aktivitäten: