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Südbayern
Tiergesundheit

Tiergesundheit und Tierwohl

Der EDEKA-Verbund handelt verantwortungsvoll mit Blick auf Kunden und Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt – so lautet das gemeinsame Zielverständnis für Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch unser Engagement für die Themen Tierwohl und Tiergesundheit.

Kontinuierliches Engagement

Unsere übergreifende Zielsetzung lautet: „EDEKA baut den Anteil der tierischen Produkte kontinuierlich aus, bei denen Zucht, Haltung, Transport und Schlachtung der Nutztiere den wachsenden Anforderungen unserer Kunden gerecht werden.“

EDEKA versteht das Engagement für Tierwohl und Tiergesundheit als einen kontinuierlichen Prozess und arbeitet mit allen Parteien der Prozesskette direkt oder indirekt zusammen – vom Landwirt über Transporteur und Schlachter bis zum Einzelhändler. In jeder Region verfügt EDEKA über Tierschutzbeauftragte, die zu dem Thema beraten, koordinieren und nachhaltige Konzepte vorantreiben.

Ferkelkastration: Praxisnahe Alternativen entwickeln

Tierwohl

Aktuell stehen in Deutschland verschiedene zugelassene und vorgeschlagene Alternativen in der fachlichen Diskussion. Es gibt allerdings unseres Erachtens zurzeit noch keine Lösung, die ohne die Inkaufnahme von Nachteilen bzw. Risiken umgesetzt werden kann. Dies gilt ebenfalls für weitere nur im Ausland zugelassene Methoden. Das benachbarte Ausland hat den jeweiligen nationalen Rechtsrahmen für die Ferkelerzeuger so angepasst, dass eine Kastration dort weiterhin unter ökonomischen und legislativen Rahmenbedingungen möglich ist. Dies birgt die Gefahr, dass die Ferkelimporte ab 2019 signifikant ansteigen, zu Lasten der heimischen Ferkelproduzenten.

Vor diesem Hintergrund unterstützen wir weiterhin viele noch laufende Forschungsvorhaben zu dieser Thematik. Es bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft andere – bessere – Betäubungsverfahren zur Verfügung stehen, die für die Ferkelerzeuger eine praxisnahe Alternative darstellen. EDEKA akzeptiert grundsätzlich alle rechtlich zulässigen Verfahren im Zusammenhang mit dem Thema Ferkelkastration in der Landwirtschaft. Es wird keine Variante aufgrund unserer Einkaufsbedingungen ausgeschlossen. Aus unserer Sicht ist es aber wichtig, die Kriterien der Transparenz, Praxistauglichkeit sowie Verbraucherakzeptanz zu berücksichtigen, um die Qualität und Sicherheit der Lebensmittel auch zukünftig sicherzustellen.

Einzelmaßnahmen

Wir entwickeln unser Sortiment kontinuierlich und konsequent im Interesse unserer Kunden weiter. So haben wir bereits zahlreiche Einzelmaßnahmen für mehr Tierwohl und Tiergesundheit in verschiedenen Warengruppen umgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • EDEKA handelt keine Eier aus Käfighaltung.
  • EDEKA vermarktet keine Wachteleier aus Käfighaltung.
  • EDEKA verzichtet auf Produkte aus Stopfmast.
  • EDEKA verzichtet auf Produkte aus Lebendrupf.
  • EDEKA vermarktet keine Wachteln, die in Käfighaltung gemästet wurden.
  • EDEKA handelt keine Produkte von Kaninchen aus konventioneller Käfighaltung.
  • EDEKA handelt kein Fleisch von Tieren, die nach der Ausnahmeregelung des Tierschutzgesetzes (§ 4a Abs. 2 TierSchG) getötet wurden. Eine solche betäubungslose Schlachtung von Tieren (Schächten) wird abgelehnt.
  • EDEKA unterstützt den Fortbestand seltener Nutztierrassen, wie z.B. das Rote Höhenrind, Glanrind oder Limpurger Rind (EDEKA Südwest) oder das Angler Sattelschwein (EDEKA Nord).
  • EDEKA setzt sich auch im Rahmen der WWF-Kooperation für den Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenarten ein, z.B. bei „Landwirtschaft für Artenvielfalt“, einem gemeinsamen Projekt von WWF, dem ökologischen Anbauverband Biopark und EDEKA Nord.

Tiergesundheit

Basis-Standards

Wir nutzen verschiedene Zertifizierungsstandards und arbeiten mit Partnern zusammen, um die hohe Qualität unseres Sortiments zu sichern – auch im Hinblick auf das Tierwohl. Hier einige Beispiele:

  • Qualität und Sicherheit GmbH: Tierwohl und Tiergesundheit sind wesentliche Bestandteile unseres Qualitätsmanagements. Unsere regionalen Fleischwerke und die Fleischtheken des EDEKA-Einzelhandels sind in das stufenübergreifende Prüfsystem QS eingebunden.
  • Initiative Tierwohl: Der EDEKA-Verbund ist Gründungsmitglied und größter Beitragszahler der Branchen-Initiative Tierwohl, die im Januar 2015 unter Koordination von QS erfolgreich gestartet ist.
  • KAT e.V. (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen): KAT dient zum einen der Rückverfolgung und Herkunftssicherung von Eiern aus Boden- und Freilandhaltung und aus ökologischer Erzeugung. Zum anderen steht KAT für die Durchsetzung einheitlicher Standards für alle KAT-Mitgliedsbetriebe in ganz Europa.
  • Rückverfolgbarkeitslösungen: EDEKA setzt sich für mehr Transparenz zur Herkunft von tierischen Rohstoffen ein. Fleisch- und Fischlieferanten stellen zu jeder Anlieferung die genauen Herkunftsinformationen bereit. Hierüber werden Daten zu Mast/Fanggebiet, Namen der Schlacht- und Veredelungsbetriebe und weitere relevante Informationen zu den Produkten nachvollziehbar.
  • Partnerschaft mit dem WWF: EDEKA setzt bei Fisch und Meeresfrüchten bevorzugt auf vom WWF anerkannte Nachhaltigkeitssiegel wie MSC für Wildfisch und anerkannte Bio-Siegel sowie ASC für Zuchtfisch. Zielsetzung ist es, das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment zu 100 Prozent aus nachhaltigen Quellen zu beziehen.

Vielfältige Lösungen

Durch vielfältige nationale und regionale Lösungen und Programme trägt der EDEKA-Verbund dazu bei, höhere Standards für Tierwohl und Tiergesundheit in der Prozesskette zu etablieren.

Markenfleischprogramme

Die regionalen EDEKA-Großhandelsbetriebe führen eigene Programme, in denen Tierwohl- und Tiergesundheitsanforderungen enthalten sind. Dazu gehören unter anderem:

  • „EDEKA Gutfleisch“ (EDEKA Nord und EDEKA Südwest)
  • „Bauerngut“ (EDEKA Minden-Hannover)
  • Fleischhof RASTING (EDEKA Rhein-Ruhr)
  • Südbayerische Fleischwaren (EDEKA Südbayern)
  • „Hofglück“ (EDEKA Südwest)
  • „Schwarzwald Bio Weiderind“ (EDEKA Südwest)
  • „Unsere Heimat“ (EDEKA Südwest, EDEKA Nord, EDEKA Hessenring)
  • „Mein Land“ (EDEKA Rhein-Ruhr)

Zusammenarbeit Deutscher Tierschutzbund

Einzelne EDEKA-Regionen sowie das Tochterunternehmen Netto Marken-Discount arbeiten seit Jahren eng mit dem deutschen Tierschutzbund zusammen. Seit dem Jahr 2013 führen einzelne Regionen Schweine- und Geflügelfleisch sowie Eier und Milch mit dem Label „Für mehr Tierschutz“. Dazu zählen Produkte der regionalen Marke „Hofglück“ von EDEKA Südwest oder der regionalen Marke „Bio Janssen“ von EDEKA Minden-Hannover, beide mit der Premiumstufe des Labels (zwei Sterne), das noch strengere Kriterien vorsieht.

Regionale Qualitätssiegel

Hierzu gehören etwa das Gütezeichen Schleswig-Holstein, das Qualitätszeichen Rheinland-Pfalz, das Qualitätszeichen Baden-Württemberg, „Geprüfte Qualität Bayern“, „Geprüfte Qualität Hessen“ oder „Geprüfte Qualität Saarland“. Zudem beteiligt sich EDEKA am Konzept des „Regionalfensters“, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit entwickelt wurde.

Umfangreiches Bio-Sortiment

Wir haben das Angebot an tierischen Produkten aus ökologischer Erzeugung in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang weiter ausgebaut, sowohl im Eigenmarken- wie im Markenbereich. Auf regionaler Ebene wurden mit vielen Bio-Betrieben langfristige Lieferverträge abgeschlossen, um Marktentwicklungen und Investitionssicherheit miteinander vereinbaren zu können. Neben EU-BIO (EU-Öko-Verordnung) führen wir auch Produkte verschiedener Bio-Anbauverbände wie Bioland, Biopark, Demeter oder Naturland.