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Verantwortung

Haltungsstufen

Die Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung ist uns seit Jahren ein wichtiges Anliegen. Daher fördern wir die Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen von Nutztieren in Deutschland und unterstützen den Ausbau höherer Haltungsstandards unter anderem durch eigene landwirtschaftliche Vertragsprogramme und langfristige Lieferbeziehungen.

EDEKA-Verbund baut Angebot aus höheren Haltungsformen aus

Seit einigen Jahren kennzeichnet der EDEKA-Verbund bereits Frischfleisch- und Molkereiprodukte im Eigenmarkenbereich mit der mehrstufigen „Haltungsform”. Der Anteil der höheren Haltungsformen im Sortiment von EDEKA und Netto Marken-Discount wächst dabei kontinuierlich.

Der EDEKA-Verbund begrüßt zudem, dass immer mehr landwirtschaftliche Erzeuger strengere Tierwohl-Kriterien in ihren Betrieben umsetzen. EDEKA bindet die landwirtschaftlichen Erzeuger aktiv in die eigenen Markenfleischprogramme ein und unterstützt sie mit langen Vertragslaufzeiten und verbindlichen Abnahmeverträgen.

Mit den regionalen Markenprogrammen und einem umfangreichen Bio-Sortiment schafft der EDEKA-Verbund zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten für Produkte aus höheren Haltungsformen und fördert so die Weiterentwicklung von Tierwohlstandards entlang der Wertschöpfungskette. Wir sind somit wesentlicher Treiber für mehr Tierwohl in Deutschland und handeln mengenmäßig bereits mehr Fleischprodukte aus höheren Haltungsformen als unsere Wettbewerber.

Konkrete Maßnahmen

  • Seit 2021 verzichten EDEKA und Netto Marken-Discount bei frischem Schweine- und Geflügelfleisch ihrer Eigenmarken auf Haltungsform 1.¹ Das gilt sowohl für das Selbstbedienungsangebot (SB) als auch für die Bedientheken, die von den EDEKA eigenen Fleischwerken beliefert werden. Zusätzlich arbeiten wir dabei, entsprechende Mengen an frischem Rindfleisch aus höheren Haltungsstufen aufzubauen. Wir streben an, ab Ende 2030 nur noch Frischfleisch aus höheren Haltungsformen (3, 4 und 5) anzubieten.²
  • EDEKA baut den Anteil an Fleisch- und Wurstwaren sowie Molkereiprodukten aus höheren Haltungsstufen (3, 4, 5) weiter kontinuierlich aus. Hierzu wurden mehrere Markenfleischprogramme neu etabliert und bestehende um zusätzliche Tierarten erweitert.
    Die regionalen EDEKA-Großhandelsbetriebe führen seit vielen Jahren eigene regionale Markenfleischprogramme. Diese Programme basieren auf gemeinsam mit Vertragslandwirt:innen vereinbarten Anforderungen an die Tierhaltung und werden fortlaufend weiterentwickelt. Dadurch steht Kund:innen in vielen Regionen ein Angebot an Fleisch- und Wurstwaren aus höheren Haltungsformen zur Verfügung.
  • Seit dem Jahr 2024 stammen Käseartikel der EDEKA-Eigenmarke GUT&GÜNSTIG zum überwiegenden Teil aus Haltungsform 3. Netto Marken-Discount hat diesen Schritt ebenfalls umgesetzt. Damit ist der Verbund der erste deutsche Lebensmitteleinzelhändler, der bei den maßgeblichen Scheiben-, Reibe- und Stückkäseartikeln der Eigenmarke auf die höhere Haltungsform setzt. Ende 2024 erreichte der EDEKA-Verbund zudem das Ziel, 100 Prozent der Eigenmarken-Trinkmilch aus Haltungsform 3 oder höher zu beziehen. An der Umstellung weiterer Produktkategorien arbeiten wir kontinuierlich.
  • 2026 wurde das gesamte Naturquark-Sortiment auf Haltungsstufe 3 oder höher umgestellt. Darüber hinaus werden auch weitere Käsesegmente zum Beispiel Mozzarella und Mascarpone sowie andere Molkereiprodukte (Joghurt und Sahne) schrittweise auf höhere Haltungsformen umgestellt. Auch hier sind wir führend im deutschen Lebensmittelhandel.
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¹ Ausgenommen sind internationale Spezialitäten, bei denen die Haltungsform nicht verwendet werden kann.
² Abhängig von entsprechenden Warenverfügbarkeiten.

Investitionen in eine tierwohlgerechtere Landwirtschaft

Auf dem Weg zu mehr Tierwohl versteht sich der EDEKA-Verbund als verlässlicher Partner der Landwirtschaft. Gemeinsam mit allen Branchenbeteiligten und der Politik gilt es Lösungen zu entwickeln, wie sich Investitionen in bessere Haltungsstandards finanzieren lassen und landwirtschaftlichen Betrieben langfristige wirtschaftliche Perspektiven bieten. Mit der im Jahr 2015 gestarteten Initiative Tierwohl hat die Branche bereits wichtige Schritte auf diesem Weg gemacht und Maßnahmen zur Förderung höherer Tierwohlstandards umgesetzt.

Logo Initiative Tierwohl

Um bis Ende 2030 eine nachhaltige Transformation in der Tierhaltung zu erreichen, gilt es auch die Marktteilnehmer mit ins Boot zu holen, die sich diesen Anstrengungen bisher verschließen. So hat sich weder die Markenindustrie noch der Außer-Haus-Verzehr diesen Transformationsprozess angeschlossen. Dort werden weiter meist nur die gesetzlichen Mindeststandards umgesetzt. Hier ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu gestalten, die alle Beteiligten der Wertschöpfungskette mit in die Verantwortung nehmen. Aber auch bei den hierfür benötigten Stallumbauten, bzw. Neubauten für mehr Tierwohl wünschen wir uns schnellere Genehmigungsverfahren und mehr Unterstützung von der Politik für die Landwirt:innen.