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Weniger ist mehr – EDEKA geht in die Verpackungsoffensive

Als Vollsortimenter übernimmt der EDEKA-Verbund Verantwortung für den Umgang mit Verpackungen. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, Verpackungen zu vermeiden, Material einzusparen und die Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen weiter zu verbessern.

Eine globale Herausforderung

Die weltweite Plastikproduktion ist von rund 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 1950 auf circa 430,9 Millionen Tonnen im Jahr 2024* angestiegen. Bis zur völligen Zersetzung können mehrere Hundert bis Tausende an Jahren vergehen. Bis dahin zerfällt es lediglich in immer kleinere Partikel und als Mikroplastik reichert es sich in unseren Meeren immer weiter an. Aus diesem Grund werden insbesondere Kunststoffe zunehmend kritisch gesehen – nicht nur von den Verbraucher:innen. Auch der EDEKA-Verbund stellt sämtliche Verpackungen seines gesamten Eigenmarkensortiments sowie Transportverpackungen, unabhängig vom Ausgangsmaterial, auf den Prüfstand.

Dabei betrachten wir das Thema umfassend: Kunststoff ist nur eines von mehreren eingesetzten Verpackungsmaterialien. Bezogen auf die Eigenmarkenverpackungen macht Kunststoff rund ein Viertel des eingesetzten Materials aus. Deshalb konzentrieren wir uns nicht ausschließlich auf Kunststoff, sondern prüfen bei allen Verpackungsmaterialien Möglichkeiten zur Materialeinsparung, zum Einsatz von Recyclingmaterialien sowie zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit.

*Quelle: PlasticsEurope 20224

Warum überhaupt Verpackungen?

Verpackungen erfüllen wichtige Funktionen: Sie schützen Produkte während Transport und Lagerung und verlängern die Haltbarkeit vieler Lebensmittel. Durch geeignete Verpackungen können daher Lebensmittelverluste reduziert werden. Zudem informieren sie Verbraucher:innen über Zutaten, Nährwerte und Allergene.

Gleichzeitig verfolgen wir das Ziel, Verpackungen dort zu vermeiden, wo es produktspezifisch und unter Berücksichtigung von Qualitäts-, Sicherheits- und Hygieneanforderungen möglich ist. Wo Verpackungen erforderlich sind, lautet unsere Devise: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Verpackungen weiterentwickeln

Wenn sich Verpackungen nicht vermeiden lassen, arbeiten wir daran, den Materialeinsatz zu reduzieren, den Anteil geeigneter Recyclingmaterialien zu erhöhen und die Recyclingfähigkeit weiter zu erhöhen.

Gemeinsam mit dem WWF prüfen wir kontinuierlich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Eigenmarkenverpackungen. Dabei berücksichtigen wir unter anderem Materialeinsatz, Recyclingmaterialanteil, Recyclingfähigkeit und den Einsatz zertifizierter nachwachsender Rohstoffe.

Bei mehr als 2.200 Verpackungen wurden bereits Maßnahmen umgesetzt, beispielsweise durch Materialeinsparungen, den Einsatz von Recyclingmaterialien oder Anpassungen zur besseren Recyclingfähigkeit

Unser Verpackungsansatz

Vermeidung / Reduzierung: Die erste Frage lautet immer: Benötigen wir diese Verpackung wirklich? So können zum Beispiel mittels Lasermarkierung durch das sogenannte Smart Branding von Obst & Gemüse Folien und Etiketten eingespart werden. Wenn auf eine Verpackung nicht verzichtet werden kann, wie zum Beispiel bei Wasser, arbeiten wir daran, den Materialeinsatz auf das produktspezifisch notwendige Maß zu reduzieren.

Mehrweglösungen: Ist Vermeidung oder eine weitere Reduzierung nicht möglich, setzt EDEKA auf Mehrweglösungen: In den Obst- und Gemüseabteilungen vieler Märkte ersetzen Mehrwegnetze die bisherigen Knotenbeutel. An den Frischetheken können unsere Kund:innen Wurst oder Käse zunehmend in mitgebrachte Mehrwegbehälter verpacken lassen.

Mit regood bietet EDEKA außerdem ein Mehrweg-Pfandsystem für Becher und Bowls im Außer-Haus-Verzehr an. Mehr erfahren

Recyclingmaterial: Der EDEKA-Verbund arbeitet daran, den Anteil geeigneter Recyclingmaterialien in Eigenmarkenverpackungen weiter auszubauen. Der Rezyklat-Anteil an Eigenmarken-PET-Flaschen lag im Jahr 2025 bei fast 30 Prozent. Wir sind mit unseren Getränkelieferanten in engem Austausch diesen Wert weiter zu verbessern.

Recyclingfähigkeit: Ziel ist es, die Recyclingfähigkeit von Verpackungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und Verpackungen so zu gestalten, dass sie den bestehenden Sammel- und Verwertungsstrukturen möglichst gut zugeführt werden können.

Nachwachsende Rohstoffe: Bei geeigneten Verpackungslösungen prüfen wir den Einsatz zertifizierter nachwachsender Rohstoffe als mögliche Alternative zu anderen Materialien.

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Aufklärung und Information nach innen und außen

Neben der Weiterentwicklung von Verpackungen ist transparente Information wichtig. EDEKA stellt Informationen zu Verpackungsmaterialien, Wiederverwendungsmöglichkeiten sowie zur richtigen Trennung und Entsorgung von Verpackungen bereit. Am Point of Sale, in Kundenmedien und über digitale Kanäle informieren wir über unterschiedliche Verpackungslösungen und geben Hinweise zur korrekten Entsorgung.

Seit 2019 werden zahlreiche Eigenmarkenprodukte schrittweise mit einem Recyclingwegweiser ausgestattet. Dieser unterstützt Verbraucher:innen bei der richtigen Trennung der Verpackungsbestandteile und erleichtert deren Entsorgung.

Anfang des Jahres 2019 haben wir zudem angefangen, unsere Eigenmarken sukzessive mit einem Recyclingwegweiser auszustatten. Dieser gibt Verbraucher:innen eine Hilfestellung, wie die jeweilige Verpackung getrennt und entsorgt werden sollte, um eine funktionierende Wiederverwertung zu gewährleisten.

Engagement im Forum Rezyklat

Der EDEKA-Verbund ist als einer der ersten großen Vertreter aus dem Lebensmitteleinzelhandel dem „Forum Rezyklat“ beigetreten. Das Forum Rezyklat ist ein Bündnis von Marktbeteiligten entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Verpackungen – bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik. Gemeinsam werden praxisnahe Lösungen entwickelt, die die Kreislaufführung von Verpackungen unterstützen und den Einsatz von Recyclingmaterial fördern.