Niklas Jahrmarkt ist dualer Student bei der EDEKA Minden-Hannover
Niklas Jahrmarkt ist dualer Student bei der EDEKA Minden-Hannover und hat eines seiner Semester in Helsinki verbracht. Dort begegnete er Sprachbarrieren, die finnische Mentalität und fasste sich den Mut etwas Neues zu wagen.
Er berichtet über seine Ausbildung im Einzelhandel und seinen Erfahrungen, die er in Finnland gesammelt hat.
Die Ferne fasziniert den 22-jährigen Studenten Niklas Jahrmarkt schon immer. Doch wie reisen, wenn Lernen und Arbeiten den Alltag bestimmt? Niklas Jahrmarkts Antwort darauf ist ein Auslandssemester. Doch ganz so einfach ist das für ihn nicht. Denn als dualer Student des Studiengangs „BWL Einzelhandel“ ist er immer im dreimonatigen Wechsel zwischen dem Einzelhandel und der Universität eingespannt. Ein Auslandssemester kostet allerdings vier Monate seiner Zeit. Sein Vorgesetzter im EDEKA Center Melle (ab 31. März MARKTKAUF Melle) Andre Grube hat aber Verständnis für sein Vorhaben. „Zum Glück fand er meine Idee sehr spannend und hat mich dabei unterstützt“, erzählt Niklas Jahrmarkt. So konnte er seine Überstunden und den Urlaub an einem Stück nehmen. Wichtige Zeit für sein Abenteuer in der Ferne.
Mit der Zustimmung des Vorgesetzten nimmt der 22-Jährige schon eine der ersten Hürden. Aber auch die Fachbereichsleitung seiner Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin muss zustimmen und auch die Wahl seiner Kurse für die Universität im Ausland absegnen. Nach bestandenem Englischtest ist es dann soweit: Niklas Jahrmarkt fährt nach Helsinki zur Metropolia University of Applied Sciences, seiner neuen Universität auf Zeit.
Lernen fürs Leben
Zusammen mit anderen Auslandsstudierenden lebt er in einer WG und nimmt regelmäßig an Vorlesungen teil. „Die Kurse, die ich dort belegt habe, werden auch hier in Deutschland anerkannt.“ So muss Niklas Jahrmarkt später in Deutschland nichts nachholen. Ich musste keine Klausuren nachholen, jedoch musste ich die verpassten Unterrichtsinhalte selbstständig und in meiner Freizeit für eine sehr umfassende mündliche Prüfung, welche ich im Januar hatte, wiederholen. Die Veranstaltungen der Universität in Helsinki werden auf Englisch angeboten. Eine Sprache, die dem jungen Mann gut vertraut ist, denn er hat bereits ein Jahr in Amerika verbracht. Um aber auch der Muttersprache des Gastlandes etwas näher zu kommen, belegt er einen Kurs in Finnisch.
„Das war wirklich super schwierig, vor allem, weil man nichts von anderen Sprachen ableiten kann“, erläutert der Student. Besonders viel konnte er in der kurzen Zeit nicht mitnehmen, für eine Vorstellung seines Namens hat es aber gereicht: „Minun nimi on Niklas.“ Vielmehr als die Sprache hat Niklas Jahrmarkt aber ganz grundlegende Dinge für sein Leben und die Arbeit bei der EDEKA Minden-Hannover mitgenommen. „Ich habe zum Beispiel gelernt, mich auf verschiedene Kulturen einzulassen und mit den unterschiedlichsten Menschen zu arbeiten. Zudem habe ich Freunde fürs Leben gefunden.“
Gegenseitige Unterstützung
Mit ihnen verbringt der duale Student eine unvergessliche Zeit in dem grünen Land. „Wir haben viel von Finnland gesehen, waren zum Bespiel in Lappland. Das war total toll. Ein besonderes Highlight ist auch ein Ausflug nach Tallin und Stockholm gewesen“, schwärmt der Student. In seiner Zeit in Finnland lernt er Land und Leute besser kennen. „Finnland ist deutlich teurer als Deutschland. Das ist schon ein Nachteil. Für eine Pizza beispielsweise zahlt man teilweise 10 bis 15 Euro“, muss der junge Mann feststellen. Auch mit der finnischen Mentalität macht er Bekanntschaft. „So wie ich es erlebt habe, sind viele der Finnen sehr bei sich geblieben und ruhig. Allerdings waren alle immer sehr hilfsbereit.“ Eine Eigenschaft, die ihm zugutekommt. „Insbesondere bei administrativen Themen fürs Studium hatte ich Schwierigkeiten. Die waren alle auf Finnisch. Da musste ich dann einheimische Freunde fragen. Das hat mir aber auch nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen und den Kontakt zu anderen zu suchen.“
Mit 22 Jahren viel Verantwortung
Zurück in Deutschland geht es für Niklas Jahrmarkt direkt wieder an die Arbeit im EDEKA Center Melle. Er ist jetzt im sechsten Semester und damit im Endspurt des dualen Studiums. Nachdem er im Laufe seiner Ausbildung alle Abteilungen des Einzelhandels kennengelernt hat, begleitet und unterstützt er seit diesem Jahr den Marktleiter bei dessen Aufgaben. „An manchen Tagen habe ich ihn auch schon vertreten.“ Der 22-Jährige übernimmt im Markt schon viel Verantwortung. Durch sein duales Studium und die Kombination aus Arbeit im Einzelhandel und Lernen an der Universität ist er darauf gut vorbereitet. „Ich habe Spaß an der Arbeit hier, es ist schon mein Ziel eines Tages Marktleiter zu werden“, erzählt Niklas Jahrmarkt. Dafür bringt er viel Ehrgeiz mit. Eine wichtige Eigenschaft für diese zeitintensive Art der Ausbildung. „Wer sich für diesen Studiengang entscheidet, sollte sich auf harte Arbeit gefasst machen. Neben Büroarbeit sind es eben auch viele körperliche Tätigkeiten. Das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, weiß der Student aus eigener Erfahrung. Empfehlen kann er seinen Studiengang trotzdem sehr: „Die Aufgaben in dem Bereich sind sehr spannend und abwechslungsreich. Und ein großer Vorteil ist, dass einem danach viele Türen offen stehen.“
Eine Zeit, die man nie vergisst
Auch ein Auslandssemester kann Niklas Jahrmarkt anderen Studierenden ans Herz legen. „Die Zeit in Helsinki hat sich unglaublich gelohnt. Es hat super viel Spaß gemacht, verschiedene Menschen kennenzulernen – auch mit Blick auf die Corona-Situation war es einfach schön, mal wieder rauszukommen. Wichtig ist nur, dass man Englisch sprechen kann und dass die Leistungen bei der EDEKA Minden-Hannover nicht darunter leiden. Aber ich kann diese Erfahrung wirklich jedem empfehlen, denn diese Zeit vergisst man nie. Ein Auslandssemester ist eine Erfahrung für das ganze Leben.“

"Ein Auslandssemester ist eine Erfahrung für das ganze Leben" - Niklas Jahrmarkt kann ein Auslandsemester im dualen Studium jedem Empfehlen. Es ist eine schöne Abwechslung zu seinem sonstigen Alltag, bei dem er alle drei Monate zwischen dem Einzelhandel und der Universität wechselt.