Menü
Südbayern

Weniger ist mehr – EDEKA geht in die Verpackungsoffensive

Als Vollsortimenter ist sich der EDEKA-Verbund seiner ökologischen Verantwortung bewusst. Daher engagieren wir uns kontinuierlich für einen ressourcenschonenden Einsatz von Verpackungen und für eine ganzheitliche Optimierung des Verpackungsmanagements.

Eine globale Herausforderung

Die weltweite Plastikproduktion ist von 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 1950 auf 368 Millionen Tonnen im Jahr 2019* angestiegen. Die vollständige Zersetzung dieser Kunststoffe dauert oft mehrere Jahrzehnte, in vielen Fällen sogar Jahrhunderte. Aus diesem Grund werden Kunststoffe zunehmend kritisch gesehen – nicht nur von den Verbrauchern, auch der EDEKA-Verbund stellt die Verpackungen seines gesamten Eigenmarkensortiments sowie Transportverpackungen auf den Prüfstand.

Verpackung bedeutet nicht nur Plastik: Bezogen auf unsere Eigenmarkenverpackungen hat Plastik nur einen Anteil von rund einem Viertel. Der EDEKA-Verbund geht daher ganzheitlich an das Thema heran. Wir reduzieren nicht nur Plastik, sondern auch andere Materialien und erhöhen den Anteil ökologisch sinnvoller Materialien für wichtige Produkte und Produktgruppen im Eigenmarkensortiment.

*Quelle: PlasticsEurope 2020

Warum überhaupt Verpackungen?

Verpackungen erfüllen wichtige Funktionen, etwa zum Schutz und für die Haltbarkeit der Ware, aber auch für Verbraucherinformation wie Zutaten und Allergiehinweise. Durch den Schutz der Ware wird verhindert, dass Lebensmittel vorzeitig verderben und weggeworfen werden, wodurch in der Regel mehr Ressourcen geschont werden, als durch den Verzicht auf Verpackungen. In Lebensmitteln stecken nämlich deutlich mehr Ressourcen als in Verpackungen.

Nichtsdestotrotz bleibt unser vorrangiges Ziel, Verpackungen zu vermeiden. Wenn dies z. B. aus hygienischen Gründen nicht möglich ist, lautet unsere Devise: Weniger ist mehr, und zwar bei Art und Umfang der Verpackung sowie beim Materialeinsatz.


95
95
Prozent

Der goldene Weg: Verpackungen umweltfreundlicher machen

Wenn sich Verpackungen nicht vermeiden lassen, ist es unser Ziel, Verpackungen insgesamt nachhaltiger zu gestalten und den Anteil ökologisch sinnvoller Verpackungen zu erhöhen. EDEKA und WWF prüfen mit Blick auf das gesamte Eigenmarkensortiment kontinuierlich, wie sich der Materialeinsatz weiter reduzieren lässt. Dazu werden Kriterien wie der Anteil von Recyclingmaterialien oder der Einsatz nachwachsender Rohstoffe ebenfalls in die Betrachtung miteinbezogen.

Bereits 2.200 Verpackungen nachhaltiger

Wir haben bereits 95 Prozent aller Eigenmarken-Verkaufsverpackungen aus Pappe und Karton auf Recyclingmaterial oder FSC®-zertifizierte Verpackungsmaterialien umgestellt und damit nachhaltiger gemacht. Wie zum Beispiel bei bereits über 2,3 Mrd. Getränkekartons und dem EDEKA Bio Tiefkühlsortiment.

Wir setzen auf individuelle Verpackungslösungen im Dreiklang Vermeidung, Reduzierung / Mehrweg und Recycling.

Wir gehen in die Offensive

Vermeidung / Reduzierung: Die erste Frage lautet immer: Brauchen wir diese Verpackung wirklich? So können z. B. durch das Smart Branding von Obst & Gemüse perspektivisch 50 Tonnen Plastik pro Jahr allein im Bio-Bereich eingespart werden. Wenn auf eine Verpackung nicht verzichtet werden kann, wie z. B. bei Wasser, ist unser Ziel eine Reduzierung der verwendeten Materialien. Bei den Eigenmarken-Wasserflaschen zum Beispiel konnten so bereits rund 80.000 Tonnen Plastik eingespart werden.

Mehrweglösungen: Ist Vermeidung oder eine weitere Reduzierung nicht möglich, setzt EDEKA auf Mehrweglösungen: In den Obst- und Gemüseabteilungen vieler Märkte ersetzen Mehrwegnetze die bisherigen Knotenbeutel. Und an den Frischetheken können unsere Kunden Wurst oder Käse nun immer häufiger auch in mitgebrachte Mehrwegbehälter packen lassen.

Recycling: Der EDEKA-Verbund arbeitet konsequent daran, den Anteil von Recycling-Materialien in den Verpackungen seiner Eigenmarkenartikel, wo möglich, sinnvoll zu steigern. So haben beispielsweise die Orangensaft-Flaschen der Eigenmarke GUT&GÜNSTIG einen Recycling-Kunststoffanteil von mittlerweile 50 %, dies spart 87 Tonnen Neuplastik pro Jahr ein. Auch im Bereich der Drogerie gehen wir konsequent voran, um Verpackungen zu optimieren. Unser Ziel ist, bis Mitte 2022 bei allen PET-Flaschen der EDEKA-Eigenmarken für Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel 100 % Recyclingmaterial einzusetzen.

80000
80000
Tonnen

Bereits seit 2019 führt EDEKA keine Einweg-Plastikartikel wie Einweggeschirr, Trinkhalme oder Wattestäbchen im Eigenmarkensortiment.

Mehrwegnetze im EDEKA-Verbund

Ganzheitlich statt punktuell – individuell statt plakativ

Der EDEKA-Verbund hat schon vor Jahren begonnen, den Verpackungseinsatz in Obst- und Gemüseabteilungen, an der Frischetheke, bei Getränken oder bei aufwendig verpackten Produkten kritisch unter die Lupe zu nehmen. Dabei geht es nicht um plakative, punktuelle Maßnahmen, sondern darum, in einem komplexen Wirkungsgefüge fachlich fundierte, ökologisch sinnvolle und individuelle Lösungen im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes umzusetzen.

Durch den Ausbau von Bedientheken, durch ein größeres Angebot loser Ware, durch unterschiedliche Gebindegrößen oder ganz allgemein durch eine große Sortimentsvielfalt möchten wir als Vollsortimenter dem Verbraucher Wahlmöglichkeiten bieten, um in Zukunft auf immer mehr Verpackungen zu verzichten.

Über die Hälfte an Obst und Gemüses bieten wir ohne Plastikverpackung an! Damit ist EDEKA die Nr. 1 im Lebensmittelhandel.

Aufklärung und Information nach innen und außen

Neben der Arbeit im Eigenmarkensortiment und der Entwicklung von Verpackungslösungen (wie Mehrwegdose oder Mehrwegnetz) spielt die Information nach innen und außen eine zentrale Rolle, um für das Thema Verpackungen zu sensibilisieren und ganzheitlich Verbesserungen anstoßen zu können. Deshalb erarbeitet die EDEKA-Zentrale Informationen zu Verpackungen und Verpackungsmitteln für verschiedene Zielgruppen: So informieren wir z.B. den Einzelhandel und die Endverbraucher über Verpackungsvarianten sowie die Vor- und Nachteile verschiedener Alternativen und unterstützen die Kunden auch dabei, ökologisch sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Am Point of Sale informieren wir beispielsweise über unser Mehrwegtragetaschen-Sortiment und animieren dazu, diese wiederzuverwenden. Durch gezielte Aufklärung konnten wir in den letzten drei Jahren die Zahl der Knotenbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung um 160 Mio. reduzieren. Auch in unseren Kundenmagazinen und den Onlinekanälen klären wir über die verschiedenen Möglichkeiten, Verpackungen zu reduzieren, auf.

Der EDEKA Recyclingwegweiser gibt Verbrauchern eine Hilfestellung, wie die jeweilige Verpackung getrennt und entsorgt werden

Anfang des Jahres 2019 haben wir zudem angefangen, unsere Eigenmarken sukzessive mit einem Recyclingwegweiser auszustatten. Dieser gibt Verbrauchern eine Hilfestellung, wie die jeweilige Verpackung getrennt und entsorgt werden sollte, um eine funktionierende Wiederverwertung zu gewährleisten.