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Geschäftsbericht 2025
Einkaufserlebnisse

Versorgung? Aber sicher!

EDEKA steht für Nähe und kurze Wege. Dafür sorgt ein dezentrales Netz aus verbundweit 65 Logistikzentren. Damit die Märkte jederzeit verlässlich und flexibel beliefert werden, hat der Verbund seine Beschaffungsstruktur über die Jahre hinweg permanent weiterentwickelt und breiter aufgestellt. Gerade in Zeiten globaler Krisen, Umweltkatastrophen und volatiler Rohstoffmärkte ist das wichtiger denn je. Parallel investiert der Verbund in die Kreislaufwirtschaft, also den Einsatz wiederverwendbarer Materialien auf allen Ebenen.

LKW-Flotte im EDEKA-Logistikzentrum Straubing

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Kurze Transportwege

Die sieben EDEKA-Großhandelsbetriebe bilden das Rückgrat der Versorgung. Sie betreiben ein dichtes Netz an bundesweit 39 Logistikzentren, hinzu kommen 20 Läger von Netto Marken-Discount, sowie 6 Standorte der EDEKA-Zentrale. Neben den Zentrallägern stärken weitere regionale Frischeplattformen und Produktionsstandorte die Nahversorgung. Digitale Lösungen wie „Genial Regional“ fördern zudem die direkte Zusammenarbeit zwischen Kaufleuten und Erzeugern.

Rund 3.700 Lkw sind verbundweit im Einsatz – zunehmend mit klimafreundlichen Antrieben. Dabei kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz. So stellen die EDEKA-Regionen Minden-Hannover und Südwest ihre Flotte derzeit auf Bio-LNG (biogenes Flüssigerdgas) um und errichten dafür mehr und mehr Bio-LNG-Tankstellen an ihren Logistikstandorten. Andere Regionen setzen verstärkt auf Bio-CNG, nachhaltig produziertes Biomethan aus Abfall und Reststoffen. Auch Wasserstoff-Lkw und E-Lkw werden getestet, um fossile Kraftstoffe zu ersetzen. Mit Maßnahmen wie diesen werden erhebliche Mengen CO₂ eingespart – ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

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Logistik-Standorte

In Freienbrink (Minden-Hannover) wurde Anfang dieses Jahres die achte Bio-LNG-Tankstelle im EDEKA-Verbund in Betrieb genommen.

Kreisläufe stärken

Der EDEKA-Verbund investiert gezielt in nachhaltige Baukonzepte, um die Klimaziele zu erreichen und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Bereits heute gibt es Pilotprojekte wie Deutschlands größtes Holzbau-Logistikzentrum in Marktredwitz sowie verschiedene EDEKA-Märkte und Netto-Filialen, die mit modularen Holzbauteilen errichtet werden. Diese Bauweise ermöglicht die Wiederverwendung von Baustoffen und verkürzt die Bauzeit erheblich. Im Vergleich zur herkömmlichen Massiv- und Stahlbetonbauweise ist die Holzbauweise eine umweltfreundlichere Alternative, weil hierdurch etwa 50 Prozent weniger CO2-Emissionen entstehen.

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Holzbausteine

Innovative Vorzeigeprojekte

Erstmals wurde in Braunschweig ein Supermarkt komplett mit dem Holzbausystem TRIQBRIQ errichtet – ein System, das konsequent auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft setzt. Statt Beton und Klebstoff kommen hier mikro-modulare Holzbausteine – sogenannte BRIQs – zum Einsatz, die aus Industrie-, Schad- und Altholz gefertigt werden. So wird Holz vor dem Verbrennen gerettet. Das ist gut für die Umwelt und schont Ressourcen. Die BRIQs werden auf der Baustelle einfach aufeinander gesteckt. Fixiert werden sie ausschließlich mit Buchenholzdübeln – ohne künstliche Verbindungsmittel, ohne Trocknungszeiten, vollständig rückbaubar.

Mit der Veröffentlichung einer eigenen Leitlinie für zirkuläres Wirtschaften setzte EDEKA im Oktober 2025 neue Maßstäbe im Lebensmitteleinzelhandel: Ziel ist es, Materialien so zu gestalten, dass sie nach ihrem Lebenszyklus wiederverwendet werden können – ganz im Sinne des „Cradle to Cradle“-Prinzips.

Regional, national, global

EDEKA bietet ein vielfältiges Sortiment mit bis zu 60.000 verschiedenen Artikeln pro Markt. In der Beschaffung greifen mehrere Stufen ineinander: Lokal und regional arbeiten die selbstständigen Kaufleute und die sieben Großhandelsbetriebe mit heimischen Erzeugern zusammen, um regionale Wertschöpfung zu sichern. National bündelt die EDEKA-Zentrale in Hamburg die Verhandlungen mit großen Industriepartnern und koordiniert das Eigenmarkenprogramm.

International ist EDEKA Teil von Einkaufsunternehmen wie Everest und Epic Partners, um globale Marken zu wettbewerbsfähigen Konditionen zu beschaffen. Das 2020 gegründete Unternehmen Everest mit Sitz in Amsterdam ist ein länderübergreifendes Einkaufsbüro, das sich auf die führenden internationalen Markenhersteller fokussiert, um Preise und Konditionen für seine Partner zu optimieren. Das Gemeinschaftsunternehmen Epic Partners mit Sitz in Genf vertritt führende europäische Lebensmittelhändler in insgesamt zwölf Ländern (siehe Karte) und ermöglicht es den beteiligten Partnern, ergänzende internationale Dienstleistungen und vertriebliche Aktivitäten zu verhandeln und vertraglich zu vereinbaren.

Beide Sturkturen tragen dazu bei, dass Bezugsquellen vielfältiger ausgerichtet und langfristige Partnerschaften etabliert werden können - nicht zuletzt auch zum Nutzen der Verbraucher:innen in allen beteiligten Ländern.

Logos von everest und epic partners

Auch durch eigene Produktionsbetriebe wie Fleischwerke, Backbetriebe oder Mineralbrunnen reduziert EDEKA die Abhängigkeit von externen Lieferanten. Strategische Zukäufe wie die Pasta-Manufaktur Pasta Rey im italienischen Piemont (2024), die Siegsdorfer Petrusquelle und der Wilhelmsthaler Mineralbrunnen (beide 2024) sowie der EMP Milchof Prenzlau (2025) sichern die Versorgung der Bevölkerung zusätzlich ab.