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Für mehr Wasserschutz: EDEKA Minden-Hannover bietet weniger gedüngtes Gemüse an und setzt ein Zeichen für mehr Umweltschutz

• Forschungsprojekt REVIEW zusammen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Hochschule Osnabrück und zwei Gemüsebaubetrieben

• Nachhaltigerer Anbau von Gemüse mit geringerem Düngereinsatz

20. Juni 2022 • Minden/Osnabrück

Seit dieser Woche können die Kundinnen und Kunden Blumenkohl, Brokkoli, Eisbergsalat und Kohlrabi aus diesem Anbauverfahren erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für den Gewässerschutz tun. (Bildquelle: Ehrecke/Landwirtschaftskammer Niedersachsen)

Die EDEKA Minden-Hannover bietet jetzt in rund 40 ausgewählten Märkten in Niedersachsen und Ostwestfalen Gemüse an, das weniger gedüngt wurde. Damit soll ein Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz geleistet werden. Der Verkauf dieses Gemüses ist Teil des Forschungsprojektes REVIEW*, das von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und zwei niedersächsischen Gemüsebaubetrieben und EDEKA ins Leben gerufen wurde. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Seit dieser Woche können die Kundinnen und Kunden Blumenkohl, Brokkoli, Eisbergsalat und Kohlrabi aus diesem Anbauverfahren erwerben und gleichzeitig aktiv etwas für den Gewässerschutz tun.

Die sichtbare Qualität von Obst und Gemüse ist für Verbraucher ein wichtiges Kaufargument. Kunden sind heute Qualitätsstandards gewohnt, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „REVIEW“ an. Die langfristigen Projektziele sind dabei die Reduktion der Stickstoffemission im Gemüseanbau sowie die Verringerung von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, d. h. auf dem Feld beim Erzeuger, über den Handel bis hin zum Verbraucher.

Erreicht werden soll ein umweltschonenderer Anbau von Gemüse durch einen geringeren Einsatz von Düngemitteln mit dem Ziel, das Grundwasser vor überflüssigen Stickstoffeinträgen zu schützen. Durch die niedrigere Düngerzufuhr ist das Gemüse insgesamt zwar kleiner als bisher gewohnt und der Kohlrabi wird ohne Blätter vermarktet, Geschmack und Frische werden jedoch nicht beeinflusst. Im Rahmen des Projektes sollen zum einen die Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduziert werden, indem auch kleineres Gemüse vom Handel und vom Verbraucher akzeptiert und abgenommen wird. Zum anderen ist die geringere Größe ein Vorteil für Kunden, die nur kleinere Mengen benötigen und bei denen Reste nicht selten im Müll landen.

„Die Ware wird zwar kleiner sein, die Produkte entsprechen aber weiter den Qualitätsanforderungen für die Klasse I der gesetzlichen EU-Vermarktungsnormen“, bestätigt Ralf Marggraf, Hauptabteilungsleiter Konzeptionelles Qualitätsmanagement bei der EDEKA Minden-Hannover. „Nachhaltiges Handeln ist tief in unserer Unternehmensstrategie verankert. Deshalb beteiligen wir uns gerne an diesem Projekt – mit dem Ziel, nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz zu leisten, sondern vor allem auch ein Umdenken bei unseren Kundinnen und Kunden hin zu mehr Lebensmittelwertschätzung zu erreichen.“

„Mit der pauschalen Reduzierung des Stickstoffangebotes werden sehr wahrscheinlich kleinere Produktgrößen erzielt. Mit dem Projekt REVIEW und dem von allen Projektpartnern gemeinsam dafür gewählten Ansatz, die Reaktion beziehungsweise Akzeptanz des Verbrauchers auf die veränderten Produktaufmachungen objektiv zu messen, können für die Folgen des reduzierten Stickstoffangebotes neue Lösungsansätze entlang der Wertschöpfungskette herausgearbeitet werden“, heißt es von der Behr AG, einem der beiden beteiligten Gemüsebaubetrieben.

Das Pilotprojekt ist bereits im März 2020 gestartet und läuft bis Ende 2023. Erste Ergebnisse hinsichtlich der Kundenakzeptanz sollen in diesem Herbst zur Verfügung stehen. Ist die Vermarktung vom Acker bis zu den Verbrauchern erfolgreich, könnten künftig die vier Gemüsearten in der neuen, veränderten Produktaufmachung in allen Märkten der EDEKA Minden-Hannover angeboten werden.

* Vollständiger Projekttitel: Reduktion der Stickstoffemission im Gemüseanbau durch Reduzierung der Düngung in der Wertschöpfungskette und der Lebensmittelverluste

Mit einem Außenumsatz rund 11 Milliarden Euro und rund 77.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich der selbstständigen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler) ist die EDEKA Minden-Hannover die umsatzstärkste von insgesamt sieben Regionalgesellschaften im genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbund. Sie besteht im Kern seit 1920, erstreckt sich von der niederländischen bis an die polnische Grenze und umfasst Bremen, Niedersachsen, einen Teil von Ostwestfalen-Lippe, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Zwei Drittel der insgesamt 1.480 Märkte sind in der Hand von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten. Zum Unternehmensverbund gehören darüber hinaus mehrere Produktionsbetriebe, darunter die Brot- und Backwarenproduktion Schäfer’s, die Produktion für Fleisch- und Wurstwaren Bauerngut sowie das Traditionsunternehmen für Fischverarbeitung Hagenah in Hamburg.