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Zentrale

Interview mit Dr. David Lam

Anfang 2023 startete Dr. David Lam als Projektleiter Biodiversität im Bereich Nachhaltigkeit: Ökologie in der EDEKA-Zentrale und übernahm ein gutes Jahr später die Gruppenleitung für den Bereich Umweltschutz. Warum sich der Nachhaltigkeitsexperte dazu entschied, in der Wirtschaft mitzuwirken, verrät er in diesem Interview.

David, die Wahl deines Studienfachs legte den Grundstein für deine heutige Karriere. Was hast du studiert und warum hast du dich für diese Richtung entschieden?

Ich habe im Bachelor Umweltwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg studiert, darauf folgte der Master in Environmental Studies and Sustainability Science in Lund in Schweden. Meine Motivation dahinter? Die Welt nachhaltiger zu gestalten. Deshalb habe ich auch neben dem Studium bei verschiedenen Initiativen mitgewirkt, die sich das zum Ziel machen.

Wie ging es nach deinem Masterabschluss weiter?

Ich entschied mich erst einmal dazu, in die Wirtschaft zu gehen und habe drei Jahre als Unternehmensberater für Corporate Responsibility für DAX- und mittelständische Unternehmen gearbeitet. Anschließend promovierte ich an der Leuphana Universität zu Nachhaltigkeit und Transformation. Danach begann ich dort, als Scientific Director zu arbeiten und leitete ein Forschungsteam. Der nächste Schritt hätte eine Professur sein können – stattdessen startete ich aber meine Karriere in der EDEKA-Zentrale.

Wie kam es dazu, dass du aus der Wissenschaft zurück in die Wirtschaft gewechselt bist?

Ich bin von Transdisziplinarität überzeugt – Wissenschaftler:innen müssen mit Unternehmen, NGOs und der Politik zusammenarbeiten, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Die Wissenschaft entwickelt viel Wissen und dieses muss an den richtigen Stellschrauben eingesetzt werden. Mein Know-how ist bei EDEKA sehr gut aufgehoben, da hier der Hebeleffekt besonders groß ist. Werden die mehr als 11.000 Märkte und das Eigenmarken-Sortiment des EDEKA-Verbunds noch nachhaltiger gestaltet, hat das eine immens große Wirkung für Klima-, Wasser-, Biodiversitäts- und Ressourcenschutz. Ich will dabei unterstützen, dieses große Potential zu nutzen und habe mich deshalb für die Wirtschaft entschieden.

Wir sind ein bunter Mix – verschieden alt, unterschiedlich lang im Unternehmen. Aber wir arbeiten alle für eine Sache: eine nachhaltigere Welt.

Es gibt natürlich viele Wirtschaftsunternehmen. Was hat dich dann ausgerechnet an der EDEKA-Zentrale als Arbeitgeber überzeugt?

Mir war wichtig, dass es etwas im Bereich Lebensmittel ist. Eine nachhaltigere Gestaltung der Landwirtschaft trägt sehr stark zum Schutz der Umwelt bei. Bei EDEKA ist Nachhaltigkeit ein Prioritätsthema. Das zeigt allein schon die Partnerschaft mit dem WWF – der Kooperationsvertrag wurde 2022 um weitere zehn Jahre verlängert. Ich habe hier genau das gefunden, was ich gesucht habe: Das Unternehmen arbeitet eng mit einer NGO, Wissenschaftler:innen und Landwirt:innen zusammen, um die Lebensmittelerzeugung nachhaltiger zu gestalten. EDEKA ist außerdem das erste Wirtschaftsunternehmen, bei dem ich eine explizite Stellenausschreibung für eine:n Expert:in im Bereich Biodiversität gesehen habe. Das zeigt, dass hier wirklich auf Wissen gesetzt wird, um bestmögliche Nachhaltigkeitsergebnisse im Lebensmitteleinzelhandel zu erzielen.

Welches Aufgabenfeld verantwortest du als Gruppenleiter für den Bereich Umweltschutz?

Ich arbeite fachlich eng mit unseren Expert:innen zu Biodiversitäts-, Wasser- und Klimaschutz zusammen. Beim Biodiversitätsschutz in der Landwirtschaft arbeiten wir beispielsweise zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt bei der Erzeugung von EDEKA-Eigenmarkenprodukten. Anhand von wissenschaftsbasierten Informationen analysieren wir Risiken, entwickeln Biodiversitätsmaßnahmen für Lieferant:innen, unterstützen bei der Umsetzung dieser und erfassen den anschließenden Prozess. Als Gruppenleiter für den Bereich Umweltschutz achte ich explizit darauf, dass wir themenübergreifend Maßnahmen entwickeln und umsetzen. Das heißt, dass ich die Herausforderungen des Wasser-, Klima- und Biodiversitätsschutzes bei der Erzeugung von EDEKA-Eigenmarkenprodukten zusammendenken muss, da nur so Nachhaltigkeit effektiv umgesetzt werden kann. Das geht natürlich nur gemeinsam mit meinen Kolleg:innen, die aus unterschiedlichen Fachbereichen ihre Expertise mitbringen.

Was erfüllt dich an deinem Job?

Ich gehe nicht einfach nur zur Arbeit, um zu arbeiten, sondern, um Nachhaltigkeit mit großer Wirkung umzusetzen. Das ist für mich ein Leidenschaftsthema. So geht es allen in meinem Team. Wir sind ein bunter Mix – verschieden alt, unterschiedlich lang im Unternehmen. Aber wir arbeiten alle für eine Sache: eine nachhaltigere Welt.

Welches Ziel hast du für die Zukunft?

Ich will das Thema Nachhaltigkeit bei EDEKA weiter vorantreiben, sodass ich in der Zukunft durch die Märkte gehe und diese Veränderung noch mehr sehe, als sie schon jetzt ist – etwa durch ein noch größeres Angebot an nachhaltigen Eigenmarkenprodukten. Wir sind Teil einer großen Transformation, bei der jede:r mitwirken muss. Nur so gelingt es, den globalen Temperaturanstieg und Biodiversitätsverlust zu begrenzen. Ein Freund hat mal zu mir gesagt: Wir leben nur einmal. Warum die Zeit nicht nutzen und etwas Gutes tun?

Wie integrierst du Nachhaltigkeit in dein Privatleben?

Auf vielen Ebenen. Zum Beispiel, indem ich bei einem genossenschaftlichen Bauprojekt mitmache – wir verpflichten uns dazu, in der Stadt ohne Auto zu leben und gestalten das Wohnen möglichst nachhaltig. Generell versuche ich, minimalistisch zu leben und nicht unnötig viel zu verbrauchen. Bei Lebensmitteln kaufe ich Bio und achte auf Regionalität. Und all das gebe ich an meine beiden Kinder weiter und motiviere auch Menschen in meinem Umfeld zu mehr Nachhaltigkeit im Leben.

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