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Der Kunde entscheidet

Die digitale Transformation macht auch vor dem Lebensmitteleinzelhandel nicht halt. Viele Verbraucher:innen unterscheiden nicht mehr trennscharf zwischen online und offline. Sie kaufen einfach ein, kombinieren beide Welten, je nachdem welches Bedürfnis für sie gerade wichtiger ist: das sinnliche Erleben von Lebensmitteln in einem EDEKA-Markt oder die bequeme Lieferung bis vor die eigene Haustür.

Raus aus der Nische

War der Online-Handel mit frischen Lebensmitteln lange eher ein Nischenmarkt, so erlebte er im vergangenen Jahr einen unverhofften Aufschwung. Die Corona-Pandemie hat die Bereitschaft vieler Menschen, ihren Einkauf zumindest teilweise ins Internet zu verlagern, massiv gefördert. Die Gründe liegen auf der Hand: der flächendeckende Lockdown – verbunden mit der Schließung großer Teile des stationären Einzelhandels – und der Wunsch, die Anzahl der sozialen Kontakte zu reduzieren. Auch die Lieferdienste im EDEKA-Verbund profitierten von dieser Entwicklung und verzeichneten im Jahresverlauf zum Teil hohe zweistellige Wachstumsraten. Zu den großen Gewinnern zählt Picnic: Die Kundenzahl des Online-Supermarkts hat sich im Jahr 2020 mehr als verdoppelt.

Das Milchmann-Prinzip

Gehören vielerorts inzwischen zum Straßenbild: die elektrischen, extraschmalen und effizient beladbaren Picnic-Lieferwagen – ideal für die Auslieferung im Stadtgebiet.

Aktuell umfasst das Picnic-Sortiment mehr als 10.000 Artikel, darunter frisches Obst und Gemüse, regionale Lebensmittel, aber auch andere Produkte des täglichen Bedarfs wie etwa Hygieneartikel. Jede Bestellung wird mit Elektrofahrzeugen bis an die Haustür gebracht. Die Auslieferung erfolgt ohne zusätzliche Gebühren mit effizienten Elektrowagen, die stets dieselben Routen fahren und dadurch zu festen Uhrzeiten an den jeweiligen Standorten sind – ganz wie der „Milchmann“ zu früheren Zeiten. Im April 2018 eröffnete Picnic Deutschland sein Zentrum in Neuss – mit Beteiligung von EDEKA Rhein-Ruhr. Seither beliefert Picnic mit hohem Expansionstempo mehr als 30 westdeutsche Städte. Im Jahr 2020 vertieften Picnic und EDEKA ihre Partnerschaft mit dem gemeinsam gegründeten Unternehmen Everest. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Amsterdam handelt mit vielfältigen Produkten und entwickelt das Eigenmarkengeschäft weiter. Picnic wird künftig unter anderem sein gesamtes Obst- und Gemüse-Sortiment von Everest beziehen, unterstützt von der Expertise des EDEKA Fruchtkontors.

Picnic in Deutschland: Rasantes Wachstum

  • 360
    360
    Elektro-Vans
  • 2000
    2000
  • 146
    146
    Prozent

Quelle: Geschäftsbericht 2020

Eigenmarken sind stationär wie online ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Unterstützt von Everest, dem gemeinsamen, internationalen Unternehmen von Picnic und EDEKA, hat Picnic sein Eigenmarken-Sortiment breiter aufgestellt. Von frischer Milch über Frühstücksprodukte, Konserven und Knabberartikel, Säfte und pflanzliche Drinks bis hin zu Haushalts- und Hygieneartikeln - die Eigenmarkenprodukte sind wahre Showtalente und können sich mit ihrem plakativen, speziell für die Bestellung per App entwickelten Design nicht nur optisch sehen lassen.

Online in der App wedelt der Wal sogar mit der Schwanzflosse. Wer mehr erfahren will, klickt einfach in der App unter der Abbildung auf den Button mit dem "i“ – für „Information“. Alle wichtigen Produktinformationen finden die Käufer:innen später, wenn die Produkte nach Hause geliefert worden sind, dann auch auf der Rückseite – und zwar viersprachig. So stellt sich Picnic für die weitere internationale Expansion vorausschauend auf.

Lokal & innovativ

Zahlreiche selbstständige EDEKA-Kaufleute bieten ihren Kund:innen als zusätzlichen Service an, ihre Einkäufe online zu bestellen und direkt nach Hause liefern zu lassen. Mit der Plattform OLIVIA stellt der EDEKA-Verbund interessierten Kaufleuten dafür eine zeitgemäße digitale Infrastruktur bereit, die ihnen den effizienten Betrieb ihrer lokalen Online-Shops ermöglicht. Zusätzlich nutzt EDEKA auf regionaler Ebene auch die Innovationskraft junger Start-ups.

Ein Beispiel ist Bringman: Die von IT-Studierenden des Karlsruher Instituts für Technologie programmierte Einkaufs-App bringt Lebensmittelmärkte, Kunden und Einkaufshelfer zusammen: Kunden, die sich Einkäufe nach Hause liefern lassen möchten, können über die App ihren EDEKA-Markt auswählen, die gewünschten Artikel zusammenstellen sowie Liefertermin und Lieferadresse angeben. Andere Kunden, die ohnehin einkaufen gehen, können so die Besorgungen z.B. für ihre Nachbarn mit erledigen. Seit Dezember 2020 läuft das Pilotprojekt mit rund 60 EDEKA-Märkten im Raum Offenburg.

EDEKA-Lieferservice