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Mindener Schulen erhalten knapp 2.000 weitere Endgeräte für den Unterricht

Mit der Spende der EDEKA Minden-Hannover sind nun alle bedürftigen Schülerinnen und Schüler ausgestattet

23. August 2021 • Minden

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Andre Eichloff, Schul-IT Kurt-Tucholsky-Gesamtschule; Rainer Printz, Leitung Schulbüro; Heiko Wesemann, Vorsitzender des Ausschusses für Bildungsarbeit; Norbert Kresse, Stadtkämmerer der Stadt Minden; Michael Jäcke, Bürgermeister der Stadt Minden; Mark Rosenkranz, Vorstandssprecher der EDEKA Minden-Hannover; Katharina Langner, Schulleiterin der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und Sarah Zonsius, Schülersprecherin Jahrgangsstufe 13 bei der Übergabe der gespendeten iPads (Bildquelle: Stadt Minden).

Einen symbolischen Scheck in Höhe von 800.000 Euro konnte Bürgermeister Michael Jäcke für die Stadt Minden Ende November 2020 in der Obermarktstraße von Mark Rosenkranz, Vorstandssprecher der EDEKA Minden-Hannover, entgegennehmen. Die großzügige Spende, die anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Genossenschaft in Minden am Gründungsort überreicht wurde, war für die Digitalisierung an Mindener Schulen bestimmt – hier die Beschaffung von knapp 2.000 Endgeräten für den Unterricht. Die EDEKA Minden-Hannover hat das Jubiläum zum Anlass genommen, dem Heimatort etwas zurückzugeben, so Rosenkranz im November 2020.

Nach Verzögerungen bei der Lieferung durch den Hersteller konnte kurz nach Schuljahresbeginn nun die symbolische Übergabe an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule stattfinden. Katharina Langner, Leiterin der Gesamtschule, nahm am 24. August 2021, die Endgeräte von Bürgermeister Michael Jäcke im Beisein von EDEKA-Vorstandssprecher Mark Rosenkranz entgegen - stellvertretend für alle Schulen in städtischer Trägerschaft.

„Die Chancen sind durch unsere Anstrengungen und die großzügige Unterstützung der EDEKA Minden-Hannover für benachteiligte Kinder und Jugendliche deutlich gestiegen. Wir haben hier einen großen Schritt gemacht", freute sich Michael Jäcke bei der Übergabe. Mit der sehr großzügigen Spende und weiteren Mitteln der Stadt Minden werden nun alle bedürftigen Kinder und Jugendlichen an den Mindener Schulen mit einem Endgerät ausgestattet, so Jäcke weiter. Dennoch gebe es – bezogen auf die Digitalisierung – noch viel zu tun. So müsse weiter im Blick behalten werden, dass es immer noch in vielen privaten Haushalten an einer Internetanbindung mangelt. Der UN-Menschenrechtsrat habe das Internet zu einem Menschenrecht erklärt. Hier sei in erster Linie der Bund gefordert, erläutert der Bürgermeister.

EDEKA-Vorstandssprecher Mark Rosenkranz unterstrich die Verantwortung, die die EDEKA Minden-Hannover regelmäßig für gesellschaftliche Themen wie Ernährung, Gesundheit oder Bildung übernimmt. „Aus unserer Sicht ist Bildung ein zentraler Schlüssel für die Zukunft unserer Gesellschaft. Und das setzt natürlich schon bei den Jüngsten an. Unser Ziel ist es, die Digitalisierung an den Schulen unserer Heimatstadt gemeinsam mit der Kommune voranzutreiben und sozial benachteiligte Schülerinnen und Schülern der Mindener Schulen mit Endgeräten für den Unterricht zu unterstützen." Gerade die letzten Monate hätten gezeigt, wie wichtig digitale Lernmöglichkeiten sind, und dass jedes Kind Zugriff darauf haben müsse.

Im September 2020 wurden im Rahmen des Sofortausstattungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst 1.320 Endgeräte für bedürftige Schüler*innen von der Stadt beschafft, die Anfang 2021 geliefert und an die Schulen verteilt wurden. „Der tatsächliche Bedarf für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler beträgt in Minden aber mindestens 3.234 Geräte, so dass unterstützt durch die Spende der EDEKA Minden-Hannover die restlichen 1.914 iPads 2021 für insgesamt 985.000 Euro bestellt werden konnten", sagte Stadtkämmerer Norbert Kresse, aktuell auch kommissarischer Vorstand für Bildung, Kultur, Freizeit und Sport. 800.000 Euro seien spendenfinanziert und 185.000 Euro wurden durch zusätzliche Eigenmittel der Stadt Minden bereitgestellt.

Alle Schulen erhalten nun die ergänzende Anzahl an iPads, die auf Grund des Sozialindex‘ ermittelt worden sind und nicht aus dem Sofortausstattungs-programm gedeckt werden konnten.

Die in den Sommerferien fast vollständig gelieferten iPads werden derzeit schulweise vorbereitet und ausgehändigt. „Es gibt Schulen, die die Einbindung in ihr System selbst einrichten und managen. Das sind vier Schulen. Bei den anderen 15 Schulen übernimmt die städtische Schul-IT diese Aufgabe", erläutert Rainer Printz, Leiter des Bereiches Bildung. An jeder Schule gibt es einen iPad-Verantwortlichen. Dieser löst einfache Probleme selbst und leitet die anderen Anfragen an die Schul-IT weiter.

Vor der Lieferung bis zur Inbetriebnahme war einiges an Vorbereitung nötig: So mussten die Geräte zunächst ausgepackt, in ein schnelles WLAN eingebunden, upgedatet und in das MDM (Mobile Device Management) der jeweiligen Schule aufgenommen werden. Zusätzlich mussten die benötigten Apps installiert und die Geräte zu der jeweiligen Schule gebracht werden. „Für die einsatzbereite Vorbereitung eines iPads ist mit einer ungefähren Bearbeitungszeit von 30 Minuten ohne Wegezeiten zu rechnen", erklärt der Koordinator der Schul-IT, André Eichloff.

Ein erster Teil der Endgeräte wurde in der Ferienzeit konfiguriert und steht den Schulen zur Verfügung. Die übrigen Tablets werden in den kommenden Wochen ausgeliefert. „Der Vorbereitungsaufwand bei knapp 2.000 Geräten ist enorm", macht Stadtkämmerer Kresse deutlich.

Die einzelnen Schulen entscheiden über die Verwendung der Geräte in eigener Verantwortung. Die Ausgabe kann zielgerichtet ohne weitere Hürden erfolgen. Nach den Berechnungen des Sozialindex‘ verfügt nach der EDEKA-Spende nun jede Schule über eine ausreichende Anzahl an mobilen Endgeräten, um die bedürftigen Schülerinnen und Schüler zu versorgen. „Dieses entspricht unserem Wunsch, Ungleiches auch ungleich zu behandeln", so Rainer Printz.

Bezogen auch auf die Corona-Pandemie könne digitaler Unterricht nur stattfinden, wenn jedes Kind ein solches Gerät besitze. Das Schulbüro arbeitet derzeit mit den Schulen an Konzepten zu elternfinanzierten Geräten für alle Schülerinnen und Schüler.

Jetzt gelte es noch weiter und schnell daran zu arbeiten, dass alle Schulen in Minden eine schnelle Internetverbindung erhalten, so Stadtkämmerer Kresse. „Für die Arbeit mit 100 oder mehr iPads sowie überhaupt durch die zunehmende Digitalisierung der Schulen sei schnelles Internet und ein Glasfaseranschluss unbedingt notwendig. Ich setze hier weiterhin auf eine konsequente und lösungsorientierte Zusammenarbeit von Kreis, Stadt und dem vom Kreis beauftragten Telekommunikationsunternehmen", hebt der Stadtkämmerer hervor.

Die Ausstattung mit Endgeräten und eine schnelle Internetanbindung seien zwar sehr wichtige Bestandteile der Digitalisierung, aber es gebe noch weitere Aufgaben zu erledigen. So ist an den Schulen bisher nur unzureichend moderne Präsentationstechnik vorhanden. Im Rahmen des Digitalpaktes sollen alle Mindener Schulen in 2021 und 2022 mit dieser Technik für den Unterricht ausgestattet werden, bekräftigt Stadtkämmerer und kommissarischer Vorstand, Norbert Kresse, an. Damit können die Bildschirminhalte der mobilen Endgeräte auf den angeschafften passiven Präsentationsmedien (TV, Nahdistanzbeamer) dargestellt werden. Eine weitere wichtige Voraussetzung sei die Qualifizierung der Lehrkräfte im Umgang mit dieser Technik, so Kresse abschließend.

Pressestelle der Stadt Minden, Susann Lewerenz, Telefon +49 571 89204,E-Mail: s.lewerenz@minden.de

Unternehmenskommunikation der EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG; Leitung: Änne Spannuth, Telefon +49 571 802-1010, E-Mail: aenne.spannuth@minden.edeka.de

Mit einem Außenumsatz von 10,6 Milliarden Euro und rund 76.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich der selbstständigen Einzelhändler) ist die EDEKA Minden-Hannover die umsatzstärkste von insgesamt sieben Regionalgesellschaften im genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbund. Sie besteht im Kern seit 1920, erstreckt sich von der niederländischen bis an die polnische Grenze und umfasst Bremen, Niedersachsen, einen Teil von Ostwestfalen-Lippe, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Zwei Drittel der insgesamt 1.469 Märkte sind in der Hand von selbstständigen EDEKAEinzelhändlern. Zum Unternehmensverbund gehören darüber hinaus mehrere Produktionsbetriebe, darunter die Brot- und Backwarenproduktion Schäfer’s, die Produktion für Fleisch- und Wurstwaren Bauerngut sowie das Traditionsunternehmen für Fischverarbeitung Hagenah in Hamburg.