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Geschäftszahlen 2020: Positive wirtschaftliche Entwicklung bei EDEKA Minden-Hannover

· Größte EDEKA-Regionalgesellschaft steigert Umsatz erstmals auf über 10 Milliarden Euro

· Verlässlicher Arbeitgeber in der Region für rund 76.800 Mitarbeiter

· Folgen der Covid-19-Pandemie deutlich spürbar

· 52.000 Quadratmeter neue Verkaufsflächen für die Kunden erschlossen

· Umsatz mit Bio-Artikeln um rund 30 Prozent gestiegen

20. Mai 2021 • Minden

Der Vorstand der EDEKA Minden-Hannover im Interview zu den Geschäfszahlen 2020.

Die EDEKA Minden-Hannover blickt für das zurückliegende Geschäftsjahr 2020 auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung sowie ein gutes Umsatz- und stabiles Ergebniswachstum. Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum um 8,4 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der Konzernjahresüberschuss lag 2020 bei rund 142 Millionen Euro. Als größte von sieben Regionalgesellschaften hat die EDEKA Minden-Hannover ihre Position als verlässlicher Arbeitgeber in der Region behauptet und allein im Jahr 2020 insgesamt 2.990 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine berufliche Perspektive gegeben. Inklusive der Teams der selbständigen EDEKA-Kaufleute belief sich die Gesamtzahl Ende 2020 auf 76.782 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 100 Nationen. Die Zahl der Auszubildenden im Unternehmensverbund erhöhte sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt rund 3.100. Zugleich starteten etwa 1.500 junge Menschen ihre Berufsausbildung bei der EDEKA Minden-Hannover.

„Wo Licht ist, fällt auch Schatten: Obwohl der Lebensmitteleinzelhandel in der gegenwärtigen Situation wirtschaftlich starken Rückenwind erfährt, spürt EDEKA Minden-Hannover aber auch die negativen Folgen deutlich“, relativiert Vorstandssprecher Mark Rosenkranz die aktuelle Entwicklung. So muss die Regionalgesellschaft beispielsweise geschlossene Gastronomie-Bereiche in den Märkten, den Einbruch des Großverbrauchergeschäfts und die Auswirkungen des stark eingeschränkten Tourismus an zahlreichen Standorten kompensieren.

„Covid-19 hat 2020 unser gesamtes Handeln geprägt. Um unserer Aufgabe als verlässlicher Lebensmittelversorger in der Fläche nachzukommen, haben unsere Mannschaften in den Märkten wie auch in den Produktions- und Lagerstandorten unzählige Extraschichten gefahren, um die Versorgung für die Bevölkerung sicherzustellen. Gleichzeitig hatten und haben wir volles Augenmerk darauf, die ständig wechselnden Anforderungen des Infektionsschutzes – von Maskenpflicht bis Zugangsbeschränkungen – konsequent umzusetzen. Das zeigt: Wir als EDEKA Minden-Hannover übernehmen nicht nur Verantwortung für Lebensmittel, sondern auch für die Gesellschaft“, so Rosenkranz.

Insgesamt fällt die Einschätzung des zurückliegenden Geschäftsjahrs jedoch positiv aus: „Die derzeitige außergewöhnliche Situation hat uns einmal mehr gezeigt: Das Prinzip der genossenschaftlichen Organisation, die die selbständigen Einzelhändler in den Mittelpunkt stellt und konsequent fördert, ist solide. Die Mischung aus unternehmerischer Freiheit, Zusammenhalt und Solidargemeinschaft sind unsere große Stärke und zahlen sich gerade in diesen Krisenzeiten aus.“

Das zeigt sich auch in den Expansionszahlen: Trotz der aktuellen Covid-19-Pandemie hat die EDEKA Minden-Hannover auch 2020 die Weiterentwicklung ihrer Einzelhandelsflächen mit hohem Tempo fortgesetzt und insgesamt rund 52.000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu erschlossen. Darunter finden sich auch einige Märkte mit „Leuchtturm“-Charakter wie beispielsweise das EDEKA Center Wolfsburg Nordstadt, der EDEKA-WEZ-Markt in Stadthagen, das EDEKA Center Brehm in der Berliner Clayallee oder das EDEKA Center im Bremer Weserpark. 2020 wurden insgesamt 24 Märkte neu eröffnet und fünf Märkte in die Hände selbständiger Einzelhändler gegeben, davon drei Existenzgründer. Insgesamt flossen mehr als 70 Millionen Euro in die Einrichtung neuer Märkte sowie in die Modernisierung und Erweiterung bestehender Objekte. Unter Berücksichtigung der Investitionen der selbständigen Einzelhändler erhöht sich das Investitionsvolumen allein im Einzelhandel auf knapp 150 Millionen Euro.

Die ehemaligen Kaiser’s Tengelmann-Märkte haben sich für die EDEKA Minden-Hannover zu einem wahren Wachstumsmotor im Großraum Berlin entwickelt. Im vierten Jahr in Folge nach der Übernahme verzeichneten sie 2020 erneut eine fast zweistellige Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2020 wurden weitere sieben ehemalige Kaiser’s-Märkte umfassend modernisiert.

Die Gesamtinvestitionen der EDEKA Minden-Hannover lagen 2020 mit insgesamt 354 Millionen Euro auf hohem Niveau. Rund 172 Millionen Euro hat das Unternehmen in den Erwerb und den Neubau von Immobilien investiert, etwa 14 Millionen in die Modernisierung der bestehenden Fahrzeugflotte. 13 Millionen Euro sind in die Modernisierung der Produktionsstandorte von Schäfer’s- und Bauerngut und weitere 3,5 Millionen Euro in die Erweiterung des Produktionsstandorts von Hagenah geflossen.

Auch in diesem Jahr hat sich die EDEKA Minden-Hannover hinsichtlich Investitionen viel vorgenommen: „Es ist unser Ziel, einen großen Teil der erwirtschafteten Erträge konsequent zu nutzen, um die Infrastruktur unserer Märkte immer weiter zu modernisieren und für die Kunden noch attraktiver zu machen. Gleichzeitig fließen hohe Summen in unsere Fahrzeugflotte, die verschiedenen Produktionsstätten und Lagerstandorte, um diese weiter zu optimieren“, so Rosenkranz. So werden derzeit die Obst- und Gemüselager in Freienbrink und Lauenau automatisiert. In die Produktionsstandorte von Schäfer’s und Bauerngut sowie in die Erweiterung des fischverarbeitenden Betriebs Hagenah in Hamburg investiert die EDEKA Minden-Hannover insgesamt rund 55 Millionen Euro.

Nachhaltigkeit und ressourcenschonendes Handeln ist Teil der EDEKA-Unternehmenskultur. So hat der Unternehmensverbund 2020 vielfältige Nachhaltigkeitsinitiativen auf den Weg gebracht und umgesetzt. Denn bis 2025 will das Unternehmen seine Treibhausgas-Emissionen um 70 Prozent – verglichen mit 2011 – reduzieren. Zentrale Instrumente sind beispielsweise der Einsatz von Kühlmitteln mit dem natürlichen Kältemittel CO2, Wärmerückgewinnung, die Beleuchtung mithilfe energiesparender LED-Technologie sowie die Ausstattung der Märkte mit Photovoltaik-Anlagen. Allein 2020 sind 24 neue Photovoltaik-Anlagen dazu gekommen. Seit 2020 decken alle Großhandels- und Produktionsstandorte ihren Strombedarf aus erneuerbaren Energien.

Zum Schutz von Ressourcen gehört aber auch der Fokus auf regionale Produkte beziehungsweise der Umsatz mit Bio-Artikeln. Letzterer ist 2020 überdurchschnittlich um rund 30 Prozent von 383 Millionen Euro auf 498 Millionen Euro gestiegen. Über das gesamte Jahr hinweg betrachtet summierte sich die Gesamtzahl verfügbarer Bio-Artikel auf insgesamt 13.800 Produkte. Darunter beispielsweise ein Sortiment aus über 480 Alnatura-Artikeln. Lokal wie regional angebaute und produzierte Lebensmittel – aus einem Umkreis von bis zu 30 Kilometern zum jeweiligen Markt – gehören zu wesentlichen Sortimentsbausteinen sämtlicher Einzelhandelsstandorte im Absatzgebiet. Denn die Umwelt profitiert von kurzen Vertriebswegen, der Wirtschaftskreislauf vor Ort von der erhöhten, regionalen Nachfrage. Zum Jahresende führte die EDEKA Minden-Hannover heimische Produkte von über 1.300 lokalen und regionalen Erzeugern.

Mit einem Außenumsatz von 10,6 Milliarden Euro und rund 76.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich der selbstständigen Einzelhändler) ist die EDEKA Minden-Hannover die umsatzstärkste von insgesamt sieben Regionalgesellschaften im genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbund. Sie besteht im Kern seit 1920, erstreckt sich von der niederländischen bis an die polnische Grenze und umfasst Bremen, Niedersachsen, einen Teil von Ostwestfalen-Lippe, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Zwei Drittel der insgesamt 1.469 Märkte sind in der Hand von selbstständigen EDEKAEinzelhändlern. Zum Unternehmensverbund gehören darüber hinaus mehrere Produktionsbetriebe, darunter die Brot- und Backwarenproduktion Schäfer’s, die Produktion für Fleisch- und Wurstwaren Bauerngut sowie das Traditionsunternehmen für Fischverarbeitung Hagenah in Hamburg.