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EDEKA Minden-Hannover behauptet sich trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen im Jahr 2022: „Segeln hart am Wind“

• Werben um Kunden: Preiswürdigkeit durch bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis

• Kampf um Marktanteile: 65.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche in 2022

• Rekordinvestitionen in die Zukunft: 600 Millionen Euro für Märkte, Handelsinfrastruktur und Nachhaltigkeit

• Stärkung der Genossenschaft: 55 Märkte an selbstständige Händler übergeben

11. Mai 2023 • Minden

Der Vorstand der EDEKA Minden-Hannover v. li. Ulf-U. Plath, Mark Rosenkranz und Stephan Wohler (Bildquelle: EDEKA Minden-Hannover/Kenny Riedel).

Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Gesamtkontexts blickt die EDEKA Minden-Hannover auf ein insgesamt ordentliches Geschäftsjahr zurück. Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum leicht um 2,3 Prozent auf rund 11,3 Milliarden Euro. Und das trotz der derzeitigen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Massiver Kostendruck, rasant steigende Inflation und gestörte Lieferketten waren wesentliche Eckpfeiler und haben uns und insbesondere unseren Einzelhändlern enorme Kraftanstrengungen abverlangt“, sagt Vorstandssprecher Mark Rosenkranz rückblickend. „Wir segeln hart am Wind und als genossenschaftlicher Verbund stehen wir EDEKAner auch in schwierigen Zeiten zusammen. Die gemeinsamen operativen Anstrengungen und unser klarer strategischer Kurs haben uns dabei geholfen, das Jahr 2022 zu einem ordentlichen Geschäftsjahr zu machen.“

Bestmögliches Preis-Leistungs-Verhältnis und Stärkung der Preiswahrnehmung im Fokus
Das Unternehmen hat 2022 große Anstrengungen unternommen, um die Preiswürdigkeit der EDEKA Minden-Hannover zu stärken und die privaten Geldbeutel zu entlasten. So setzt auch die EDEKA Minden-Hannover zunehmend auf Eigenmarken und investiert in erheblichem Maß in stabile und günstige Preise, auch wenn damit die eigene Handelsspanne sowie das Ergebnis unter Druck geraten. Beides, sowohl der bewusste Verzicht auf Handelsspanne wie auch die konsequente Positionierung der günstigeren und dabei qualitativ hochwertigen Eigenmarken haben wesentlich dazu beigetragen, sich verlässlich als preisgünstiger Händler zu positionieren. Mit den mehr als 7.000 Eigenmarken-Produkten und Markenartikeln zum Discount-Preis steckt in jedem EDEKA-Markt auch ein Discounter.
Gleichzeitig treibt die EDEKA Minden-Hannover weiterhin die Differenzierung zum Wettbewerb konsequent voran und stärkt die Bedientheken für Backwaren, Fleisch, Wurst, Fisch und Käse. Im Rahmen seiner „Bedienungsoffensive“ investiert das Unternehmen beispielsweise in die Weiterbildung der Bedientheken-Mitarbeiter, den Ausbau der Frischesortimente sowie die Modernisierung und Biozertifizierung der Bedientheken der Märkte. Zum Jahresende 2022 hatten bereits rund 2.000 der EDEKA-Frischetheken durch staatliche anerkannte Prüfstellen ein Bio-Zertifikat erworben.

Zeichen stehen auf (Flächen-)Wachstum
Um die bestehende Marktposition zu sichern und weiter auszubauen, hat die EDEKA Minden-Hannover auch 2022 die Weiterentwicklung ihrer Einzelhandelsflächen mit hohem Tempo fortgesetzt und insgesamt rund 65.000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu erschlossen. Die Gesamtzahl der Märkte stieg von 1.480 auf 1.496. Damit liegt die Gesamtverkaufsfläche inzwischen bei mehr als zwei Millionen Quadratmetern. 2022 summierte sich das Investitionsvolumen in Renovierung, Neu- und Umbau zukunftssicherer Märkte auf insgesamt rund 230 Millionen Euro. Exponierte Neustandorte waren beispielsweise das EDEKA Center No. 1 in Berlin Steglitz, der neue MARKTKAUF in Lübbecke oder der EDEKA-Markt des selbstständigen Einzelhändlers Maik Thaut in Mittenwalde. Umfassend modernisiert wurden beispielsweise das EDEKA Center im Stern-Center in Potsdam, das EDEKA Center Ankermann in Celle oder der MARKTKAUF in Melle.

2023 Rekordinvestitionen von mehr als 600 Millionen Euro geplant
Trotz harter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen lagen die Gesamtinvestitionen der EDEKA Minden-Hannover 2022 mit insgesamt rund 400 Millionen Euro auf hohem Niveau. „Mit unseren Investitionen stellen wir unsere Märkte, Produktionsbetriebe sowie den Großhandel zukunftsfähig auf. Wir investieren in unsere Märkte und moderne Arbeitsplätze, die gezielte Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Digitalisierung aller Unternehmensbereiche, in eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte und in neue Technologien für unsere Produktionsstandorte. Gleichzeitig stärken wir mit diesen Investitionen die regionale Wirtschaft in unserem Vertriebsgebiet“, so Mark Rosenkranz. Trotz aller Herausforderungen plant die EDEKA Minden-Hannover für 2023 Rekordinvestitionen in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Ein wesentlicher Aspekt wird neben der Erneuerung der Fahrzeugflotte auch die Modernisierung zahlreicher Märkte sein. Geplant ist die Eröffnung von 31 neuen Märkten mit einer Verkaufsfläche von 75.000 Quadratmetern, die Integration der ehemaligen Real-Märkte in Blankenburg und Schwedt sowie die Neubauten in Goslar und Papenburg.

Privatisierungsoffensive für einen noch stärkeren genossenschaftlichen Verbund
Die Stärkung des genossenschaftlichen Verbunds stand im Jahr 2022 im Fokus. Mit diesem Ansatz hat die EDEKA Minden-Hannover 2022 insgesamt 55 Märkte an selbstständige Einzelhändlerinnen und Einzelhändler übergeben. Darunter allein 29 ehemalige Kaiser’s Tengelmann-Märkte und 15 NP-Märkte. Dabei hat die EDEKA Minden-Hannover stark auf Existenzgründungen gesetzt. Das bedeutet, dass auf diese Weise vor allem bisherige angestellte Marktleiterinnen und Marktleiter bestehender Märkte die Chance auf Selbstständigkeit unter dem genossenschaftlichen Dach der EDEKA bekommen haben. 2022 sind insgesamt 44 Existenzgründer an den Start gegangen. Dieser Weg wird auch im Jahr 2023 konsequent fortgesetzt. Insgesamt sind im laufenden Jahr rund 60 Privatisierungen geplant, davon erneut rund 32 Existenzgründungen. Damit kommt die EDEKA Minden-Hannover ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag nach. Insgesamt sind innerhalb der EDEKA Minden-Hannover derzeit 622 selbstständige Einzelhändler aktiv, davon rund 560 Genossenschaftsmitglieder.

Verantwortungsvolles Handeln steht im Mittelpunkt
„Wir gehen unseren Nachhaltigkeitsweg kontinuierlich weiter. Als Lebensmittelhändler und Nahversorger tragen wir eine hohe gesellschaftliche Verantwortung, der wir gerecht werden wollen. Entsprechend hoch sind die Investitionssummen, die in der gesamten Region in klimafreundlichere Märkte und nachhaltigere Konzepte fließen. In Sachen Klimaschutz werden wir nicht nachlassen“, bekräftigt Mark Rosenkranz. So baut die EDEKA Minden-Hannover als erster Lebensmittelhändler in Deutschland derzeit ihre Lkw-Flotte zu einem klimafreundlichen Fuhrpark aus. Bis Ende 2025 will das Unternehmen im Großhandel ausschließlich mit nahezu CO2-freiem Bio-LNG unterwegs sein. Die Umstellung der Flotte auf LNG-Fahrzeuge läuft bereits auf Hochtouren. Derzeit sind bereits mehr als 80 LNG-Lkw im Einsatz. In den nächsten Tagen wird die erste Bio-LNG-Tankstelle auf dem Gelände des EDEKA-Logistikzentrums im niedersächsischen Lauenau eröffnet.
Darüber hinaus geht die EDEKA Minden-Hannover im brandenburgischen Nauen ganz neue Wege und baut derzeit ihren ersten Zukunftsmarkt. Dabei setzt das Unternehmen in sämtlichen Bereichen zukunftsweisende und nachhaltige Konzepte um – sei es die Errichtung in Holzbauweise mit natürlichen Dämmstoffen, die Photovoltaikanlage auf dem Dach mit Batteriespeicher und Solarcarports auf dem Parkplatz, die Regenwassernutzung, die Fassadenbegrünung oder die naturnahen Außenanlagen. Nauen ist ein Pilotprojekt für den nachhaltigsten Supermarkt der Zukunft, für die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Standards, die dann auch für künftige Standorte genutzt werden können. Die Eröffnung ist für Mitte 2024 geplant.
Die EDEKA Minden-Hannover und WWF setzen auch künftig auf eine intensive Zusammenarbeit und rollen ihr nachhaltiges Einzelhandelskonzept „Auf Zukunftswegen“ weiter aus. Ziel ist es, mit einer Vielzahl von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in den teilnehmenden Märkten zu mehr Ressourcenschutz beizutragen, den ökologischen Fußabdruck konsequent zu reduzieren sowie Nachhaltigkeitsthemen im Markt für die Kunden sichtbar zu machen. Mit diesem einzigartigen Konzept ist die EDEKA Minden-Hannover Vorreiter im Lebensmitteleinzelhandel. Derzeit sind sechs Märkte mit dem entsprechenden Signet „Auf Zukunftswegen“ ausgezeichnet. 2023 sollen mindestens weitere 25 Märkte hinzukommen.

Arbeitgebermarke EDEKA mit überregionaler Strahlkraft und vielfältigen Perspektiven
„Gerade in diesen schwierigen Zeiten zeigt sich, dass wir ein krisenfester Arbeitgeber sind, denn gegessen werden muss immer. Die Arbeitgebermarkte EDEKA verfügt weiterhin über jede Menge Strahlkraft, denn wir bieten sichere Jobs und eröffnen wie kaum ein Zweiter vielfältigste berufliche Perspektiven und Lebenswege“, so Mark Rosenkranz. Inklusive der Mitarbeiter der selbstständigen EDEKA-Kaufleute belief sich die Gesamtzahl Ende 2022 auf rund 76.000 Mitarbeitende aus über 100 Nationen, darunter rund 3.000 Azubis. Um potenzielle Bewerber von der Attraktivität des Unternehmens und der Arbeitsinhalte zu überzeugen, geht das Unternehmen neue Wege in der Ansprache junger Menschen und setzt beispielsweise auf Social Media-Kampagnen oder den EDEKA Talente Truck, der insbesondere an Schulen sehr beliebt ist. Ob Praktikum, Ausbildung oder duales Studium – die Auswahl für Bewerber ist bei der EDEKA Minden-Hannover groß. Künftige Azubis können zwischen 26 verschiedenen Ausbildungsberufen in den Bereichen Einzelhandel, Großhandel, Logistik oder Produktion wählen. Ein duales Studium ist jeweils mit dem Praxisschwerpunkt Einzelhandel, Großhandel oder Logistik möglich. Mehr dazu finden Sie hier.

Mit einem Außenumsatz von rund 11,3 Milliarden Euro und rund 75.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (einschließlich der selbstständigen Einzelhändlerinnen und Einzelhändler) ist die EDEKA Minden-Hannover die umsatzstärkste von insgesamt sieben Regionalgesellschaften im genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbund. Sie besteht im Kern seit 1920, erstreckt sich von der niederländischen bis an die polnische Grenze und umfasst Bremen, Niedersachsen, einen Teil von Ostwestfalen-Lippe, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Zwei Drittel der insgesamt 1.500 Märkte sind in der Hand von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten. Zum Unternehmensverbund gehören darüber hinaus mehrere Produktionsbetriebe, darunter die Brot- und Backwarenproduktion Schäfer’s, die Produktion für Fleisch- und Wurstwaren Bauerngut sowie das Traditionsunternehmen für Fischverarbeitung Hagenah in Hamburg.