EDEKA Insights
Von der Chance zum Erfolg – Meral Kandzias Weg durch den EDEKA Young Talent Award und fitfortrade
Mit gerade einmal 27 Jahren hat Meral Kandzia schon eine beeindruckende Reise im Einzelhandel hinter sich – geprägt von Mut, Offenheit und der Fähigkeit, Chancen zu erkennen, selbst wenn sie ungeplant kommen. Nach ihrem Abitur 2017 und einem begonnenen BiotechnologieStudium fand sie ihre berufliche Erfüllung schließlich dort, wo sie es ursprünglich nicht erwartet hatte: im Einzelhandel. Die Arbeit mit Menschen, die Vielseitigkeit des Alltags und das Gefühl, wirklich etwas bewirken zu können, führten sie schließlich zu EDEKA Habig und dem Start des HFW integriert.
Besonders prägend war für Meral ihre Rolle als verlässliche Ansprechperson für Auszubildende und Kolleg:innen. Mit ihrer offenen, empathischen Art wurde sie schnell zur festen Bezugsstelle im Markt. Die Möglichkeit, Wissen weiterzugeben und Verantwortung zu übernehmen, motivierte sie täglich aufs Neue.
Doch Merals Geschichte wäre nicht vollständig ohne ihre beeindruckenden Erfolge bei zwei großen Wettbewerben: dem EDEKA Young Talent Award (YTA) und fitfortrade.
Der YTA wurde für Meral zu einer wertvollen Chance, sich neuen Herausforderungen zu stellen und ihr Potenzial sichtbar zu machen. Anfangs startete sie noch ohne große Erwartungen – doch schon bald entwickelte sich aus dem ersten Hineinschnuppern echter Ehrgeiz. Als sie merkte, wie gut sie abschnitt, packte sie der sportliche Gedanke: „Mal schauen, was noch geht.“ Besonders die faire Struktur des Wettbewerbs motivierte sie zusätzlich. Anders als beim früheren MegaAzubi‑Format, bei dem frühes Spielen Vorteile brachte, fühlte sie sich beim YTA wirklich anhand ihrer Leistung bewertet – ein Gefühl, das sie beflügelte. Und genau diese Transparenz gab ihr die Sicherheit: Wenn es nicht gereicht hätte, dann lag es an den Ergebnissen und nicht an äußeren Umständen – eine Haltung, mit der sie gut umgehen kann.
fitfortrade hingegen kam völlig überraschend: Bis zur Halbfinal-Mail hatte sie sich kaum mit dem Wettbewerb beschäftigt. Doch er fühlte sich sofort wie der nächste logische Schritt an. Die Frage „Was ist wohl noch machbar?“ weckte ihre Neugier – und genau diese Neugier wurde zum Motor ihres Erfolges.
Besonders eindrucksvoll erinnert sich Meral an die Zeit in Leipzig und Köln: neue Menschen, unzählige Eindrücke und eine Mischung aus Aufregung und Nervosität. Diese Erlebnisse waren intensiv – begleitet von vielen wertvollen Kontakten und großartigem Essen, wie sie mit einem Lächeln erzählt.
Emotional wurden vor allem die Finalmomente: Beim YTA, als sie unter 75 Teilnehmenden auf der Bühne plötzlich unter den Top 10 stand – und schließlich den 2. Platz erreichte. „Ich war super happy und gleichzeitig überrumpelt.“
Beim fitfortrade-Wettbewerb wurde es sogar noch intensiver. Die Entscheidungen fielen live auf der Bühne, und obwohl sie gegen ihre neue Freundin Laura antreten musste, unterstützten sie sich gegenseitig. Der 3. Platz war für Meral ein Moment des Stolzes – und der Erleichterung, denn vor dem Finale mit offenen Fragen hatte sie großen Respekt. Im Publikum hätte sie alles beantworten können, aber auf der Bühne? Sie lacht: „Wer weiß!“
Was Meral besonders geholfen hat? Ihre Neugier. Die Bereitschaft, Fragen zu stellen. Wissen von Menschen zu sammeln. „In den Märkten steckt so viel Wissen – man muss es nur nutzen“, sagt sie.
Heute arbeitet Meral in der Verwaltung, betreut Kreditkunden, erstellt und prüft Rechnungen – und wird ihre neue Position auch nach dem HFW-Abschluss behalten. Ein Weg, der zeigt: Wer sich öffnet, neugierig bleibt und mutig nach vorne geht, kann über sich hinauswachsen.
EDEKA-Azubis beim „Fleisch‑Star‑Talent 2026“
Beim renommierten Branchenwettbewerb „FleischStar – Talent 2026“ der Fachzeitschrift „Lebensmittel Praxis“ standen in diesem Jahr erneut beeindruckende Nachwuchskräfte aus dem EDEKA‑Verbund auf der großen Bühne. Sechs Talente aus ganz Deutschland präsentierten sich beim Deutschen Fleischkongress, darunter gleich vier starke Persönlichkeiten aus dem EDEKA‑Verbund.
Dass sich unter diesen vier Teilnehmenden sogar ein Preisträger befand, unterstreicht die besondere Stärke des EDEKA‑Nachwuchses: Mit Nikolas Finnenkötter vom Marktkauf Münster‑Gievenbeck stellte der EDEKA‑Verbund einen der beiden Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs. Diese Auszeichnung ist ein starkes Zeichen für die hohe Qualität der Ausbildung und Nachwuchsförderung innerhalb des Unternehmens.
Mit Vanessa Mehl von „EDEKA Südwest Fleisch“ in Rheinstetten, Elisabeth Schmidt von „EDEKA Mülln“ in Düren sowie Daniel Starikov, Auszubildender im Marktkauf Speicher in Halle (Westfalen), waren drei weitere engagierte Nachwuchskräfte vertreten. Sie zeigten eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft, Fachwissen und kreative Energie in der neuen Generation steckt. Ihre überzeugenden Leistungen in Produktion, Beratung und Warenpräsentation belegen einmal mehr das große Potenzial des EDEKA‑Nachwuchses.
Die starke Präsenz dieser vier Kandidat:innen macht deutlich: EDEKA gehört weiterhin zu den wichtigsten Talentschmieden im deutschen Lebensmittelhandel, insbesondere an den Fleischbedientheken. Mit moderner Ausbildung, handwerklicher Kompetenz und echter Begeisterung für Qualität prägen junge Kolleg:innen hier aktiv die Zukunft der Frischebereiche.
Wir gratulieren unseren EDEKA‑Talenten herzlich zu ihrer Nominierung und ihrem Erfolg und bedanken uns bei den Ausbildungsbetrieben, die diese Entwicklung mit großem Engagement ermöglicht haben.
Quelle: Ingo Hilger für Lebensmittel Praxis.
Von links.: Erste Person: Daniel Starikov, zweite Person: Elisabeth Schmidt, dritte Person: Nikolas Finnenkötter, fünfte Person: Vanessa Mehl.
Gen-E – deine Idee, dein Award. Die Bewerbungsphase endet am 19. April
Vielleicht kennen Sie diesen Moment: Eine Idee entsteht, nimmt Formen an und wird irgendwann zu einem Projekt, das mehr bewegt, als man am Anfang erwartet hat. Genau solche Projekte sucht der Gen‑E Award.
Der Gen‑E Award ist eine Einladung, die eigene Arbeit sichtbar zu machen. Bewerben können sich alle Mitarbeiter:innen aus dem EDEKA‑Verbund, ganz gleich ob Nachwuchskraft, Marktmitarbeiter:in, Führungskraft oder selbstständige Kaufleute. Entscheidend ist, dass Sie ein Projekt umgesetzt haben, das EDEKA stärkt und einen positiven Beitrag für Ihren Bereich leistet. Die Bewerbungsfrist endet am 19. April 2026 um 23:59 Uhr.
Gefragt ist das, was Sie selbst geschaffen haben: Ihre Initiative, Ihr Blick auf Herausforderungen, Ihre Umsetzung. Erzählen Sie, wie Ihr Projekt entstanden ist, wie Sie es vorangetrieben haben und welchen Unterschied es macht. Genau diese Geschichten zeigen, wie vielfältig und engagiert die Generation EDEKA ist.
Vielleicht haben Sie einen Prozess optimiert, Kundenerlebnisse verbessert oder ein Thema mit besonderer Leidenschaft angepackt. Wenn Ihr Projekt bereits erste Ergebnisse zeigt und für andere ein Vorbild sein könnte, dann ist jetzt der richtige Moment, es einzureichen. Ihre Bewerbung kann ein wichtiger Schritt sein, nicht nur für Ihr Projekt, sondern auch für Ihre persönliche Entwicklung.
Nutzen Sie die verbleibende Zeit und bereiten Sie Ihre Unterlagen gut auf. Ihre Projektdokumentation, eine kurze Zusammenfassung und ein Einblick in Ihren beruflichen Hintergrund bilden die Basis. Alles Weitere finden Sie auf der Website awards.edeka
Konfliktmanagement in der Ausbildung
Konflikte gehören zum Ausbildungsalltag – und das ist ganz normal. Wo junge Menschen lernen, arbeiten und sich entwickeln, treffen unterschiedliche Erwartungen, Persönlichkeiten und Erfahrungen aufeinander. Ob Missverständnisse, kulturelle Unterschiede, Leistungsdruck oder persönliche Herausforderungen, die Gründe für Konflikte in der Ausbildung sind vielfältig. Besonders junge Menschen stehen unter hoher Erwartungsspannung. Sie müssen sich im Betrieb zurechtfinden, neue Aufgaben bewältigen und parallel schulische Anforderungen erfüllen.
Konflikte früh erkennen – bevor sie eskalieren
Bei Konflikten in der Ausbildung ist es wichtig, frühzeitig das Gespräch zu suchen und dafür einen ruhigen, ungestörten Zeitpunkt zu wählen. Solche Gespräche sollten immer unter vier Augen stattfinden, damit beide Seiten offen sprechen können. Eine kurze Vorbereitung hilft, die eigenen Punkte klar zu formulieren und das Gespräch mit dem Azubi zielgerichtet zu führen. Gleichzeitig lohnt es sich, offen für die Sichtweise des Gegenübers zu bleiben, denn nur so entstehen gemeinsame Lösungen.
Wenn Gespräche festfahren, kann Unterstützung im Betrieb sinnvoll sein, etwa durch Vorgesetzte, Kolleg:innen oder den Betriebsrat. Und nicht zuletzt steht die IHK-Ausbildungsberatung als neutrale Anlaufstelle zur Verfügung, um schwierige Situationen professionell zu klären oder beispielsweise bei schulischen Defiziten Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Oft kündigen sich Probleme über längere Zeit an. Warnsignale können sein:
- sinkende Motivation
- vermehrte Fehlzeiten
- auffällige Stimmungsschwankungen
- Spannungen im Team
Regelmäßige Gespräche, aufmerksame Beobachtung und echtes Interesse am Gegenüber sind die besten Mittel der Prävention. Je früher Ausbilder:innen eingreifen, konkret die Konfliktsituation oder das Fehlverhalten ansprechen, aber auch Lösungsansätze aufzeigen, desto eher lassen sich Konflikte konstruktiv lösen.
Strategien für eine erfolgreiche Konfliktbewältigung
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Auszubildende Sorgen offen ansprechen können, denn dies verhindert Frustration und fördert Vertrauen.
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem man sich Ausreden lässt, Nachfragen zulässig sind und auch Verständnis gezeigt werden kann. Aktives Zuhören ist ein zentraler Schritt zur Deeskalation.
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Sie als Ausbilder:in moderieren und erst einmal nicht urteilen. Neutralität schafft Glaubwürdigkeit und ermöglicht faire Lösungsprozesse.
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Lösungen im Dialog entstehen, denn diese werden nachhaltiger akzeptiert und stärken das Verantwortungsgefühl der Auszubildenden.
- Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Vertraulichkeit sichergestellt wird. Diskretion schafft Sicherheit und öffnet den Weg für ehrliche Gespräche.
Konflikte vermeiden – präventiv handeln
Ein wesentlicher Bestandteil präventiven Konfliktmanagements ist das Formulieren klarer Erwartungen. Transparente Regeln, feste Abläufe und eindeutig definierte Rollen geben Auszubildenden Sicherheit und Orientierung und verhindern viele Missverständnisse schon im Ansatz. Ebenso wichtig ist es, den Teamgeist aktiv zu fördern. Gemeinsame Aktivitäten, ob im Arbeitsalltag oder außerhalb des Betriebs, stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und verbessern die Zusammenarbeit nachhaltig. Ergänzend dazu tragen gezielte Schulungen dazu bei, Auszubildende für herausfordernde Situationen zu stärken. Trainings in Kommunikation, Konfliktlösung und Persönlichkeitsentwicklung vermitteln grundlegende Kompetenzen, mit denen junge Menschen Konflikte souverän und selbstbewusst meistern können. So entsteht ein stabiles Fundament für ein respektvolles Miteinander und eine erfolgreiche Ausbildung.
Regelmäßige Ausbildungsgespräche als Schlüssel zum Erfolg
Ein enger Austausch wirkt motivierend, schafft Vertrauen und deckt frühzeitig Stolpersteine auf. Daher sind auch direkte Rückmeldungen oder ein kurzes Feedback enorm wichtig, beispielsweise auch zum Berichtsheft oder AzubiGuide. Besonders hilfreich sind darüber hinaus gemeinsame Ausbildungsziele im Rahmen von regelmäßigen Feedbackgesprächen zu definieren. So entsteht eine Ausbildung, in der sich Auszubildende ernst genommen und eingebunden fühlen, aber auch Ihre Erwartungen erfüllt und die gesetzten Ausbildungsziele erreicht werden.
Insbesondere bei Ausbildungsbeginn in der Probezeit lassen sich Erwartungen klären und das gegenseitige Kennenlernen intensiv gestalten. Ein Probezeitgespräch, idealerweise in der Mitte dieser Phase, hilft beiden Seiten, die Weichen für die gemeinsame Zukunft zu stellen. So werden die Erwartungen offen angesprochen und die Auszubildenden haben die Chance, an sich zu arbeiten.
Fazit: Konflikte als Chance begreifen
Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden, aber in jedem Fall professionell gestalten.
Mit Aufmerksamkeit, klarer Kommunikation und den richtigen Strategien schaffen Ausbilder:innen ein Umfeld, in dem Lernen, Vertrauen und Freude an der Entwicklung wachsen können. Konflikte sind keine Gefahr, sondern eine Gelegenheit - für Auszubildende, für Betriebe und für die Qualität der Ausbildung insgesamt.