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Zusätzlicher Schutz beim Einkauf: Hamburger Kaufleute testen neue Technik gegen Corona

In diesen besonderen Zeiten werden in den einzelnen Märkten unterschiedliche Vorkehrungen getroffen, um Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Wichtigste Maßnahme zum Infektionsschutz ist und bleibt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Dieser Sicherheitsabstand ist auch beim Tragen eines Mundschutzes einzuhalten. Darüber hinaus versuchen unsere selbstständigen EDEKA-Kaufleute immer, mit Blick auf die Situation vor Ort individuelle und pragmatische Lösungen zu finden. In Hamburg testen nun zwei Kaufleute unterschiedliche Modelle als Zusatz der bereits bestehenden Hygienekonzepte.

18. November 2020 • Hamburg, Neumünster

„Die Gesundheit von unseren Endverbrauchern sowie der Belegschaft in den Märkten hat für uns oberste Priorität. Es ist für uns sowie unsere selbstständigen Kaufleute selbstverständlich, unseren Kunden eine sichere und hochwertige Einkaufsumgebung zu schaffen. Die selbstständigen Kaufleute achten in ihren Märkten streng auf die Einhaltung geltender Hygiene- und Abstandsregelungen“, so Stefan Giese, Geschäftsführer EDEKA Nord. „Die beiden Kaufleute in Hamburg erproben nun in ihren jeweiligen Märkten neue Testverfahren. Wir unterstützen diese Innovationskomponenten der Kaufleute.“ Beide Technologien werden im Rahmen der stattfindenden Testverfahren auf ihre Funktionalität hin überprüft.

Über den Einsatz von UV-C-Strahlung bei EDEKA Clausen

In Kooperation mit Signify baut EDEKA Clausen als erster Supermarkt in Deutschland desinfizierende UV-C-Lösungen in seinen Markt Alter Güterbahnhof in Hamburg ein. „Wir sind stolz, dass wir als erster Supermarkt in Deutschland mit UV-C-Lösungen von Signify unserem Hygienekonzept eine weitere Ebene hinzufügen können”, so Dr. Dirk-Uwe Clausen, Geschäftsführer EDEKA Clausen. „Seit vielen Jahren arbeiten wir im Bereich Beleuchtung sehr erfolgreich mit Signify zusammen und verfolgen gemeinsam das Ziel, unseren Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.“

Die UV-C-Desinfektionsgeräte für die oberen Lufträume werden im Verkaufsraum in einer Höhe von 3,2 bis 3,5 Metern an Säulen und Wänden installiert. In Kombination mit Abschirmung und Optik ist sichergestellt, dass sich Mitarbeiter und Kunden jederzeit unbedenklich im Markt aufhalten können. Bereits bei der Planung sowie während der Installation und auch nach der Inbetriebnahme finden Messungen und Kontrollen statt, um sicherzustellen, dass die Strahlungsbelastung jederzeit unter den Grenzwerten bleibt. Die UV-C-Strahler desinfizieren kontinuierlich die vorbeiströmende Luft ausschließlich im oberen Bereich des Raumes, die durch die Gerätewärme, Personenbewegung, Klima- und Lüftungstechnik, beim Lüften und gegebenenfalls auch mittels kleinerer Ventilatoren gegeben ist. Die Luftzirkulation im Raum stellt sicher, dass sich die desinfizierte Luft mit den unteren Luftschichten vermischt. Diese permanente und lautlose Wirkungsweise führt laut Studien zu sehr hohen Desinfektionsraten von bis zu 99,999 %. Die Wirksamkeit der UV-C-Technologie von Signify in Bezug auf die Inaktivierung von SARS-CoV-2 auf Oberflächen, wurde von der Universität Boston bestätigt.

UV-C bezeichnet die kurzwellige Form von ultraviolettem Licht, in einer Wellenlänge von 200 bis 280 Nanometern. Dieses Licht kann künstlich erzeugt und dazu eingesetzt werden, um Viren, Bakterien und Keime zu deaktivieren. UV-C-Strahlung ist ein bekanntes Desinfektionsmittel für Luft, Oberflächen, Gegenstände und Wasser, da es Aerosole und somit das Risiko einer Infektion verringern kann. Die Kerntechnologie wird schon seit mehr als 40 Jahren eingesetzt.

Über den Einsatz von Raumluftreiniger im E Center Harburg

Im E Center Harburg findet ein weiteres Testverfahren statt. Dort werden Luftreiniger mit Virenfilter der Firma UlmAIR aufgestellt. Dieser Luftreiniger filtert die Luft nahezu geräuschlos, lässt sie im Raum zirkulieren und vernichtet die darin enthaltenen Viren, Bakterien und Gerüche.

Das Herz des Raumluftreinigers sind fünf nacheinander angeordnete Filter. Diese reinigen Luft, die am Boden aufgefangen, in einer Stunde sechsmal umgewälzt und nach oben wieder ausgestoßen wird. Die sechsfache Luftwechselrate verhindert somit infektiöse Luftkonzentration. Die in die UlmAIR integrierten Filter sorgen zu 99,995 % für das garantierte Auffangen der Viren und Partikel. In dem Feinstaubfilter bleiben Bakterien und Keime stecken. Abends, wenn sich das Gerät abschaltet, werden die im Filter abgelagerten Viren auf 80 Grad erhitzt und regelrecht „verbrannt“. Außerdem misst der CO2-Sensor die Luftqualität. Kommen mehr Menschen zusammen, steigt der CO2-Wert, der UlmAIR schaltet seine Gebläse und damit die Luftumwälzung eine Stufe höher.

Tadeusz Chmielewski, Geschäftsführer E center Harburg, über den Testeinsatz dieser Technik: „Die Geräte haben wir an unseren stark frequentierten Orten, wie etwa die Kassenzone oder an den Bedientheken, aufgestellt und ergänzen so unsere bisherigen Präventivmaßnahmen im Markt.“

EDEKA Nord hat ihren Sitz in Neumünster und ist eine von sieben genossenschaftlich organisierten Großhandlungen des EDEKA-Verbundes. Sie nimmt mit rund 670 Märkten und einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 780.000 qm eine Spitzenstellung im norddeutschen Lebensmitteleinzelhandel ein.

Das Absatzgebiet umfasst Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teile Niedersachsens und Brandenburgs. Mit einem Konzernumsatz von 3,1 Mrd. Euro im Jahr 2018 wird die führende Rolle als Nahversorger weiter gefestigt. Die Belieferung des Einzelhandels erfolgt aus den drei Logistikzentren Neumünster, Malchow und Zarrentin. Mit eigenen Produktionsbetrieben für Fleisch- und Wurstartikel sowie Backwaren garantiert EDEKA Nord „Frische für den Norden“.

Die selbstständigen EDEKA-Kaufleute profilieren sich durch einen auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Sortimentsmix aus Marken, Eigenmarken und regionalen Produkten. Sie stehen für Lebensmittelqualität und Genuss. EDEKA Nord ist einer der größten Arbeitgeber im Norden mit rund 4.400 Beschäftigten und bildet in Großhandel und Produktion rund 150 sowie im Einzelhandel rund 1.400 junge Menschen aus.