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Vorreiter im deutschen Lebensmittelhandel: EDEKA und Netto führen umweltfreundliche Kassenbons ein

Der EDEKA-Verbund führt nach und nach besonders umweltfreundliches Thermopapier für seine Kassenbons ein – ohne chemische Farbentwickler und daher recycelbar. EDEKA und Netto Marken-Discount sind damit der erste große Lebensmittelhändler beziehungsweise erste Discounter in Deutschland, die diese Umstellung vornehmen: Vor dem Hintergrund der „Belegerteilungspflicht“ ab 2020 ist dies ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Umweltfreundlichkeit. Bereits seit Jahren setzen EDEKA und Netto Marken-Discount beim generell üblichen Thermodruck von Kassenbons auf phenolfreies und FSC-zertifiziertes Papier aus nachhaltiger Waldwirtschaft.

16. Dezember 2019 • Hamburg

Bei dem neuen Kassenrollenpapier handelt es sich um umweltfreundliches, FSC-zertifiziertes Thermopapier mit einer charakteristischen blau-grauen Farbe: Blue4est®, so der Produktname, setzt zwar auch auf Wärme, um auf der Kassenrolle das Schriftbild erscheinen zu lassen. Dem liegt jedoch eine rein physikalische und keine chemische Reaktion zugrunde. Daher werden keinerlei Chemikalien für die Farbentwicklung verwendet.

Selbst der direkte Kontakt des „blauen“ Thermopapiers mit Lebensmitteln – beispielsweise in der Einkaufstasche – ist völlig unbedenklich. Die neuen Kassenbons verblassen auch nicht mehr, wenn sie Licht oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Sie sind daher beständig und bei Bedarf langlebig, etwa für Dokumentationszwecke. Die Kassenbons aus blauem Thermopapier können aufgrund ihrer Umweltverträglichkeit auch einfach im Altpapier entsorgt und recycelt werden.

Dies gewinnt vor dem Hintergrund der ab dem 1. Januar 2020 geltenden gesetzlichen „Belegerteilungspflicht“ besondere Bedeutung: Dann muss jeder Kunde einen Bon erhalten. Derzeit verzichtet ein Teil der Kunden auch auf Kassenbons, um unnötige Ausdrucke zu vermeiden. In kleineren Märkten von EDEKA werden Bons derzeit vielfach nur auf Kundenwunsch ausgedruckt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass zum Beispiel keine Garantiewaren, virtuellen Telefonkarten oder abgewogene Produkte gekauft wurden und keine Kartenzahlung genutzt wurde. Denn grundsätzlich erhält der Kunde einen Kassenbon als Quittung und Garantiebeleg. Er erhält so die Summe der jeweiligen Einkäufe als Einzelposten und kann sie nachvollziehen und kontrollieren. Nur so sind rechtlich gesehen – auch nachträgliche – Reklamationen möglich oder eventuell die Rückgabe eines Produktes.

Das Thema Ressourcenschonung hat bei EDEKA und Netto Marken-Discount generell hohe Priorität. So besteht das Ziel, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, zum Beispiel durch den Ausbau des Angebots an umweltverträglicheren Produkten.

Das Profil des mittelständisch und genossenschaftlich geprägten EDEKA-Verbunds basiert auf dem erfolgreichen Zusammenspiel dreier Stufen: Bundesweit verleihen rund 3.700 selbstständige Kaufleute EDEKA ein Gesicht. Sie übernehmen auf Einzelhandelsebene die Rolle des Nahversorgers, der für Lebensmittelqualität und Genuss steht. Unterstützt werden sie von sieben regionalen Großhandelsbetrieben, die täglich frische Ware in die EDEKA-Märkte liefern und darüber hinaus von Vertriebs- bis zu Expansionsthemen an ihrer Seite stehen. Die Koordination der EDEKA-Strategie erfolgt in der Hamburger EDEKA-Zentrale. Sie steuert das nationale Warengeschäft ebenso wie die erfolgreiche Kampagne „Wir ♥ Lebensmittel.“. Von hier erfolgen die Impulse zur Realisierung verbundübergreifender Ziele wie beispielsweise dem Schaffen durchgängiger IT-Strukturen oder zur Entwicklung zeitgemäßer Personalentwicklungs- und Qualifizierungskonzepte für den Einzelhandel. Mit dem Tochterunternehmen Netto Marken-Discount setzt sie darüber hinaus erfolgreiche Akzente im Discountgeschäft und rundet so das breite Leistungsspektrum des Unternehmensverbunds ab. EDEKA erzielte 2018 mit rund 11.300 Märkten und 376.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 53,6 Mrd. Euro. Mit rund 18.000 Auszubildenden ist EDEKA einer der führenden Ausbilder in Deutschland.