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Nachbarschaftsbarometer 2020: Frankfurt und Stuttgart liegen vorne

Repräsentative Studie zeigt, wie es um die Nachbarschaft hierzulande steht. Die Corona-Pandemie hat die Relevanz von Nachbarschaften und ihre gesellschaftliche Funktion in den Fokus gerückt. Sie prägen Wohlbefinden und Lebensqualität und sind vielfach Ausgangspunkt für gemeinschaftliches Anpacken. Welchen Stellenwert Nachbarschaft für die Bevölkerung hierzulande hat, zeigt jetzt das „EDEKA Nachbarschaftsbarometer 2020 – So nachbarschaftlich ist Deutschland“, eine repräsentative Studie, die der genossenschaftlich organisierte EDEKA-Verbund am Montag, 17. August 2020, erstmalig veröffentlichte. Ein Ergebnis lautet: Frankfurt am Main und Stuttgart sind die beiden nachbarschaftlichsten Städte Deutschlands. Sie liegen beide im Geschäftsgebiet der EDEKA Region Südwest.

19. August 2020 • Offenburg

Wie steht es um die Nachbarschaft in Deutschland – speziell im Südwesten des Landes? Kennt man sich und hilft man einander? Oder ist eine zunehmende Anonymität zu verzeichnen? Das Nachbarschaftsranking 2020 (das Nachbarschaftsranking setzt sich aus vier Dimensionen zusammen, aus denen sich der Indexwert ermittelt: Einstellung zu Nachbarschaft, Ist-Beurteilung von Nachbarschaft, eigener Beitrag zur Nachbarschaft und Rahmenbedingungen für Nachbarschaftsengagement) ermittelt, welche Bundesländer und Städte besonders nachbarschaftlich sind und ob ein Unterschied zwischen Stadt und Land zu verzeichnen ist:

  • Im Ranking der Bundesländer belegt Baden-Württemberg den fünften Platz (102,4) gefolgt von Hessen auf Rang sechs (101,5). Schlusslichter sind das Saarland (88,3) und Rheinland-Pfalz (87,5). Ganz oben auf dem Treppchen und damit das nachbarschaftlichste Bundesland ist Brandenburg (107,7). Niedersachsen schafft es im Ranking auf Platz zwei (106,9). Das Podest komplettiert der Stadtstaat Hamburg als Dritter (103,1).
  • Nachbarschaftsindex der Städte: Den höchsten Stellenwert hat Nachbarschaft in Frankfurt am Main (111,0), gefolgt von Stuttgart (110,6).
  • Land vor Stadt: Auf dem Land (< 20.000 Einwohner) ist man nachbarschaftlicher (106,9) als in urbanen Gebieten, wobei Nachbarschaft in Städten mit über 100.000 Einwohnern mehr gelebt wird (96,3), als in denen mit 20.000 bis 100.000 (93,6).
Eine weitere zentrale Frage der Studie lautete: Ist nach der Corona-Pandemie mit einem gestärkten Nachbarschaftsverhältnis zu rechnen? Antworten darauf sowie weitere Kernergebnisse des EDEKANachbarschaftsbarometers 2020 (Grundlage der dargestellten Informationen sind zwei von der EDEKA Zentrale in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Gelszus rmm Marketing Research GmbH durchgeführte online Befragungen. Die erste bevölkerungsrepräsentative Befragung umfasste 3019 Befragte vom 05.03. bis zum 17.03.2020) im Überblick:
  • Das gehört zu einer guten Nachbarschaft: „Hilfsbereitschaft“ (56 %), „Freundlichkeit“/ein „freundlicher Umgang“ (25 %) und „Rücksichtnahme“
    (11 %) gehören für die Befragten zu einer guten Nachbarschaft.
  • Rund 2/3 der Befragten fühlt sich in ihrer Nachbarschaft (sehr) wohl: 25 % der Befragten fühlen sich in ihrer Nachbarschaft sehr wohl, 44 % wohl; gar nicht hingegen nur 2 %.
  • Hier begegnen sich Nachbarn: Am häufigsten begegnen sich Nachbarn „auf der Straße“/ „im Hof“ (83 %), im Wohnhaus / Hausflur (54 %) und
    beim Einkauf (41 %).
  • So eng ist der Kontakt unter Nachbarn: Der Kontakt mit den Nachbarn ist bei 16 % (sehr) eng: Bei 38 % ist er weniger eng bzw. nicht vorhanden, davon sind über die Hälfte offen für einen engeren Kontakt oder diesem nicht abgeneigt.
  • Häufigkeit des Engagements: Insgesamt engagieren sich 18% der Befragten (sehr) häufig für die Nachbarschaft und 42% selten bis nie, wobei sich Ältere häufiger engagieren als Jüngere. Das (sehr) häufige Engagement sinkt während der Corona-Pandemie um die Hälfte (9 %).
  • Aktives Engagement während der Corona-Pandemie (in einer zweiten Online-Befragung mit 750 Befragten wurde vom 15.05. bis zum 19.05.2020 unter anderem das Thema Corona und Nachbarschaft überprüft): 29 % der Befragten haben den Nachbarn während der Pandemie geholfen – am häufigsten durch Gespräche (61 %) und das Übernehmen von Einkäufen (56 %). 15 % gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie ihr Verhältnis zur Nachbarschaft langfristig eher stärken wird.
Warum dem EDEKA-Verbund das Thema Nachbarschaft am Herzen liegt?

Regionalität und Gemeinwohl sind Teil der EDEKA-DNA

Die rund 3.700 selbstständigen und genossenschaftlich organisierten EDEKA-Kaufleute engagieren sich seit jeher für das Gemeinwohl vor Ort. Aus der täglichen Begegnung mit den Menschen wissen sie, was ihre Kunden bewegt und was es braucht, um die Nachbarschaft zu stärken. Sie unterstützen u. a. Kindertagesstätten, Sportvereine, Feuerwehren und soziale Einrichtungen mit (Lebensmittel‑)Spenden oder durch tatkräftiges Mitanpacken. Die Wurzeln des EDEKA-Verbunds liegen im regionalen Mittelstand. Hier ist das inhabergeführteVollsortimentsgeschäft angesiedelt. Neben bekannten, großen Marken und den beliebten Eigenmarken, führen die 3.700 selbstständigen Kaufleute ebenso regional- und lokaltypische Produkte mittelständischer und kleiner Lieferanten. Weitere Detailinformationen zum Studiendesign sowie alle Ergebnisse inkl. grafischer Darstellung gibt es unter: nachbarschaftsbarometer.edeka

Verbund-Außenumsatz 2019: 9,1 Mrd. Euro

Mitarbeiter gesamt: rund 44.000 (inkl. selbst. Einzelhandel)

Auszubildende gesamt: rund 2.850 (inkl. selbst. Einzelhandel)

Absatzgebiet: Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Süden von Hessen und Teile Bayerns