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Marktkauf unterstützt die Winzer im Ahrtal

Große Flutwein-Aktion im Nürnberger Marktkauf

Am 24. und 25. September fand im Nürnberger Marktkauf Thon eine Notverkaufsaktion zugunsten der von der Flutkatastrophe betroffenen Winzer aus dem Ahrtal statt.

28. September 2021 • Nürnberg

Die Flutwelle im Ahrtal, im Norden von Reinland-Pfalz gelegen, war eine Katastrophe von existenziellem Ausmaß. Hab und Gut sowie die gelagerten Weine der Weinbaubetriebe versanken in tiefem Schlamm. So traf es am 14. Juli 2021 auch die 1868 gegründete Winzergenossenschaft (WG) Mayschoss – die älteste Winzer-genossenschaft der Welt – mit ihren 466 Winzern extrem hart. Die Flutwelle hat die Genossenschaft voll erwischt und die Gebäude der WG in Mayschoss, Altenahr und Walporzheim sind zerstört worden.

Hilfe kam aus allen Teilen Deutschlands und die Anteilnahme war groß. So auch bei der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Sie entschied spontan, den Winzern beim Abverkauf ihrer erstklassigen Rotweine mit einem Flutweinverkauf zu helfen, denn die Lese der Frühburgunder steht kurz bevor und die Keller müssen dringend für die Lagerung des neuen Jahrgangs geleert werden.

Für den Marktkauf-Verkaufsleiter Wolfgang Bartsch ist die Unterstützung der Winzer im Ahrtal eine Herzensangelegenheit. So wurde die Ware – über 1.000 Flaschen – für den Sonderverkauf persönlich von ihm aus der Region abgeholt. Unter anderem auch, da die zerstörte Infrastruktur ein zusätzliches logistisches Problem darstellt. „Aktuell gibt es immer noch keine geregelte Strom- und Wasserversorgung und auch die üblichen Kommunikationswege sind nur sehr eingeschränkt vorhanden. Mayschoss ist nach wie vor von der Außenwelt abgeschottet.“, schildert Alexander Saalfrank, Sachverständiger für Wein und Sekt und Geschäftsführer von Global Wines.

Zum reinen Selbstkostenpreis von nur 8,36 Euro pro Flasche konnten zwei Sorten hochwertige Spätburgunder-„Flutweine“ aus den Kellern der Ahrtaler Winzer aus der Winzergenossenschaft Mayschoss im Marktkauf Nürnberg Thon erworben werden. Pro verkaufte Flasche wanderte zusätzlich 1 Euro in einen Spendenpool für die Flutopfer. Der zweitägige Abverkauf war ein voller Erfolg. Marktleiter Gerd Schäfer ist von der Solidarität seiner Kundinnen und Kunden begeistert: „Wir haben in zwei Tagen 393 Flaschen Ahrtal-Weine verkauft. Dass die Spätburgunder optisch von der Flut gezeichnet waren, störte nicht – im Gegenteil, es verlieh den Flaschen einen besonderen Charme, nämlich den, sich ein echtes Original zu einem guten Preis sichern zu können und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Wir danken allen Weinliebhabern, die unseren Notverkauf so toll unterstützt haben!“.

„Die Menschen im Ahrtal sind bekannt dafür, die Köpfe nicht hängen zu lassen und sind sich alle einig, dass es weitergehen wird. Es wird jedoch viel Zeit, Geduld und Unterstützung brauchen. Wir möchten den Hilfegedanken aufgreifen und aus den übrig gebliebenen Trümmern gerettete ‘Flutweine‘ anbieten. Die Flaschen werden alle gespült, sind fest versiegelt und geschmacklich unbedenklich.“, erklärt Saalfrank.

In diesem Sinne können sich die Kundinnen und Kunden, die ein solches Exemplar erworben haben oder sich noch schnell die letzten Flaschen sichern möchten, auf einen besonderen Trinkgenuss freuen.

Die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen mit Sitz in Rottendorf ist eine von sieben Regionalgesellschaften des genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbundes. Rund 900 Märkte, zum Großteil betrieben von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten in Nordbayern, im nördlichen Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen, werden mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs wie Obst und Gemüse, Molkereiprodukten, ultrafrischer Convenience, Fleisch- und Wurstartikeln aus eigener Produktion beliefert, sowie mit einem umfangreichen Trocken- und Nonfood-Sortiment. Gemeinsam mit den selbstständigen EDEKA-Einzelhändlern erzielte die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen im Jahr 2020 einen Verbundumsatz von rund 5,0 Mrd. Euro und beschäftigt rund 45.000 Mitarbeitende und 1.300 Auszubildende. Sie ist somit einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in der Region.

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Stefanie Schmitt