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EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen feiert Spatenstich für hochautomatisiertes und nachhaltiges Logistikzentrum

Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder zeigt sich beim Spatenstich beeindruckt von „High-Tech im Lebensmittelhandel“

Am 9. Juli 2021 erfolgte in Marktredwitz der erste Spatenstich für den Neubau des hochtechnisierten Logistikzentrums durch den Vorstand und Aufsichtsrat der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen sowie Entscheidungsträger aus der Landes- und Bundespolitik. Unter anderem dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, dem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Marco Wanderwitz und dem Bundestags-Vizepräsidenten Dr. Hans-Peter Friedrich. Die geplante Maßnahme soll rund 300 Millionen Euro kosten und ist die dritte von vier Etappen des 500 Millionen Euro Infrastrukturpakets der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Sie ist geprägt durch einen hohen Grad an Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit.

Video zum Spatenstich

12. Juli 2021 • Marktredwitz, Rottendorf

Spatenstich Marktredwitz
von links nach rechts: Rainer Kämpgen (Vorstand EDEKA), Dr. Markus Söder (Bayer. Ministerpräsident), Sebastian Kohrmann (Vorstandssprecher EDEKA), Stefan Legat (Aufsichtsratsvorsitzender).

"Das ist ein ziemlich cooles Projekt, wenn man sieht, dass da High-Tech im Lebensmittelbereich entsteht. Früher war der Lebensmittelhandel ein normales, gutes Produkt. Heute hat er mit High-Tech, Automatisierung und mit ökologischer Nachhaltigkeit zu tun. Da haben die Kunden ein gutes Gefühl, wenn sie einkaufen.", zeigt sich der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder nach der Konzeptvorstellung im Rahmen des Spatenstichs beeindruckt von dem Großprojekt der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen.

Rund 500 Millionen Euro umfasst das Investitionsprogramm, mit welchem die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen ihre komplette Logistik- und Produktionsinfrastruktur durch vier Neubaumaßnahmen zukunftsfähig aufstellt.

Die erste Maßnahme ist die Erweiterung des Logistikzentrums im unterfränkischen Gochsheim, die bereits im Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen wird. Die zweite Maßnahme ist die Erweiterung des Logistikzentrums im sächsischen Berbersdorf, deren Spatenstich im März dieses Jahres erfolgte. Die dritte und umfangreichste Maßnahme ist der nun beginnende Neubau des Logistikzentrums im oberfränkischen Marktredwitz. Zuletzt wird sich EDEKA NST ab Anfang 2022 mit ihrer Fleisch- und Wurstwarenproduktion im oberfränkischen Hirschaid im Rahmen eines Neubaus neu aufstellen.

„Wir sind stolz, dass heute der Startschuss für das Herzstück unseres 500 Millionen Euro Investitionspaketes fällt. Alleine die Grundstücksgröße von rund 66 Fußballfeldern zeigt, dass wir weit voraus denken, um unsere Genossenschaft auch für die nächste Generation aufzustellen. Das Paket zur Modernisierung unserer Infrastruktur ist die Basis, um unser Wachstumstempo auch zukünftig hoch halten zu können. Schließlich sind wir der Marktführer in unserer Region und wollen das auch bleiben“, erläutert Sebastian Kohrmann, Vorstandssprecher der EDEKA NST.

Mit der kompletten Verlagerung des um 1967/1968 in Betrieb genommenen Altstandorts innerhalb des Gemeindegebietes der Stadt Marktredwitz reagiert EDEKA auf die jährlich zunehmende Artikelanzahl sowie die in den letzten Jahren überdurchschnittliche Umsatz- sowie Absatzsteigerung. Alleine die Artikelanzahl wird im Neubau von derzeit 13.000 auf dann rund 28.000 verschiedene Produkte ansteigen. Diese werden künftig direkt oder indirekt an insgesamt rund 900 Märkte in Franken, der Oberpfalz, Sachsen und Thüringen ausgeliefert werden. Auch die Anzahl der Mitarbeitenden am Standort Marktredwitz soll langfristig von derzeit rund 500 auf mehr als 600 wachsen.

Für den Neubau investiert EDEKA in hochautomatisierte Technik mit ergonomischen Arbeitsplätzen. Zudem spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit eine große Rolle.

Realisierungspartner für die Intralogistik ist die WITRON Logistik + Informatik GmbH aus Parkstein in der Oberpfalz, welche international marktführend bei der Konzeption, Realisierung und Inbetriebnahme hochtechnisierter Lebensmittel-Logistikzentren ist. Hierbei stehen die drei Schwerpunktthemen „Wirtschaftlichkeit“, „Mensch“ und „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt.

Den ersten Schwerpunkt der „Nachhaltigkeit“ erläutert EDEKA-Vorstandssprecher Sebastian Kohrmann: „Wir setzen unter anderem auf eine energieeffiziente Bauweise, werden unseren Strom durch Fotovoltaik und Blockheizkraftwerke teilweise selbst produzieren und setzen eine fast 40.000 Quadratmeter große Dachbegrünung ein. Ein Highlight ist sicherlich, dass wir an der Wasserstoff-Modellregion teilhaben und die CO2-neutrale Auslieferung mit Wasserstoff-LKW pilotieren werden. Zudem bauen wir beim Tragwerk auf den nachwachsenden Rohstoff Holz und setzen damit Deutschlands größtes Holzbauprojekt um.“

Beim zweiten Schwerpunkt „Mensch“ profitieren die Mitarbeitenden im EDEKA-Logistikzentrum von den ergonomischen und zukunftsgerechten Arbeitsplätzen. „Die bislang mit dem Warenhandling verbundenen physischen Belastungen werden künftig vermieden. Beispielsweise erfolgt die Zusammenstellung der Ware für die einzelnen Märkte weitgehend automatisiert durch intelligente Kommissionierautomaten“, erläutert Rainer Kämpgen, der bei EDEKA NST als Vorstand unter anderem für die Logistik zuständig ist.

Beim dritten Schwerpunkt „Wirtschaftlichkeit“ stellen intelligente Prozesse eine effiziente Abwicklung sowohl im Logistikzentrum als auch in den EDEKA-Märkten sicher. „Beispielsweise ermöglicht die intelligente Kommissioniertechnik eine filialindividuelle Zusammenstellung der Ladungsträger, die das Layout jedes einzelnen EDEKA-Marktes berücksichtigt. Das spart Laufwege beim Verräumen der Ware im Markt. Zudem werden die LKW um 20 Prozent besser ausgelastet und damit CO2 gespart“, so Kämpgen weiter.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Marco Wanderwitz MdB, zeigte sich begeistert von den Investitionen der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen: „Ich habe im Logistikzentrum im sächsischen Berbersdorf bereits live erfahren, wie hoch technisiert EDEKA bei der Lebensmittellogistik heutzutage arbeitet. Es ist beeindruckend, mit wie viel Technologie und Intelligenz die Prozesse ablaufen. Und hier in Marktredwitz geht EDEKA ja noch einen Schritt weiter und setzt noch mehr und noch modernere Technologie ein.“

Für das Bauvorhaben konnten rund 46 Hektar Grundstücksfläche unweit der A 93 gesichert werden. Diese Fläche, die etwa der Größe von 66 Fußballfeldern entspricht, bietet ausreichend Flexibilität zur Realisierung eines optimalen Lager-Layouts inklusive etwaiger Erweiterungs- und Reserveflächen für die Zukunft. Die Gebäudefläche wird über 100.000 Quadratmeter umfassen.

„Der Neubau des Logistikzentrums ist für uns ein klares Bekenntnis zur Region. Für den Weg, den uns die Regierung, das Landratsamt und die Stadt geebnet haben, sind wir sehr dankbar. Wir haben von allen Seiten Unterstützung erfahren und ein außerordentlich zügiges Genehmigungsverfahren erlebt“, so EDEKA-Vorstand Rainer Kämpgen.

Und auch an die Verbindung zur Region hat EDEKA gedacht und diese in der Bauplanung aufgenommen. Denn das Fichtelgebirge beschreibt geographisch ein nach Nordosten hin offenes Hufeisen, welches sich in der Gebäudekubatur des neuen Logistikzentrums genauso wiederfinden wird.

Hier unser Video zum ersten Spatenstich in Marktredwitz

Die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen mit Sitz in Rottendorf ist eine von sieben Regionalgesellschaften des genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbundes. Rund 900 Märkte, zum Großteil betrieben von selbstständigen EDEKA-Kaufleuten in Nordbayern, im nördlichen Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen, werden mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs wie Obst und Gemüse, Molkereiprodukten, ultrafrischer Convenience, Fleisch- und Wurstartikeln aus eigener Produktion beliefert, sowie mit einem umfangreichen Trocken- und Nonfood-Sortiment. Gemeinsam mit den selbstständigen EDEKA-Einzelhändlern erzielte die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen im Jahr 2020 einen Verbundumsatz von rund 5,0 Mrd. Euro und beschäftigt rund 45.000 Mitarbeitende und 1.300 Auszubildende. Sie ist somit einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in der Region.