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Presse

Produktion & Logistik

Baubeginn der EDEKA Frische-Manufaktur in Hirschaid

Feierlicher Spatenstich mit dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber

Am 2. September 2022 erfolgte im Hirschaider Gewerbegebiet der Spatenstich für den Neubau der Frische-Manufaktur durch den Vorstand und Aufsichtsrat der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen sowie Entscheidungsträger aus der Landespolitik.

05. September 2022 • Rottendorf

V.l.n.r.: Wolfgang Puff (Geschäftsführer Handelsverband Bayern), Bruno Kellner (stellv. Landrat des Landkreises Bamberg), Rainer Kämpgen (EDEKA Vorstand), Sebastian Kohrmann (EDEKA Vorstandssprecher), Bayerischer Staatsminister Thorsten Glauber, Stefan Legat (Aufsichtsratsvorsitzender EDEKA), Gert Lehmann (EDEKA Vorstand), Klaus Homann (Bürgermeister Hirschaid) Holger Dremel MdL / Bild: Fotostudio Paula Bartels

Bis 2024 entsteht „In der Röthe“ ein hochmodernes, klimaneutrales Produktions- und Logistikzentrum für feinste Wurstwaren in bester handwerklicher Tradition nach regionalen Rezepturen. Hierfür werden rund 100 Millionen Euro am Standort investiert.

Damit beginnt nun die vorletzte von sechs Etappen des 600 Millionen Euro Infrastrukturpakets* der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Der feierliche Spatenstich mit dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber als Ehrengast markierte den offiziellen Baubeginn.

Unter den Anwesenden waren auch Holger Dremel, Abgeordneter des Bayerischen Landtags, Bruno Kellner, stellvertretender Landrat des Landkreises Bamberg und Klaus Homann, Bürgermeister der Marktgemeinde Hirschaid. Zu den weiteren geladenen Gästen gehörten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Mitarbeitende der EDEKA-Gruppe sowie externe Partner. Am Nachmittag hatten dann auch die Hirschaiderinnen und Hirschaider Gelegenheit, das Baufeld zu besichtigen und sich an den Informationsständen zu informieren.

Staatsminister Glauber wertet das Projekt „als Vorbild für Nachhaltigkeit für die über 400 Mitarbeitenden“ und äußert „Ich bin stolz über die Investition hier im Herzen Oberfrankens.“ Für diese Investition sei „Hirschaid genau der richtige Ort“.

EDEKA-Vorstandssprecher Sebastian Kohrmann ist rückblickend auf den verzögerten Baubeginn, der einem Bürgerbegehren geschuldet war, erleichtert, dass jetzt die Bagger anrollen: „Hirschaid war von Anbeginn unser Wunschstandort. Wir sind froh, dass heute endlich der Startschuss für den neuen Produktionsstandort fällt. Mit unserem Gesamt-Investitionspaket von 600 Mio. Euro zur Modernisierung unserer Logistik- und Produktionsinfrastruktur werden wir unsere Genossenschaft für die nächste Generation zukunftssicher aufzustellen. Das Modernisierungspaket ist die Basis, um unser Wachstumstempo auch zukünftig hoch halten zu können. Schließlich sind wir der Marktführer in unserer Region und wollen das auch bleiben“.

Investition in die Region

Rund 100 Millionen Euro investiert die EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen in den Neubau der Frische-Manufaktur, die auf einem ca. 78.000 m2 großen Grundstück direkt an der A 73 entstehen wird. Das Gebäude selbst ist rund 22.000 m2 groß, davon entfallen rund 11.300 m2 auf den Logistikbereich, etwa 10.700 m2 auf Produktion und Verwaltung. Von Hirschaid aus werden ab Ende 2024 täglich über 400 EDEKA-Märkte mit Fleischerzeugnissen, regionalen Wurstspezialitäten, veganen Frischeprodukten sowie Käse und Fisch beliefert. Insgesamt entstehen dort 420 neue krisensichere Arbeitsplätze. Zusätzlich werden vielfältige Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten mit Perspektive geschaffen, beispielsweise in den Bereichen Qualitäts- und Lebensmittel-management.

Auch Bürgermeister Klaus Homann teilt die Freude: „Die Investitionsentscheidung von EDEKA zum Neubau in unserer Marktgemeinde, einhergehend mit einer modernen, klimaneutralen Bauweise ist im Jahr 2019 eine ausgesprochen gute Nachricht für uns gewesen, da wir uns in diesen unbeständigen Zeiten im Gewerbe viel breiter und krisensicherer aufstellen wollen, also weg von der Automobilindustrie und hin zu beständigen Gewerben. Insofern freue ich mich, dass uns dies mit dem zukunftsorientierten Vorhaben EDEKAs gelungen ist, denn wie heißt es so schön: gegessen und getrunken wird immer! Nur durch das konstruktive Zusammenwirken aller am Bauleitplanverfahren beteiligten Behörden und des Bundes konnte dies möglich werden. Durch den Bau der Frische-Manufaktur mit vielen Arbeitsplätzen erhöhen wir die Attraktivität unserer Marktgemeinde in der Region und es sind sicherlich auch zahlreiche positive Folgeeffekte zu erwarten.“

Regionalität und Nachhaltigkeit

Ein besonderer Fokus der neuen Anlage liegt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. So werden die Rohwaren von Lieferanten aus Franken bezogen und die fertigen Produkte ausschließlich an die umliegenden EDEKA-Märkte ausgeliefert. Da Hirschaid im Zentrum des Absatzgebietes der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen liegt, sind die Transportwege kurz. Zudem kann die Unternehmensgruppe ihrem Anspruch an die Regionalität der Waren gerecht werden: „Aus der Region für die Region“.

„Der Neubau der Frische-Manufaktur ist für uns ein klares Bekenntnis zur Region. Für den Weg, den uns die Regierung, das Landratsamt und die Marktgemeinde geebnet haben, sind wir sehr dankbar. Wir haben von allen Seiten Unterstützung erfahren und letztlich auch die Bürgerinnen und Bürger von unserem Vorhaben überzeugen können“, so EDEKA-Logistikvorstand Rainer Kämpgen.

Bei der Planung der Frische-Manufaktur wurden in puncto Nachhaltigkeit alle Aspekte von vornherein berücksichtigt. Beim Bau kommen recycelbare Materialien und modernste Technik zum Einsatz. Somit kann das Produktions- und Logistikzentrum jetzt und in Zukunft klimaneutral betrieben werden. Dazu sind unter anderem eine eigene Photovoltaikanlage sowie die Nutzung von Abwärme für die Heizung des Gebäudes geplant.

Intralogistik nach neuesten Standards

Mit der Teilautomatisierung des Lagers wurde das in Neunkirchen in Nordrhein-Westfalen internationale Unternehmen SSI Schäfer beauftragt.

Der Auftrag umfasst auf 3.500 m² alle Installationen in den Bereichen Shuttle mit Zonen-Kommissionierung und Ware-zu-Person-Kommissionierung, (De-)Palettierung sowie die Anbindung zur Produktion mit einer 4,7 m hohen Förderstrecke und einer Leistung von 1.000 Kisten/Stunde.

Bevor jedoch mit dem Hochbau begonnen werden kann, führt die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe umfangreiche Erdbauarbeiten aus, um den Boden, auf dem das Gebäude errichtet wird, vorzubereiten und zu stabilisieren.

Auch an Erweiterungsoptionen mangelt es am Standort nicht. „Der Neubau ermöglicht Kapazitätssteigerungen von bis zu 30 % und eine Nutzung bis mindestens 2040“, erklärt der für das Warengeschäft und für die Produktion verantwortliche Vorstand Gert Lehmann.

Der Neubau der Frische-Manufaktur hat mit dem Spatenstich nun endgültig begonnen – bereits Anfang 2023 soll die Gebäudemontage mit dem Aufbau der Stahlbetonfertigteile erfolgen. Bis zur voraussichtlichen Inbetriebnahme der Frische-Manufaktur Ende 2024 vergehen zwar noch ein paar Monate, jedoch beginnt nun die Zeit der sichtbaren Fortschritte, in der sich jede Woche etwas Neues auf der Baustelle tun wird.

*600 Mio. Euro-Investitionspaket:

1. Erweiterung des Logistikzentrums im unterfränkischen Gochsheim mit einem neuen Hochregallager, welche Ende Juli 2021 erfolgreich abgeschlossen wurde.

2. Erweiterung des Logistikzentrums im sächsischen Berbersdorf um mehr als 50 %. Die Inbetriebnahme wird noch in 2023 erfolgen.

3. Neue „Bedientheken-Plattform Ost“ als Drehscheibe für alle Frischesortimente der Bedientheken. Der Hochlauf begann nach Pfingsten 2022.

4. Neubau des Logistikzentrums im oberfränkischen Marktredwitz. Dies ist das größte Projekt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 300 Mio. Euro.

5. Neubau der Fleisch- und Wurstwarenproduktion im oberfränkischen Hirschaid als klimaneutrale Frische-Manufaktur (Spatenstich 02-09-2022).

6. Automatisierung Obst & Gemüse im Logistikzentrum Gochsheim mit der Firma Cimcorp.

Die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen ist eine von sieben regionalen Unternehmensgruppen des genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbundes. Die Genossenschaft als Keimzelle der Unternehmensgruppe wurde vor 110 Jahren (im Jahr 1912) gegründet und ist heute Großhandlung und Konzeptgeberin für rund 868 Einzelhandelsmärkte der Marken „EDEKA“, „E center“, „Marktkauf“ und „diska“ in Franken, der Oberpfalz, Sachsen, Thüringen und dem nördlichen Baden-Württemberg. Zudem betreibt sie mit der Tochterfirma FRANKEN-GUT zwei Produktionsbetriebe für Fleisch- und Wurstwaren. Gemeinsam mit den selbstständigen EDEKA-Einzelhändlern erzielte die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen im Jahr 2021 gemeinsam mit dem selbstständigen Einzelhandel einen Verbundumsatz von 4,8 Mrd. Euro und beschäftigt rund 50.000 Mitarbeitende und 1.400 Auszubildende. Sie ist somit einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in der Region. Die drei geschäftsführenden Vorstände Sebastian Kohrmann (geb. 1983, Vorstandssprecher), Rainer Kämpgen (geb. 1962 u. a. Logistikvorstand) und Gert Lehmann (geb. 1972, u. a. Ressort Warengeschäft) leiten die Geschäfte der Unternehmensgruppe. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist der EDEKA-Kaufmann und Inhaber mehrerer EDEKA-Märkte in der Oberpfalz Stefan Legat.