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Verantwortung

NABU-Ortsgruppe Radolfzell-Hegau gewinnt beim Wettbewerb zu „Unsere Heimat“

Mit ihrem Projekt „Erhaltung der größten Brutkolonie am Bodensee der Mehlschwalbe an der ehemaligen gräflichen Brauerei in Stockach-Espasingen“ gehört die NABU-Ortsgruppe Radolfzell-Hegau e.V. zu den diesjährigen Preisträgern des Wettbewerbs zur Regionalmarke „Unsere Heimat“ von EDEKA Südwest und erhält 3.000 Euro. 2014 hatte das Handelsunternehmen den Wettbewerb gemeinsam mit der Stiftung NatureLife-International initiiert und seitdem 320 herausragende Naturschutzprojekte im Südwesten mit insgesamt 786.000 Euro ausgezeichnet.

10. August 2026 • Stockach-Espasingen

Fünf Personen vor der NABU-Tafel
Symbolische Scheckübergabe (v.l.): Michaela Meyer (Geschäftsbereichsleiterin Nachhaltigkeit EDEKA Südwest), Lisa Maier (Mitarbeiterin NABU Bodenseezentrum, nahm stellvertretend den Scheck für die NABU-Ortsgruppe Radolfzell-Hegau entgegen), Andreas Mayer (Geschäftsführer Gnädinger und Mayer GmbH), Adreas Bernhart (Ortsvorsteher Stockach-Espasingen) und Frank Eichwald (Geschäftsführer EDEKA Sulger). Foto: Oliver Hanser

Unterstützt wird der jährlich stattfindende Wettbewerb für Naturschutzprojekte im Südwesten durch EDEKA-Kundinnen und Kunden mit dem Kauf von Bio-Kräutertöpfen der Regionalmarke „Unsere Heimat“. Ein Teil des Erlöses fließt in einen Fördertopf, aus dem die Preisgelder für die ausgezeichneten Projekte finanziert werden. 2026 erhöht sich die Zahl der Preisträger um weitere 23 auf nunmehr 320 ausgezeichnete Projekte. Alle diesjährigen Gewinner erhalten insgesamt 55.000 Euro. Seit Beginn des Wettbewerbs wurden damit Naturschutzprojekte im Südwesten mit über 786.000 Euro gefördert.

Die Patenschaft für das nun ausgezeichnete Projekt übernimmt EDEKA Sulger in Stockach. Geschäftsführer Frank Eichwald übergab gemeinsam mit Michaela Meyer, Geschäftsbereichsleitung Nachhaltigkeit EDEKA Südwest, den symbolischen Spendenscheck an Sandra Mänty, Sprecherin der NABU-Ortsgruppe Radolfzell-Hegau. „Der Schutz natürlicher Ressourcen und der biologischen Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für eine langfristig stabile Lebensmittelversorgung – auch in unserer Region“, erläuterte Frank Eichwald. Michaela Meyer erklärte: „Mit dem Wettbewerb fördern wir gezielt Projekte vor Ort, die Lebensräume erhalten und weiterentwickeln. Gleichzeitig machen wir Engagement sichtbar und unterstützen Initiativen, die konkrete Beiträge zum Naturschutz leisten.“ Die Stiftung NatureLife-International schätzt die Bedrohung der biologischen Vielfalt in Natur- und Kulturlandschaften als hoch ein. Der Rückgang zahlreicher Pflanzen- und Tierarten werde durch die Auswirkungen des Klimawandels zusätzlich verstärkt. Vor diesem Hintergrund sind konkrete Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung von Lebensräumen sowie zur Vernetzung von Biotopen von besonderer Bedeutung.

Ein wichtiger Beitrag hierzu ist das Naturschutzprojekt „Erhaltung der größten Brutkolonie am Bodensee der Mehlschwalbe an der ehemaligen gräflichen Brauerei in Stockach-Espasingen“ der NABU Ortsgruppe Radolfzell-Hegau e.V.. Ziel des Projekts ist die Erhaltung der großen Brutkolonie an der ehemaligen Schloss-Brauerei, die zu einem Wohngebäude umgebaut wurde. Dazu gehören die zwei Teilprojekte: Infotafel sowie Sitzseile. Eine pultförmige Outdoor-Tafel informiert über den Mehlschwalben-Sommer – von Paarfindung über Nestbau bis zum Flüggewerden – und soll Bewohnerinnen und Bewohner sowie Besuchende für die Schwalben sensibilisieren. Für die Sitzseile ersetzen zwei parallel gespannte Hochleistungsseile über 60 Meter frühere Leitungsdrähte und bieten den Jungschwalben sichere Ruhe- und Sammelplätze. Der Aufstellung der Infotafel sowie dem Anbringen der Sitzseile ging eine artenschutzgerechte Sanierung des alten Brauereigebäudes durch die Bauherren voraus, begleitet von Ehrenamtlichen der NABU-Gruppe Radolfzell-Hegau. Die Mehlschwalbe gehört zu den „Besonders geschützten“ Arten und ist in der Roten Liste der Brutvogelarten Baden-Württembergs als Art der „Vorwarnliste“ aufgeführt. Ihr Bestand in Deutschland ging in den letzten 30 Jahren stark zurück. Für dieses Engagement im Artenschutz wurde das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs zu „Unsere Heimat" mit 3.000 Euro ausgezeichnet.

EDEKA Südwest mit Sitz in Offenburg ist eine von sechs EDEKA-Regionalgesellschaften in Deutschland und erzielte im Jahr 2025 einen Verbund-Einzelhandelsumsatz von 11 Milliarden Euro. Mit rund 1.100 Märkten, größtenteils betrieben von selbstständigen Kaufleuten, ist EDEKA Südwest im Südwesten flächendeckend präsent. Das Vertriebsgebiet erstreckt sich über Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie den Süden Hessens und Teile Bayerns. Zum Unternehmensverbund gehören auch der Fleisch- und Wurstwarenhersteller EDEKA Südwest Fleisch inklusive Produktionsstandort Schwarzwaldhof für Schwarzwälder Schinken und geräucherte Produkte, die Bäckereigruppe Backkultur, der Mineralbrunnen Schwarzwald-Sprudel, der Ortenauer Weinkeller und der Fischwarenspezialist Frischkost. Einer der Schwerpunkte des Sortiments der Märkte liegt auf Produkten aus der Region. Im Rahmen der Regionalmarke „Unsere Heimat“ arbeitet EDEKA Südwest beispielsweise mit mehr als 1.500 Erzeugern und Lieferanten aus Bundesländern des Vertriebsgebiets zusammen. Eine Auswahl an Partnerbetrieben der regionalen Landwirtschaft im Überblick gibt es unter www.zukunftleben.de/regionale-partnerschaften. Der Unternehmensverbund, inklusive des selbständigen Einzelhandels, ist mit rund 47.000 Mitarbeitenden, darunter etwa 3.400 Auszubildende in rund 40 Berufsbildern, einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder in der Region. Insgesamt etwa 10.000 Mitarbeitende arbeiten an den Bedientheken für Fleisch und Wurst sowie Käse, Fisch und Backwaren.