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Minden-Hannover

Hagenah-Azubi räumt mit Vorurteilen auf

Furkan Aydin ist Auszubildender in der Fischindustrie. Ein verkanntes Berufsfeld.

In einem Kurz-Interview berichtet er von seiner Ausbildung bei Hagenah und den Erfahrungen, die er in dieser Zeit gesammelt hat.

Wer an die Arbeit in der Fischindustrie denkt, assoziiert das schnell mit Kälte, Wasser, einem fischigen Geruch in der Nase und langen Arbeitszeiten. Furkan Aydin ist Auszubildender bei der Hamburger Fischmanufaktur Hagennah, einer Tochtergesellschaft der EDEKA Minden‐Hannover, und kennt diese Vorurteile nur zu gut. Doch er lässt sich davon nicht abschrecken und beginnt vor zwei Jahren seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat.

Gerade die Liebe zum Fisch macht den Beruf für Furkan Aydin attraktiv. Insbesondere Lachs isst er gerne. „Mein Verwandter, der seit 15 Jahren bei Hagenah arbeitet, hat mir schon zu meinen Schulzeiten viel über seinen Beruf erzählt und mir so Lust auf die Arbeit hier gemacht. Dass ich selber gerne Fisch esse, ist nur einer von vielen Gründen, weshalb ich mich für die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei Hagenah entschieden habe“, erklärt Furkan Aydin.

Der Auszubildende hat Freude an seiner Arbeit. Vor allem seine ruhige und gewissenhafte Art ist in seinem Beruf von Vorteil. Zu Beginn seiner Ausbildung ist er in der Produktion tätig. Dies ist für alle Azubis bei Hagenah die erste Station ihrer Lehre, unabhängig vom eigentlichen Ausbildungsberuf. Das Erlangen der nötigen Warenkenntnis ist Grundlage für jegliche Aufgaben im Betrieb. Deswegen gehört der direkte Umgang mit dem Produkt, wie zum Beispiel das Filetieren, Räuchern und Verpacken, in den ersten neun Monaten zu Furkan Aydins täglichen Aufgaben. „Das war als Auftakt sehr interessant und vor allem hilfreich. Denn wenn ich Fisch verkaufen will, muss ich mich mit dem Produkt auch auskennen und wissen, wie genau es verarbeitet wird“, so der junge Mann.

Fischgeruch ist nur eine Frage der Gewöhnung

Der Fischgeruch in der Produktionshalle stellt für den Auszubildenden kein Problem dar. „Anfangs haben Waschmaschine und duschen direkt nach der Arbeit geholfen“, erzählt der Azubi. Nach ein paar Wochen hat sich seine Nase dann an den Geruch gewöhnt. „Wenn ich heute an die Fischtheke komme, nehme ich den Geruch kaum noch wahr und erst recht nicht als störend.“ Auch mit den Arbeitszeiten ist Furkan Aydin vollkommen zufrieden. „Normalerweise fange ich morgens um 6:30 Uhr an und arbeite dann bis 15 Uhr. Die Arbeitszeiten sind jedoch sehr flexibel.“

Breit gefächerte Arbeitsfelder

Nach der Produktion lernt Furkan Aydin die Abläufe an der Fischtheke kennen und hat direkten Kundenkontakt, was ihm in seiner Ausbildung mit am meisten Spaß macht. „Vor allem die Kollegen in der Abteilung sind super“, betont Furkan Aydin. Von da aus geht es für den Auszubildenden an den Schreibtisch ins Büro. Die erste Station, die er dort kennenlernt, ist der Einkauf. Dann arbeitet er sich in die Qualitätssicherung ein. Zuletzt kommt der Vertrieb – eine Station, die noch vor ihm liegt.

Ausbildung auf Augenhöhe

Besonders über die Wertschätzung, die ihm die Vorgesetzten entgegenbringen, freut Furkan Aydin sich. „Als Auszubildender wurde ich hier von Anfang an auf Augenhöhe behandelt. Ich kann jederzeit Fragen stellen und jeden Tag etwas lernen. Das Gute ist, dass ich das Gelernte direkt am Produkt anwenden kann“, erzählt die Nachwuchskraft. Das kann Marc André Eggers, Ausbilder und Bereichsleiter Einkauf, nur bestätigen. Der Ausbilder legt Wert auf einen wertschätzenden Umgang. „Auszubildende sind bei uns Mitarbeiter wie jeder andere. Ein Azubi trägt bei uns schon früh Verantwortung. Furkan zum Beispiel hat bereits komplette Schichtleitungen übernommen.“ Und weiter betont er: „Dabei werfen wir die Auszubildenden nicht einfach ins kalte Wasser, sondern stehen immer beratend zur Seite.“

Nach seiner Ausbildung möchte Furkan Aydin weiter für Hagenah arbeiten. Welche Tätigkeit es am Ende genau sein wird, steht für ihn noch offen. Sicher ist jedoch, dass er Hagenah treu bleiben und auch nach seiner Ausbildung weiterhin an dem Standort arbeiten will. Auch sein Ausbilder ist von Furkans Leistungen überzeugt: „Für Furkan gibt es schon eine Idee, die erfährt er aber erst im nächsten Frühjahr“, eröffnet Ausbilder Eggers.

„Als Auszubildender wurde ich hier von Anfang an auf Augenhöhe behandelt. Ich kann jederzeit Fragen stellen und jeden Tag etwas lernen. Das Gute ist, dass ich das Gelernte direkt am Produkt anwenden kann“, erklärt Furkan Aydin, Auszubildener bei Hagenah.