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Jobs & Karriere

Interview mit Michaela Tyroller, SAP-Anwendungsbetreuerin

Michaela Tyroller ist seit Mai 2018 bei EDEKA Südbayern beschäftigt und seit Februar 2021 SAP-Anwendungsbetreuerin. Ihr Weg zu ihrem Traumjob war zwar nicht ganz geradlinig, aber trotzdem konnte sie bei EDEKA schnell Fuß fassen.

Frau Tyroller, können Sie uns beschreiben, wie Sie zu EDEKA Südbayern gekommen sind?

Nach meinem Abitur im Jahr 2014 habe ich eine Weile gejobbt und mich dann für das Wirtschaftsinformatikstudium an der TH Ingolstadt entschieden. Leider endete das im 5. Semester vorzeitig, weil ich an Rechnungswesen gescheitert bin – alle Programmier- und Informatikfächer lagen mir dabei aber sehr gut. Nach meinem Studium habe ich einige Praktika gemacht, zum Beispiel bei Consultingunternehmen, im Bereich Versicherungen und weiteren. Überall wäre ein schneller Einstieg auch ohne Studium möglich gewesen, aber das alles passte nicht zu mir. Die IT dagegen umso mehr. Im Mai 2018 machte ich ein Praktikum bei EDEKA Südbayern und entschied mich schließlich für eine Ausbildung zur Informatikkauffrau. Hier konnte ich mich zwischen einem Start-up und EDEKA entscheiden – es wurde EDEKA.

Warum ist es EDEKA Südbayern geworden?

Bei EDEKA Südbayern überzeugte mich unter anderem das flexible Arbeitszeitmodell und die Nähe zu meinem Wohnort. Zusammen ermöglicht mir das eine bessere Work-Life-Balance. EDEKA ist zudem ein großes Unternehmen mit guten Aufstiegsmöglichkeiten. Und: Hier wird viel mit SAP gearbeitet – da wollte ich mich noch besser einarbeiten, um meinen Marktwert auch ohne Studium zu steigern. Die 38,5 Wochenstunden und die Unternehmenskultur, dass Freitagmittag Feierabend ist, haben auch noch zu meiner Entscheidung beigetragen.

Freitagmittag Schluss – und die anderen Tage arbeitet man dafür länger?

Genau, zwischen Montag und Dienstag arbeiten wir 8,5 Stunden am Tag, am Freitag nur 4,5. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass EDEKA zur Handelsbranche gehört und eine entsprechende Verfügbarkeit trotzdem gewährleistet sein muss. Es kann auch mal vorkommen, dass man an einem Feiertag arbeitet, aber das wird mit Gehaltszuschlägen ausgeglichen.

Sie arbeiten als SAP-Anwendungsbetreuerin. Können Sie uns mehr über Ihre Aufgaben sagen?

Ich arbeite im Bereich Business Intelligence und Querschnitt. Meine Hauptverantwortlichkeit liegt hier im Identity Management und dem Monitoring. Ich führe aber auch Updates bei Weboberflächen aus und arbeite mit dem Rollen- und Berechtigungskonzept – eigentlich mit allem, das SAP-nah ist. Besonders viel Spaß machen mir Digitalisierungsprojekte. Beispielweise betreue ich ein Projekt zur Prozessautomatisierung mir RPA UiPath. Hier programmieren wir Bots, die man über bestimmte Oberflächen laufen lassen kann, um Prozesse abzubilden. Zum Beispiel kann dieser Bot SAP-Tabellen öffnen, in Excel auswerten und die Ergebnisse mit bestimmten Kriterien wieder in SAP einarbeiten. Insgesamt wird die Prozessautomatisierung immer wichtiger und das macht mir ganz besonders viel Spaß. Das Gute daran ist, dass es super einfach zu lernen ist und man nur das technische Prozesswissen umsetzen und nicht viel programmieren muss.

Würden Sie dann sagen, dass Ihr Job auch etwas für Quereinsteiger:innen ist?

Es kommt natürlich darauf an welche Berufserfahrung und Kenntnisse jemand mitbringt. Die Möglichkeit mit Interesse und spezifischen Schulungen in der SAP-Betreuung Tätigkeiten zu übernehmen ist auf jeden Fall gegeben.

Wie ist der Teamspirit bei Ihnen im Team?

Wir pflegen bei uns im Team ein sehr familiäres Klima, das betrifft aber auch die ganze Abteilung. Mit unserem Chef kann man auf Augenhöhe reden und trotzdem strahlt er Autorität aus, wenn er muss. Er setzt sich immer für uns ein und er ist Einer von uns – das ist wirklich super! Die Hierarchien würde ich in der IT der EDEKA Südbayern aber ohnehin als flach bezeichnen.

Welche zukünftigen Kolleg:innen wünschen Sie sich? Was sollten diese mitbringen?

Dazu gehören ein paar Softskills: Die Person sollte gut belastbar sein, denn bei uns ist immer viel los. Zudem ist gute Kommunikationsfähigkeit sehr wichtig, man muss sich gerne einbringen wollen und offen sein für neue Dinge. Denn in der IT ist nichts so stetig wie der Wandel. Entsprechend wichtig ist auch eine schnelle Auffassungsgabe und Interesse daran, etwas Neues zu lernen. Grundsätzlich ist bei uns im Team Voll- und Teilzeit möglich. Zudem können wir bis zu 6 Tage im Monat aus dem Mobile Office arbeiten.

Als Berufsanfänger macht man mal Fehler. Wie wird mit Fehlern umgegangen?

Grundsätzlich gibt es keinen Ärger vom Chef, wenn mal Fehler passieren, gerade am Anfang. Auch mir ist das passiert und diesen Fehler wieder zu beheben, hat unsere Abteilung Zeit und Geld gekostet. Dennoch gibt es auch Stellen, an denen keine Fehler passieren dürfen, denn manche Themen sind einfach sehr komplex, gerade wenn es um Lizenzen und Datenschutz im Einzelhandel geht. Wir haben daher ein Konzept im Team, wer was machen darf, um bestimmte kritische Fehler zu vermeiden.

Um Fehler zu vermeiden muss man auch immer dazu lernen. Wie sieht es bei Ihnen mit Fortbildungen aus?

Ich glaube im Berufsalltag ist dafür leider oft zu wenig Zeit. Dennoch hält unser Abteilungsleiter uns dazu an, Fortbildungen zu besuchen. Ich habe ganz am Anfang eine Fortbildung im Bereich Identity Management gemacht und die Freigabe zur Fortbildung zur IT Betriebswirtin. Einige Kolleginnen und Kollegen machen eine SAP S/4HANA Schulung. Auch bei der persönlichen Weiterbildung werden wir unterstützt. Es ist zum Beispiel möglich, berufsbegleitend und unter finanzieller Beteiligung von EDEKA zu studieren.