Menü
Jobs & Karriere

Interview mit Michaela Schedlbauer, SAP-Anwendungsbetreuerin

Michaela Schedlbauer ist eine Quereinsteigerin, wie sie im Buche steht: Als gelernte Kinderpflegerin fand die heute 35-jährige zur Zeit ihres Berufsbeginns keinen Job – die Branche war damals übersättigt. Also begann sie als Kassiererin in einem Möbelgeschäft. Dort erarbeitete sie sich die Position als Büroleitung und kam schließlich über eine Zeitarbeitsfirma 2016 zur IT-Abteilung der EDEKA Südbayern. Ihre Eintrittskarte: Erfahrung auf der Fläche im Einzelhandel. Michaela Schedlbauer machte ihren Job beim LUNAR-Rollout so gut, dass sie nach einem Jahr übernommen wurde. Und nach vier Jahren Rollout ist sie mittlerweile in den Bereich Einzelhandelsprozesse gewechselt.

Frau Schedlbauer, warum haben Sie intern die Position gewechselt?
Nachdem ich in vier Jahren durch die gesamte Region gereist bin und oft im Hotel war, wollte ich gerne mehr zuhause sein. Glücklicherweise wurde intern schnell in einem anderen Bereich eine passende Stelle für mich gefunden und ich wurde sehr beim Wechsel unterstützt.

Was sind jetzt Ihre Aufgaben und wo liegt der Unterschied zur vorigen Tätigkeit?
Jetzt bin ich im Bereich Einzelhandelsprozesse als SAP Anwendungsbetreuerin in einem fünfköpfigen Team beschäftigt. Hier sind wir vor allem für die systemseitige Betreuung der Marktinventuren und Umstellungsinventuren zuständig. Zudem gehört die Bestandführung zu unseren Aufgaben. Darunter fallen beispielsweise die Analyse von Bestandsverläufen und die Bestandsauswertung sowie das Customizing, sprich die Grundeinstellungen setzen bei neuen Märkten. Und selbstverständlich sind wir auch bei Problemen jederzeit für die Kaufleute und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Markt ansprechbar.

Der größte Unterschied zur vorigen Position beim Rollout ist, dass ich jetzt im Büro in Gaimersheim arbeite. Vorher war ich grundsätzlich in unterschiedlichen Märkten in der Region im Einsatz und habe beim Rollout in mindestens 250 Märkten unterstützt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin geschult. Jetzt komme ich abends immer nach Hause – und die Tätigkeit an sich ist auch anders.

Was war in ihren beiden Tätigkeiten bisher das größte Learning?
Zum einen konnte ich mein Fachwissen im Bereich Warenwirtschaftssysteme Einzelhandel stark ausbauen und dass ich mich auf den Zusammenhalt und die Unterstützung des Teams immer verlassen kann.

Das zweite große Learning habe ich mit der Zeit auf der Fläche erfahren: Meine Softskills was das Auftreten und die Kundenkommunikation angeht, haben sich deutlich verbessert. Learning by Doing war hier der Schlüssel.

Sie sind eine absolute Quereinsteigerin! Wie kommt es, dass Sie ausgerechnet in der IT Fuß gefasst haben?
Das war reiner Zufall, aber ein umso glücklicher dazu! Der Schlüssel bei mir war die Erfahrung im Einzelhandel, die ich aus meiner Zeit im Möbelgeschäft mitgebracht habe. Genau diese Skills wurden beim Rollout gebraucht. Auch jetzt hilft mir diese Erfahrung noch sehr, weil ich die Menschen im Markt verstehe. Als Informatiker würde ich in einer anderen Firma zwar nicht unbedingt angestellt werden, aber grundsätzlich hat mir der Quereinstieg gezeigt, dass man neue Dinge versuchen kann und vor allem bei EDEKA echte Chancen hat. Dazu trägt auch unser sehr großes Bildungszentrum bei, das für sämtliche Bereiche Online-Schulungen in petto hat – von Softskill-Seminaren bis hin zu detailliertem Fachwissen ist für alle etwas dabei, um sich auch branchenübergreifend weiterzubilden.